Lehm ein Baustoff mit Zukunft

Durch seine baubiologischen Qualitäten sowie vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten ist Lehm heute aktueller denn je.

 

 

Veranstaltungen 2018

08-10.03.2019

com:bau 2019 mit großem Messestand zum Thema Lehm (geplant) Info zur Messe hier.

10/2018 

Handwerker und Form, Werkraum Bregenzerwald

10/2018

Workshop für BürgerInnen mit Martin Rauch und Gerold Ulrich

09.10.-17.10.2018

Studienreise Marokko: Auf den Spuren des Lehms

06.10.2018

kumm ga luaga

06.10.2018

Lehmbau Grundlagen – Vormittags-Workshop mit Martin Rauch

21.09.-22.09.18

Lehmputz-Praxis-Workshop mit DI Kai Längle

23.06. – 06.10.2018

Alphabet des Lebens – Lernwerkstatt Natur |
Werkraum Bregenzerwald

16.07-
30.07.2018

BASEhabitat International Summer School on earhen and bamboo construction | Info hier und auf der Webseite.

14.06-
15.06.2018

Natürliche Oberflächen aus Kalk und Lehm – Workshop für Professionisten mit Martin Rauch und Gerold Ulrich | Info hier

19.05.2018

Lehm Workshop – Verarbeitung von Lehmputzen / Lehmprodukten; Markus Lerch – Lehm lebt | Info hier.

12.05.2018

Lehm spielerisch erfahren – Workshop für Kinder | Info hier.

08.05.2018

Vortrag von Anna Heringer u. Martin Rauch | Info hier.

03.05.2018

Bibliothek zum Thema und Architektur vor Ort mit Lehmbaubeispielen | vai

27.04-04.05.

Workshop Adobe Wand – bauen mit Adobe Ziegeln,
aufbringen Lehmputz; BASEhabitat, mehr Informationen hier.

20.04-21.04.18

Workshop zur Lehmputz-Praxis mit Kai Längle

07.03-19.05.18

Ausstellung ‘Mit Erde gebaut’ | vai – Das Begleitprogramm
zur Ausstellung finden Sie hier (zweite Seite).

16.03.2018

Lehmbau in Vorarlberg | Exkursion mit Clemens Quirin
von Lehm Ton Erde

09.03-11.03.18

Sonderausstellung ‘Bau mit Lehm’ auf der com:bau Messe

 

Ansprechpartner

Sie möchten mit Lehm bauen und suchen noch den passenden Ansprechpartner für Ihr Projekt? Hier finden Sie die wichtigsten Lehm Ansprechpartner.

 

Vielseitiger und geduldiger Baustoff

Seit Häuser gebaut werden, ist die Lehmerde einer der wichtigsten Baustoffe weltweit. Der Turm zu Babel, die Chinesische Mauer, Pyramiden, Stadtmauern, Befestigungsanlagen, Paläste und vieles mehr zeigen in eindrücklicher Weise, in welchen Dimensionen Lehmbau realisiert werden kann.

Im Zuge der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Lehmbau durch die veränderte Energie- und Rohstoffnutzung in Europa zurückgedrängt. Durch das Auflassen der Bau- und Qualitätsrichtlinien (Normen) gingen das Wissen und das Vertrauen in den Baustoff verloren.

Durch seine baubiologischen Qualitäten sowie vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten ist Lehm heute aktueller denn je. Lehmbau lässt sich zudem sehr gut in die moderne Architektur einbeziehen und kann diese sogar entscheidend aufwerten.

Lehm ist ein Baustoff, der mit denkbar wenig Aufwand veredelt wird. Er wird nicht gebrannt, nicht zusätzlich z. B. chemisch behandelt, bindet nicht chemisch oder hydraulisch ab, sondern erreicht seine Festigkeit allein durch Trocknung und ist auf Grund seiner Wasserlöslichkeit gut trenn- und wiederverwertbar.

In Innenräumen kann Lehm klimaregulierend, schallabsorbierend, antielektrostatisch oder antiseptisch wirken.

Sowohl in privaten als auch in öffentlichen Bauten ist Lehm einsetzbar und bietet neue Impulse und Gestaltungsmöglichkeiten. Lehmbauprodukte sind wie andere Bauprodukte geprüft und zugelassen und können im Baufachhandel bezogen werden.

Einige Aspekte

  • Lehmvorkommen sind ausreichend vorhanden
  • umweltschonende Rohstoffgewinnung möglich
  • gute Wärmespeicherkapazität
  • ohne Qualitätsverlust (unter Wasserzugabe) beliebig oft verwendbar
  • Lehm konserviert Holz (guter Holzschutz)
  • schafft ein angenehmes Raumklima und reguliert Feuchtigkeit

Lehmputz

ist die einfachste und preisgünstigste Möglichkeit, Lehm zu verwenden. Lehmputz läßt sich auf allen üblichen Putzgründen wie Beton, Mauerwerk, Bauplatten etc. von Hand oder mit üblichen Putzmaschinen verarbeiten.

Die Oberfläche kann von grob strukturiert bis zu ganz fein, glatt und scharfkantig gewählt werden. Heute werden von Herstellern Fertigmischungen angeboten, die mit farbigen Lehmen vermischt oder mit Naturfarben bemalt werden können.

Lehmbauplatten

vereinen die Vorzüge des Lehms mit der Trockenbauweise. Anwendungsgebiete sind Innenwände, Vorsatzschalen, Deckenverkleidungen und vieles mehr. Die Platten haben ein Format von 150 x 62,5 cm und werden wie herkömmliche Trockenbauplatten verarbeitet. Beispielsweise werden sie auf Holzlatten montiert und mit Lehmfein- oder Lehmfarbputz überspachtelt. Davor sind die Fugen mittels Jute- oder Glasfasergewebe zu armieren.

Stapeltechnik

Vor allem im Holzbau wird diese Technik als schnelle und preiswerte Ausführung einer Lehminnenschale geschätzt. Vor die Holzkonstruktion werden Lehmsteine trocken (ohne Lehmmörtel) aufgeschichtet.

Im Abstand von ca. 50 cm (jede 4. Steinlage) wird zur Stabilisierung und als Tragkonstruktion eine Holzlatte horizontal befestigt. Auf diese kann die Lehmbauplatte oder ein Schilfstabilgewebe als Lehmputzträger befestigt werden.

Stampflehmbau

kann sogar mittels Aushubmaterial erfolgen. Ähnlich der Betontechnologie wird der Stampflehm in Lagen zwischen eine Schalung eingebracht und verdichtet. Dem Lehm können auch Zuschlagstoffe wie farbige Kieselsteine, Ziegelsplitt und vieles mehr beigemischt werden.

Die farbigen Oberflächen können zusätzlich bearbeitet, strukturiert und gestaltet werden. Dadurch erhält diese Technik ihre ganz besondere Ästhetik und Charakteristik. Der Stampflehmbau ist die aufwendigste und anspruchsvollste Lehmbautechnik und sollte durch den Fachmann geplant und ausgeführt werden.

Kosten

Unterputz 2 cm, inkl. Arbeit ca. EUR 25,- je m2
Feinputz, 2 Schichten inkl. Arbeit ca. EUR 21,- je m2
Lehmbauplatten ca. EUR 15,- bis 22,- je m2
Lehmstein für nicht tragende Innenwände ca. EUR 37,- bis 42,- pro m2 (Vollstein d 11,5 cm)

Die Stampflehmtechnik ist die arbeitsintensivste Technik und daher auch die teuerste.