Sparen Sie schon oder verschwenden Sie noch? Eine deutliche Reduktion des Stromverbrauchs ist möglich. Hier erfahren Sie, wie das geht:

Der meiste Strom  wird für Warmwasser und Heizung, hier vor allem für Heizungspumpen ausgegeben. Zusammen mit dem Strom, der in der Küche für Kühl- und Gefrierschränke und für das Kochen verbraucht wird, macht das mehr als die Hälfte Ihrer Stromrechnung aus.

Durch Verhaltensänderung und durch den Kauf effizienter Geräte kann das optimale Einsparpotential erreicht werden.

Allgemein gilt: Schalten Sie ein elektrisches Gerät nur ein, wenn Sie es wirklich brauchen. Beim Kauf eines Neugerätes gilt fast immer: Je größer das Gerät, desto mehr Energieverbrauch! Verzichten Sie bewusst auf Geräte, die permanent laufen bzw. einen hohen Standby Verbrauch haben.

Energiebuchthaltung – persönliches Stromtagebuch

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihren alltäglichen Energieverbrauch und erstellen SieIhre eigene Energiebilanz. Denn durch Achtsamkeit lässt sich der Verbrauch und damit die Stromrechnung mitunter massiv reduzieren.

Bis zu 200 Euro kann der durchschnittliche Haushalt pro Jahr sparen, wenn Energie im Alltag bewusst verwendet wird.

Durch regelmäßige Aufzeichnungen erkennen Sie sofort, wo und wie Sie einsparen können. Defekte Geräte und Stromfresser können von Ihnen selbst entlarvt wertden.

Wir empfehlen Ihnen: Rechnen Sie den Verbrauch aller Monate zusammen und ermitteln Sie dadurch Ihren Jahresstromverbrauch.

 

Stromspartipps in den unterschiedlichen Bereichen

Untenstehend finden Sie einen kompakten Überblick über die Einsparmöglichkeiten der unterschiedlichen Bereiche (Quelle: Kleiner schlauer Energiespar-Ratgeber, Energie Tirol):

Waschen, Trocknen, und Bügeln

1. WASCHMASCHINE FÜLLEN: Nutze das volle Fassungsvermögen deiner Waschmaschine. Lege die Wäsche locker ein und lasse nach oben eine Handbreit Platz.

2.  DIE RICHTIGE WASCHTEMPERATUR:  Wasche immer mit der tiefst möglichen Temperatur und mit möglichst wenig Waschmittel. Statt Kochwäsche 60 °C-Wäsche, 30 °C für alles Andere. Einmal im Monat sollte bei 60 °C und mit einem bleichmittelhaltigen Vollwaschmittel-Pulver gewaschen werden. Das verhindert zuverlässig, dass sich ein streng riechender Biofilm aus Mikroorganismen in der Waschmaschine bildet.

3. AUF ENERGIEEFFIZIENZ SETZEN: Achte beim Kauf einer Waschmaschine auf das Energieeffizienzlabel und wähle die Gerätegröße nach den tatsächlichen Bedürfnissen.

4. TROCKNER VERMEIDEN: Trockne deine Wäsche so wenig wie möglich im Wäschetrockner. Auf der Wäscheleine oder am Wäscheständer aufgehängt, trocknet die Wäsche auch.


5 GUT SCHLEUDERN: Wer trotzdem nicht auf den Trockner verzichten kann, sollte nur gut geschleuderte Wäsche in den Trockner geben. 1400 Schleudertouren pro Minuten sind dafür ausreichend

TIPP: Das richtige Waschmittel verwenden

 Kompaktwaschmittel in Pulverform ist am ergiebigsten. Für übliche Verschmutzungen reicht zudem meist viel weniger Waschmittel, als vermutet würde. Dosierungsvorschläge beachten!

Sparsamer Umgang mit (Warm)Wasser im Haushalt

1. DUSCHEN STATT BADEN: Duschen verbraucht viermal weniger Energie als Baden. Damit sparst du nicht nur die selbe Menge an Wasser, sondern auch Kanalgebühr.


2. WASSER SPAREN BEIM ZÄHNEPUTZEN: Drehe das Wasser während des Zähneputzens oder Einseifens ab. So sparst du bis zu 1.500 Liter Trinkwasser pro Jahr!


3. TROPFENDE WASSERHÄHNE REPARIEREN: Rinnende WC-Spülkästen verbrauchen täglich etwa 40 Liter Wasser.

4. WASSERSPARENDE ARMATUREN: Setze wassersparende Armaturen (Duschkopf, Perlatoren) und/oder Durchflussmengenregler ein. Verwende zum Händewaschen kaltes Wasser. Bis das warme Wasser durch die Leitung kommt, sind unsere Hände meist schon gewaschen. Das warme Wasser steht in der Leitung und kühlt ungenutzt aus.

5. UNNÖTIGES AUFHEIZEN VON WASSER VERMEIDEN: Selten benutzte Boiler können komplett ausgeschaltet oder mit einer Zeitschaltuhr betrieben werden. Nach der Inbetriebnahme sollte der Boiler einmal auf 60°C aufgeheizt werden.

6. GESCHIRR SPÜLEN: Nutze Regenwasser für Haus und Garten (z.B. Toilettenspülung, Wäsche waschen, Reinigungstätigkeiten, Gartenbewässerung).

