Der vermehrte Einsatz des erneuerbaren Energieträgers Holz ist als Beitrag zum Klimaschutz positiv zu bewerten. Ein Nachteil dieses Energieträgers liegt allerdings in den vergleichsweise hohen Feinstaub-Emissionen. Die lassen sich durch den Einsatz moderner Technologie, deren regelmäßige Wartung und vor allem das richtige Heizen drastisch reduzieren.

Holzöfen weisen höhere Feinstaubemissionen auf als fossile Feuerungssysteme. Bei korrekter Bedienung sowie bei der Wahl des richtigen Brennstoffes lassen sich diese Nachteile jedoch erheblich reduzieren. Dabei müssen aber mehrere Faktoren berücksichtigt werden:

  1. Beim Kauf neuer Heizsysteme sollte gleichzeitig auch an die Installation eines Pufferspeichers gedacht werden. Ein Pufferspeicher erlaubt den Betrieb des Ofens unter Volllast. Das wiederum bringt geringere Emissionen mit sich und erlaubt die bessere Ausnutzung der im Holz gespeicherten Energie. Zudem verlängern sich die Anheizintervalle, was den Bedienkomfort deutlich erhöht.
  2. Die Öfen sollten nicht überdimensioniert werden, wenn kein Pufferspeicher in der Lage ist, die überschüssige Wärme abzunehmen.
  3. Gerade Schwedenöfen sollten vermieden werden. Steht ein Schwedenofen im Wohnzimmer, sollte er nicht in der Übergangszeit, sondern nur bei kalten Außentemperaturen eingesetzt werden.
Ein moderner Holzofen regelt die Luftzufuhr automatisch und sorgt für eine perfekte Verbrennung. Bild: stefanfister - stock.adobe.com

Ein moderner Holzofen regelt die Luftzufuhr automatisch und sorgt für eine perfekte Verbrennung. Bild: stefanfister – stock.adobe.com

Neben der richtigen Technik spielen auch die Bedienung und die Qualität des Brennstoffs eine wesentliche Rolle:

  1. Sichtbare Rauch- und Geruchsentwicklung aus dem Kamin sind meist ein Zeichen für fehlerhafte Einstellungen oder falsche Bedienung. Vor allem in der Anheiz- und Abbrandphase braucht ein Holzfeuer ausreichende und kontrollierte Luftzufuhr. Machen Sie sich mit den entsprechenden Einstellungen Ihres Ofens vertraut.
  2. Bei Stückholzöfen kein Sägemehl, Hackgut oder nasses Holz verwenden (und natürlich auch kein beschichtetes oder lackiertes und schon überhaupt keine Spanplatten oder ähnliches). Richtig trocken ist Weichholz wie Fichte übrignes erst nach mindestens zwei, Hartholz wie Buche erst nach drei bis vier Jahren Lagerung im Freien.
  3. Holz richtig einschlichten (unten dicht, oben locker) und von oben anzünden. Dadurch steigen die Gase durch die Flamme auf, wo sie fast vollständig verbrannt werden. Nachgelegt wird dann, wenn das abgebrannte Glutbett noch in der Lage ist, das nachgelegte Holz sofort wieder zu entfachen. Dann muss auch die Luftzufuhr wieder angepasst (sprich erhöht) werden.

Beim richtigen Anheizen stehen übrigens die Kaminkehrer mit Rat und Tat zur Seite.

Mindestens zwei Jahre muss Weichholz im Freien getrocknet sein, bevor es in den Ofen darf. Hartholz sogar drei bis vier Jahre. Außer unbehandeltem hat übrigens kein anderes Holz etwas im Ofen zu suchen.

Mindestens zwei Jahre muss Weichholz im Freien getrocknet sein, bevor es in den Ofen darf. Hartholz sogar drei bis vier Jahre. Außer unbehandeltem hat übrigens kein anderes Holz etwas im Ofen zu suchen.