Getreu dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ ist die Kommunikation im Bereich Energie und Klimaschutz essentiell für den Erfolg oder Misserfolg eines Projekts, einer Aktion oder sogar eines e5-Teams. Daher lud das e5-Landesprogramm für energieffiziente Gemeinde am 10. März 2016 ins Junker Jonas Schlössle in Götzis zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. 

Insgesamt 38 TeilnehmerInnen aus über 15 Vorarlberger e5-Gemeinden – darunter Gemeinden mit großen Öffentlichkeitsarbeits-Abteilungen (Bregenz, Hohenems) aber auch ganz kleinen (Krumbach, Sulzberg) – trafen sich Anfang März zum Erfahrungsaustausch in Götzis. Nach der Begrüßung durch Programmleiter Karl-Heinz Kaspar führten Florian Jochum (Energieinstitut Vorarlberg) und Richard Steiner (Kommunikationsberatung Werkstatt West) durch den Abend. Neue Kommunikationsmethoden standen ebenso im Vordergrund, wie der Austausch von Best practice Beispielen aus den e5-Gemeinden.

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Storry telling – Heldinnen aus dem Bereich Energie und Klimaschutz

_DSC6856Gute Kommunikation ist mehr, als nur Texte zu schreiben und veröffentlichen. So gab Richard Steiner den TeilnehmerInnen mit dem sogenannten “storytelling” ein neues Werkzeug der Kommunikation mit auf den Weg. Besonders wichtig für „spannenden Geschichten“ –  HeldInnen, die eine persönliche Identifikation zulassen.

Die Geschichte von Michael, dem jungen Herrn mit der lustigen Frau, der doch gerne wieder etwas mehr Zeit zum Lesen hätte, könnt ihr hier nachlesen (Pdf Downloadleiste auf rechter Seite).

“Mit dem „Erzählen von Geschichten“  schafft man die Möglichkeit, Inhalte so zu transportieren, dass sie auch im Gedächtnis bleiben”, so Kommunikationsexperte Richard Steiner.

e5-Merchandise

_DSC6862 Die e5-Merchandise-Artikel unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit von e5-Gmeinden bei diversen Aktionen und Projekten im Bereich Klima- und Umweltschutz. e5-Merchandise gibt es zum Austeilen und Weitergeben (Kullis, Zückerle, etc), zum Ausleihen und Aufstellen (Straßentransparent, Glücksrad) oder als Dienstleistungen (ÖA-Jour Fix, Inserator, etc.) erklärte Florian Jochum. Eine detaillierte Übersicht zu allen Materialien findet ihr hier.

 

 

Best Practice aus den e5-Gemeinden

Nicht immer muss das Rad neu erfunden werden. Um gegenseitig von unterschiedlichen Erfahrungen zu profitieren, haben wir drei e5-Gemeinden – nämlich Götzis, Lauterach und Sulzberg – dazu eingeladen, ihre laufenden Projekte und Aktionen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit vorzustellen.

Thomas Ender energie:bewusst:götzis

Die Kampagne energie:bewusst:götzis startete im Herbst 2012 ein Bürgerbeteiligungsprojekt, bei dem alle GötznerInnen zum Mitmachen eingeladen werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch in allen Betrieben, privaten Haushalten, Kindergärten und Schulen sowie öffentlichen Gebäuden jedes Jahr um 1% zu senken. Dementsprechend zielgruppenorientiert wird versucht der breiten Bevölkerung Energie- Klima- und Umweltschutzthemen näher zu bringen, berichtet Thomas Ender. Mehr Informationen über die Kampagne erhaltet ihr  hier.

 

Sulzberg BürgerInnendialog in Sulzberg

Die Gemeinde Sulzberg bietet mit den “Bürgerdialogen” auf der Gemeindehomepage einen ganz besonderen Dienst an. Sie erreicht damit bei Umfragen eine stolze Beteiligung von bis zu 10% der Bevölkerung. Behandelt wurden bereits Themen aus dem Bereich Abfalltvermeidung, Straßenbeleuchtung u.v.m. “Manche Entscheidungen wären ohne die Umfragen über die Homepage niemals in dieser Form gefallen”, so Erwin Steurer von der Gemeinde Sulzberg. Den aktuellen “Bürgerdialog” der Gemeinde Sulzberg findet ihr  hier.

 

Lauterach„FAHR RAD ALL TAG“ im Lauteracher Fenster

Alle vier Wochen wird unter der Kampagne “Fahr Rad all Tag” im „Lauterach Fenster“ ein Artikel über aktive FahrradfahrerInnen veröffentlicht. Die Kampagne soll nicht das Autofahren schlecht machen, sondern Vorzüge des Radelns herausstreichen, indem „Fahrrad-HeldInnen“ begleitet und vorgestellt werden (z.B. Pfarrer, Liegerad-Fahrer, Arzt). Die Kampagne ist nicht nur aufgrund der regelmäßigen Veröffentlichung so erfolgreich: “die Leute kennen die Kampagne und kommen inzwischen von selbst, um veröffentlicht zu werden”, so Erwin Rinderer der Marktgemeinde Lauterach. Die aktuellle Ausgabe des “Lauteracher Fenster” ihr hier.

KümmerInnen als wichtigstes Element

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Gruppenarbeiten, die sich mit dem Thema “Zielgruppen”, “Bild und Bilderrechte” sowie dem “Angebot des e5-Landesprogramm” beschäftigten. Am Ende der Veranstaltung blieben mehrere Eindrücke zurück:

  • Die KümmerInnen in den e5-Gemeinden halten die Öffentlichkeitsarbeit aufrecht und sind somit ein wichtiges Element für dessen Erfolg.
  • Für qualitativ hochwertige Öffentlichkeitsarbeit benötigt es nicht immer einen großen zeitlichen oder finanziellen Aufwand – manchmal ist weniger mehr!
  • Mit dem „Erzählen von Geschichten“ die Möglichkeit, Inhalte so zu transportieren, dass sie auch im Gedächtnis bleiben.

Wir danken allen TeilnehmerInnen sowie den Referenten für die spannenden Beiträge. Bis zum nächsten Jahr!