Mit dem Beschluss der Energieautonomie 2050 bekennt sich das Land Vorarlberg zu einem sorgsamen Umgang mit Energie und Ressourcen. Um die Ziele der Energieautonomie zu erreichen, setzen das Land, die Gemeinden und letztlich die Bürgerinnen und Bürger bereits viele Schritte zu höherer Energieeffizienz und zum Ausbau erneuerbarer Energieträger. Doch diese technischen Lösungen alleine sichern noch keinen enkeltauglichen Lebensstil.

Unser Konsumverhalten, unsere Essgewohnheiten, unser Mobilitätsanspruch – all das lässt sich in Energie- und Ressourcenverbräuchen darstellen. Würden alle Menschen dieses Planeten so leben wie die Menschen in Österreich, bräuchten wir drei Planeten um deren Versorgung sicherzustellen. Mehr dazu hier.

Immer mehr Menschen suchen bereits nach anderen Lebensentwürfen, nach Entschleunigung, sozialem Zusammenhalt, nach Alternativen zum ungebremsten Konsum immer kurzlebigerer Produkte. Dass dieser Wandel zu einem nachhaltigen Lebensstil nicht zu Verzicht, sondern im Gegenteil, zu einer Bereicherung des Lebens führt, haben mehrere Initiativen in e5-Gemeinden und Energiemodellregionen gezeigt.

Nachahmenswerte Beispiele aus den Gemeinden

In der Gemeinde Hittisau wurde 2013-2014 als Energieautonomie-Pilotgemeinde ein Reparaturcafe und ein Gemeinschaftsgarten geschaffen und regelmäßig Nachhaltgkeitsstammtische abgehalten. In den Energieregionen Vorderwald und Großes Walsertal etablierten Bürgerinnen einen geldlosen Tauschladen, erstellten wiederverwendbare Einkaufstragetaschen oder verköstigten die Besucherinnen und Besucher eines Kinderfaschings ausnahmslos mit regionalen Produkten. Weitere Möglichkeiten zeigten die Mehr-mit-Weniger Workshops auf oder bietet die Initiative Probier amol. Die Liste der Beispiele würde sich beliebig lange fortführen lassen.

Projekt Gemeinschaftsgarten in Hittisau, Foto: Markus Gmeinder

Projekt Gemeinschaftsgarten in Hittisau, Foto: Markus Gmeiner