Ein Gebäude errichten wir oft für Generationen. Wer ökologisch baut, trägt dazu bei, dass diese das Gebäude auch in einer intakten Umwelt genießen können.

Das Bauen ist für einen nicht unerheblichen Anteil des weltweiten Energie- und Ressourcenverbrauchs verantwortlich. Die Menge und die Art der eingesetzten Materialien ist dabei von entscheidender Bedeutung. Darüber hinaus ist Bauen grundsätzlich ein Eingriff in die Natur, der mit den richtigen Maßnahmen jedoch sorgsam durchgeführt und minimiert werden kann.

Ökologisches Bauen reduziert die Auswirkungen auf die Umwelt durch

  • Erneuerbare Energieträger
  • Ressourcenschonende Materialwahl
  • Naturnaher Außenraum

Eine gesunde Umwelt, die es allen Menschen und zukünftigen Generationen ermöglicht, ihre grundlegenden Bedürfnisse abzudecken, bedeutet

  • den Raubbau an Erdöl, Erdgas, Kohle, Erzen stark zu vermindern,
  • die erneuerbaren Ressourcen wie Holz und pflanzliche Rohstoffe optimal zu nutzen und zu fördern,
  • schädliche und giftige Rückstände in Luft, Wasser und Boden stark zu reduzieren,
  • den Lebensraum für die natürliche Vielfalt von Pflanzen und Tieren qualitativ zu erhalten bzw. zu verbessern.

Dies wird nicht allein durch große politische Entscheidungen oder neue Technologien erreicht. Sie als Bauende haben bei der Planung und Ausführung Ihres Gebäudes die einmalige Chance, Ihren Beitrag zu leisten.

Erneuerbare Energien

Grundsätzlich ist der Energieverbrauch durch sparsamen Umgang, gute Wärmedämmung und effiziente Geräte möglichst gering zu halten. Die Abdeckung des Restenergiebedarfs sollte mit erneuerbaren Energieträgern erfolgen.

Sonnenkollektoren

Eine 8 bis 10 m2 große Solaranlage deckt 60 bis 70 % des Warmwasserbedarfs eines Durchschnittshaushalts. Über 20 Jahre betrachtet sind die Anlagen oft günstiger als die konventionelle Warmwasserbereitung.

Solarzellen (Photovoltaik)

Eine 5 kWp-Anlage (rund 35 m2 groß) kann rund 25 % des Stromverbrauchs direkt abdecken.

Brennholz

ist ein nachwachsender Energieträger. Die Holzverbrennung verursacht kein zusätzliches CO2 und die modernen Anlagen produzieren wenig schädliche Abgase.

Wärmepumpen

funktionieren nach dem Prinzip des Kühlschranks. Mit Hilfe von Strom entziehen sie der Umgebung (Luft, Wasser oder Boden) Wärme und wandeln diese in Energie für Heizung und Warmwasser um.

 Gesunde Umwelt. Bildnachweis: Pexels auf Pixabay.

Bauen ist grundsätzlich ein Eingriff in die Natur, der mit den richtigen Maßnahmen sorgsam vorgenommen und minimiert werden kann. Bild: Pexels auf Pixabay.

Ressourcenschonende Materialwahl

Für die Produktion von Baustoffen werden Rohstoffe, Energie für den Abbau, den Transport, die Herstellung und die Verarbeitung benötigt. Diese Energie (Primärenergie) ist bei einem gut wärmegedämmten Gebäude in etwa gleich groß wie die Energie, die zur Beheizung während 40 Jahren benötigt wird.

Verwendung von Holz als Rohstoff

Holz wächst nach und wird bei nachhaltiger Nutzung auch in ferner Zukunft als Baustoff zur Verfügung stehen. Meistens sind Baustoffe aus Holz in der Herstellung wenig umweltbelastend. Dies gilt für die meisten Anwendungen bei Fassaden, Wandkonstruktionen und im Innenausbau.

Recycling-Materialien

schonen wertvolle und begrenzt verfügbare Rohstoffe und reduzieren die Abfallmengen. Viele Recyclingbaustoffe benötigen für die Herstellung weniger Energie als die entsprechenden Produkte aus neuen Rohstoffen. Beispiele sind Wärmedämmstoffe aus Altpapier, Elektrokabelrohre
aus recyceltem Kunststoff, Recyclingbeton oder Mauersteine aus Mischabbruchmaterial.

Naturnaher Außenraum

Ein Bauwerk stellt immer einen mehr oder weniger starken Eingriff in die Natur dar. Auf der Fläche des Bauwerkes wird den Pflanzen und Tieren der natürlich gewachsene Boden als Lebensgrundlage entzogen. Eine naturnahe Gartengestaltung ist deshalb mit den gestalterischen und funktionalen Bedürfnissen in Einklang zu bringen. Eine ganzheitliche Planung von Gebäude und Freiraum soll vielseitigen Lebensraumes für Menschen, Tiere und Pflanzen schaffen.

Regenwasser

sollte durch natürliche und technische Versickerung dem Erdreich und schließlich dem Grundwasser zugeführt werden. Die Wasserrückhaltung,
z. B. durch wechselfeuchte Mulden oder Weiher, verhindert hohe Abfluss-Spitzen und damit Überschwemmungsgefahren. Extensive Dachbegrünungen vermögen einen großen Teil des anfallenden Regenwassers zurückzuhalten und wieder an die Umgebung abzugeben (Luftverbesserung).

Pflanzen und Tiere

benötigen naturnahe Flächen. Nährstoffarme Wachstumsschichten, kieselreiche Flächen, nischenreiche Mauern, Feuchtstandorte, Wasserflächen usw. tragen zur Vielfalt bei. Begrünte Dächer und Fassaden bieten Kleinlebewesen wie Insekten und Vögeln einen Lebensraum.

Info

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