In der heutigen Umweltschutzdiskussion ist Nachhaltigkeit zu einem Modewort geworden, das unterschiedlich definiert und interpretiert wird.

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft. Da galt bereits im letzten Jahr­hundert die Regel, nur so viel Holz zu nutzen wie auch nachwachsen konnte – also vom Zins und nicht vom Kapital zu leben.

Die UNO-Kommission definiert Nachhaltigkeit als Kriterium für eine Entwicklung, bei der die heutige Gesellschaft ihre Bedürfnisse decken kann, ohne für zukünftige Generationen die Möglichkeit zu schmälern, ihre eigenen Bedürfnisse zu decken.

Der Anspruch von Nachhaltigkeit umfasst gesell­schaftliche, wirtschaftliche und ökologische Anliegen. Besonders im Bauwesen wird an der Erforschung und Umsetzung ökologischer Kriterien gearbeitet. Die Konsensfindung gleich­wertiger Kriterien im wirtschaftlichen und vor allem im gesellschaftlichen Bereich hat begonnen und findet letztlich auf politischer Ebene statt.

Als Bauherrschaft entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Architekt über den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung Ihres Gebäudes während der Herstellung und Nutzung über ein, zwei oder mehreren Generationen.

Lexikon der Nachhaltigkeit
Brundtland Bericht – Informationen
Report of the World Commission on Environment and Development: Our Common Future