Wer effizienter baut, wird besser gefördert

Mit der Einführung der Wohnbauförderungsrichtlinie 2014 wurde ein Bonussystem samt ökologischer Maßnahmen eingeführt, das auch 2016 gilt. Nähere Erläuterungen zu den einzelnen Begriffsbestimmungen finden Sie im nachfolgenden Artikel.

Bonussystem

Boni, die soziale Aspekte berücksichtigen, sind ebenso wie Boni im Bereich Energie und Ökologie zur Festlegung der Förderhöhe relevant.
Um Fördermittel zu erhalten sind definierte Grenzwerte im Bereich Heizwärmebedarf (HWB), Primärenergiebedarf (PEB) und Kohlendioxidemissionen (CO2) einzuhalten.
Bitte beachten Sie hier die entsprechende Neubauförderungsrichtlinie im Downloadbereich.

Über verschiedene wahlweise und freiwillig umsetzbare Boni kann die Fördersumme pro Quadratmeter Wohnnutzfläche erhöht werden.
Die Aufstellung aller Boni und Erläuterungen dazu sind in der entsprechenden Richtlinie unter „Höhe des Förderkredites“ zu finden.

OI-Index

Bei den verwendeten Baumaterialen erfolgt die Ermittlung der Höhe des Ökologiebonus über den OI-Index.

Für jedes Baumaterial sind 3 ökologische Kennwerte definiert:

  • nicht erneuerbare Primärenergie (PENRT)
  • Treibhauspotential (GWP)
  • Versäuerungspotenzial (AP)
    Bei Verwendung ökologischer Baumaterialien ist der OI-Index entsprechend niedrig bzw. je niedriger der OI-Index umso höher der Ökologiebonus.

Muss-Maßnahmen

Da für den OI-Index keine Mindestanforderungen definiert sind, über das Bonussystem aber erhöhte Fördersätze gewährt werden, wurden von der Förderstelle ökologische Muss-Maßnahmen festgesetzt, die von jedem Förderwerber/Bauvorhaben einzuhalten sind.

Nähere Erläuterungen zu den ökologischen Muss-Maßnahmen finden Sie im Anhang der Neubauförderungsrichtlinie.

Bitte beachten Sie

Die Missachtung dieser Förderkriterien führt zu Förderungsverlust bzw. werden keine Fördermittel zur Verfügung gestellt. 

Zusätzlich sieht die Neubauförderungsrichtlinie den Einsatz eines innovativen klimarelevanten Systems für Heizung und Warmwasserbereitung vor.

Vorkontrolle, Kontrolle, Abnahme

Die Förderstelle behält sich vor im Zuge der Qualitätssicherung stichprobenartig Förderansuchen einer vertieften Kontrolle zu unterziehen.
Diese Kontrollen können zu verschiedenen Zeitpunkten in der Förderungsabwicklung stattfinden.
Die Vorkontrolle findet zu einem frühen Zeitpunkt, üblicherweise gleich nach Einlangen des Antrages bei der Förderstelle statt. Es wird auf Grundlage der eingereichten Förderunterlagen die Energieausweis-Berechnung auf korrekte Ausführung geprüft. Erst bei bestandener Vorkontrolle kann eine Zusicherung von Wohnbaufördermittel erfolgen.
Wird keine Vorkontrolle gemacht ist der nächste Zeitpunkt für eine evtl. durchzuführende Kontrolle die Gebäudeabnahme.
Bei der Abnahme wird ebenfalls nochmal die Energieausweis-Berechnung geprüft und vor allem mit der tatsächlichen Ausführung verglichen. Die korrekte Umsetzung der Muss-Maßnahmen und der Einsatz eines innovativen klimarelevanten Systems für Heizung und Warmwasserbereitung kann dann ebenfalls bestätigt werden.

Nach erfolgreicher Gebäudeabnahme werden die noch ausständigen restlichen Fördergelder ausbezahlt.

Zusatzförderungen

Je nach verwendetem Heizsystem können zusätzliche Fördermittel über die Energieförderrichtlinie in Anspruch genommen werden. Bei diesen Fördergeldern handelt es sich um nicht zurückzuzahlende Einmalzuschüsse. Es sind keine personenbezogene Kriterien einzuhalten sehr wohl aber die technischen Förderkriterien.
Mehr zu den einzelnen Energieförderungen lesen Sie im Artikel über Energieförderungen.

Zusatzförderungen der Gemeinden

Viele Gemeinden Vorarlbergs bieten als zusätzlichen Anreiz Förderungen beim Einsatz von Erneuerbarer Energie und für Energiesparmaßnahmen allgemein.
Bitte folgen Sie dem Link und Sie erfahren mehr über Ihre Gemeinde. hier