Handlungsfelder

Eine Gemeinde hat eine Reihe von Möglichkeiten, energiepolitisch aktiv zu werden:

  • im eigenen Hoheitsbereich (Flächenwidmung, Bebauung,...)
  • in der Vollzugskontrolle (Baukontrolle, ....)
  • als selbstständiger Wirtschaftskörper (Einkauf, Kommunale Gebäude und Anlagen, Gemeindewohnungen, ...)
  • durch Anreizsysteme (Förderungen, Prämien,....)
  • durch Information und Öffentlichkeitsarbeit (Energieberatungen, Vorträge...)
  • durch Vorschläge an Land und Bund (Gesetze, Steuern, Förderungen,...)
Im sogenannten "e5-MaßnahmenkatalogBegriffserklärung" sind zu sechs verschiedenen Handlungsfelder insgesamt 88 verschiedene Maßnahmen aufgelistet, in denen eine Gemeinde im Regelfall aktiv werden kann:

     Gemeindeentwicklungsplanung und Baubewilligung
Maßnahmen, die die Gemeinden durch ihre Zuständigkeit für die Erteilung von Baugenehmigungen und die örtliche Raumplanung setzen können.
     Gemeindeeigene Bauten und Anlagen
Maßnahmen, die die Gemeinden bei ihren eigenen Einrichtungen und Betrieben (Schulen, Verwaltungsgebäuden, Kindergärten, Wasserwerke, Bauhof,...) treffen können.
     Ver- und Entsorgung: Energie – Wasser – Abwasser - Abfall
Maßnahmen, die die Gemeinde im Bereichen Energieversorgung (Nahwärmenetzen, Trinkwasserkraftwerke, Öko-Strom...) Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Abfallentsorgung treffen kann.
     Mobilität
Alle Maßnahmen, die die Gemeinden im Bereich Motorisierter Verkehr, Fußgänger, Radfahrer, Öffentlicher Verkehr sowie der Verwaltungsinternen Mobilität setzen kann.
     Interne Organisation
Maßnahmen die eine effiziente und kontinuierliche energiepolitische Arbeit in der Gemeindeverwaltung sicherstellen. (Energiebeauftragter, Gründung und Pflege einer Energiegruppe, ressortübergreifende Kooperationen, regelmäßige Erfolgskontrolle ....)
     Bewusstseinsbildung, Motivation und Kooperationen
Maßnahmen die zur Bewusstseinsbildung und Umsetzung von Maßnahmen durch Bürger, Institutionen und Unternehmen in der Gemeinde beitragen, sowie Maßnahmen, in denen die Gemeinde in und durch Kooperation mit anderen Institutionen (Betrieben, Vereinen, Schulen.....) energiepolitisch aktiv werden kann.

Energieinstitut Vorarlberg
Letzte Änderung: 19. 11. 2008
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