Hier bekommen Sie einen Überblick zu den Förderungen die Sie in Vorarlberg für den Einbau einer Lüftungsanlage erhalten können.

Eine Be- und Entlüftungsanlage wird auch Komfortlüftung genannt, da sie den Bewohnern eine hohe Luftqualität garantiert, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Ist die Lüftungsanlage mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, werden 70%-85% der Wärme aus der Abluft an die Zuluft übergeben. Somit reduzieren sich die Lüftungsverluste deutlich.

Derzeit gibt es für Lüftungsanlagen in Vorarlberg folgende Förderungen:

  • Energieförderung vom Land Vorarlberg

Energieförderung Land Vorarlberg

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung werden vom Land Vorarlberg im Rahmen der Energieförderung gefördert. Hier sind die wichtigsten Eckdaten zusammengestellt.

Gefördert werden nur Lüftungsanlagen die mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet sind.

Bei der Förderhöhe wird unterschieden zwischen Basisförderung, Bonusstufe 1 und Bonusstufe 2. Die Bonusstufen können bezogen werden, wenn das Gebäude die vorgegebenen Heizwärmebedarf-Grenzwerte (HWB) unterschreitet. Für Neubau und Altbau gelten unterschiedliche HWB-Grenzwerte. Beim Altbau wird für die Basisförderung kein HWB-Grenzwert vorgegeben.

Förderhöhen für Eigenheime bis maximal 2 Wohneinheiten:

Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Förderstufe Heizwärmebedarf Neubau Heizwärmebedarf Altbau Förderhöhe maximale Förderung
Basisförderung max. 40 max. 70 € 1.500 25 %
Bonusstufe 1 max. 20 max. 50 € 2.000 30 %
Bonusstufe 2 max. 10 max. 30 € 3.500 35 %

Förderhöhen für Mehrwohnungshäuser ab 3 Wohneinheiten:

Bei Mehrwohnungshäusern gelten die gleichen HWB-Grenzwerte wie bei den Eigenheimen.
Die Förderhöhe ergibt sich aus dem Sockelbetrag je Gebäude und dem Förderbetrag je Wohneinheit.
Details dazu können Sie der Energieförderrichtlinie im Downloadbereich entnehmen.

Förderkriterien

An die Förderung sind mehrere Kriterien zur technischen Ausführung geknüpft:

  • Die Luftdichtheit der Gebäudehülle n50 ist mittels eines Differenzdruckmessverfahrens (Blower Door Test) nachzuweisen und beträgt nach ÖNORM EN 13829 (Verfahren A) maximal 1,0 h-1 im Neubau und 1,5 h-1 im Altbau.
  • Die luftmengenspezifische elektrische Leistungsaufnahme muss gemäß EN 13141-7 kleiner 0,35 Wh/m³ betragen.
  • Das Temperaturverhältnis nach EN 13141-7 bzw. 13141-8 muss fortluftseitig gößer 70 % oder zuluftseitig grösser 80% betragen. Bei Modulgeräten ohne Einzelprüfung muss die
    berechnete Rückwärmezahl (zuluftseitig) grösser 85 % betragen.
  • Die Luftmengen sind laut ÖNORM H 6038 an den Bedarf anzupassen.
  • Der Außenluftfilter muss nach DIN EN 779 mindestens in der Filterklasse F7, der
    Abluftfilter mindestens in der Filterklasse G4 ausgeführt werden.
  • Die fachgerechte Ausführung der Anlage ist mittels Abnahmeformular zu bestätigen.
  • Weitere Kriterien können Sie der Energieförderrichtlinie entnehmen.

Der Förderantrag kann bis 6 Monate nach der Inbetriebnahme beim Land Vorarlberg eingereicht werden.

Alle Details zur Förderung finden sie unter www.vorarlberg.at Förderung – Lüftungsanlagen