7 REGENWASSER NUTZEN: Durch den gezielten Einsatz von Regenwasser können bis zu 70 Liter Trinkwasser pro Person und Tag eingespart werden.

Energiesparendes Arbeiten in der Küche

1. TEMPERATUREN DER KÜHLGERÄTE ÜBERPRÜFEN: Kontrolliere die Temperaturen von Kühl- und Tiefkühlschränken. Die optimale Temperatur in Kühlschränken liegt zwischen +5 °C und +7 °C, in Tiefkühlschränken bei –18 °C. Je kälter, desto höher die Stromkosten.


2. KÜHLGERÄTE REGELMÄSSIG ABTAUEN: Starke Eisbildung ist ein Zeichen für defekte Türdichtungen. 1 cm Eis bedeutet 10 bis 15 % mehr Stromverbrauch.


3 STANDORT DER KÜHLGERÄTE: Stelle die Kühlgeräte an einem möglichst kühlen Ort auf: in der Küche nicht neben dem Herd oder Backrohr, am besten an einer Außenwand. Tiefkühlgeräte sollten nach Möglichkeit in einem unbeheizten Raum stehen.


4 AUFBEWAHRUNG DER SPEISEN IM KÜHLSCHRANK: Lasse warme Speisen auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank kommen.

5. KOCHEN AM HERD: Verwende beim Kochen am Herd immer passende Deckel für deine Töpfe und wähle die Topfgröße entsprechend der Herdplatte aus. Nutz die Restwärme von Platten.


6.
WASSER ERHITZEN: Erhitze Wasser lieber im Wasserkocher als am Herd, das spart Zeit und Geld. Erhitze nicht mehr Wasser als gebraucht wird.

7. BACKEN IM BACKROHR: Verwende beim Backen die Heißluftfunktion. Die Temperatur kann dabei im Vergleich zu Ober-/Unterhitze um 20 °C niedriger gewählt werden und du kannst mehrere Bleche gleichzeitig einsetzen.

8. BACKROHR VORHEIZEN: Heize das Backrohr nur vor, wenn dies unbedingt notwendig ist. Restwärme nutzen.

Beleuchtung

1. EFFIZIENTE LICHTTECHNIK: LEDs nutzen Energie effizienter und erzeugen mehr Helligkeit pro Watt. Die energieeffizienten Leuchtmittel halten länger als die meisten anderen Lampentypen und sind zudem quecksilberfrei. Beim Kauf sollte man auf die Lumenanzahl achten um angenehmes Licht zu erzeugen.

2. BELEUCHTUNG BEI BEDARF: Schalte das Licht nur da an, wo es zum Wohlfühlen beiträgt. Eine Beleuchtung im ganzen Haus ist oft nicht nötig. Vergiss nicht, beim Verlassen eines Raumes das Licht auszuschalten.


3. HELLE WÄNDE UND DECKEN: Helle Farben reflektieren das Licht einer Leuchte. Der gesamte Raum erhält dadurch eine hellere Ausleuchtung. Oftmals kann man durch diesen Effekt eine Lampe mit geringerer Leistungsaufnahme wählen.

4. DIMMEN: Dimmen schafft neben einer angepassten Atmosphäre weiteres Einsparpotenzial.


5. BEWEGUNGSMELDER EINSETZEN: Setze Bewegungsmelder in Bereichen ein, die du selten und für kurze Zeit betrittst. Der Bewegungsmelder schaltet sich automatisch beim Betreten des definierten Bereichs ein und auch wieder aus!

Wohnzimmer und Büro

1. EFFIZIENTER UMGANG MIT DEM PC: Passe die Bildschirmhelligkeit auf 50 – 70 % an. Bildschirmschoner sind zusätzliche Stromfresser. Schalte Drucker, Scanner etc. nur bei Bedarf ein und trenne Modem und Router bei längerer Abwesenheit (z.B. Urlaub) vom Stromnetz.

4. LADEGERÄTE AUSSTECKEN: Ladegeräte, die nicht gebraucht werden, verbrauchen nur unnötig Strom

5 AKKUS STATT BATTERIEN: Verwende bei Geräten mit Batteriebetrieb immer Akkus. Ein guter Akku kann bis zu 500 Batterien einsparen. Nach dem Aufladen sollte das Ladegerät immer vom Netz genommen werden.

6 BEWUSST AUF STROMFRESSER VERZICHTEN: Manche Geräte im Haushalt verbrauchen unnötig viel Strom. Versuche, sooft es geht, auf diese zu verzichten, oder diese erst gar nicht anzuschaffen.

Verschiedene Geräte und deren Stromverbrauch pro Jahr:

> Computer

2 Stunden Internetsurfen pro Tag – 87 kWh Jahresverbrauch

> Aquarium

50 Liter mit Zierfischen – 210 kWh Jahresverbrauch

> Kaffeemaschine

Kaffeevollautomat im Standby – 60 kWh Jahresverbrauch

> Raumklimagerät

Bei 50 Hitzetagen und 6 Stunden pro Tag – 300 kWh Jahresverbrauch

topprodukte.at ist ein Service von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus und bietet hilfreiche Informationen zu energiesparenden Haushaltsgeräten.

Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2022