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Energieberatung auf Rekordhoch - Kompetente und kostenlose Unterstützung auf dem Weg raus aus Öl und Gas

Über die Hälfte aller Wohnhäuser in Vorarlberg werden mit Öl oder Gas beheizt. Das soll sich ändern, meinen zahlreiche EigentümerInnen. Auf der Suche nach der besten Alternative ist die Energieberatung von Land und Energieinstitut Vorarlberg eine wichtige Anlaufstelle. Aufgrund der aktuellen energiepolitischen Lage und der attraktiven Förderungen ist die Energieberatung gefragt wie noch nie zuvor. Land und Bund fördern den Umstieg auf nachhaltiges, umweltfreundliches Heizen in noch nie dagewesenem Umfang: Allein heuer stehen noch über 440 Millionen Euro an Fördergeld zur Verfügung. Mit Unterstützung des Landes werden die personellen Kapazitäten des Energieinstituts für die Energieberatung weiter aufgestockt, so Landeshauptmann Markus Wallner und Energielandesrat Daniel Zadra im Pressefoyer am 19. April 2022.

Wer eine neue Heizung installieren will, wird vom Energieinstitut Vorarlberg auf der Suche nach der Alternative zum Ölkessel oder zur Gastherme produktneutral beraten. Dieses vom Land geförderte und daher für Privatpersonen kostenlose Angebot einer „Raus aus Öl und Gas“-Beratung wurde 2021 weit über 700 Mal in Anspruch genommen. Das war ein Rekordwert in der Geschichte der Energieberatung, doch dieser wurde heuer bereits im März (!) übertroffen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Unsicherheit bei Gaskunden stehen die Telefone im Energieinstitut nicht mehr still.

„Aufgrund der Notwendigkeit, möglichst rasch aus Öl und Gas in der Raumwärme auszusteigen, werden wir unser Möglichstes tun, um auch bei steigender Nachfrage eine qualitativ hochwertige und produktneutrale Beratung sicherzustellen. Das gilt für Privatpersonen genauso wie für Unternehmen, die nicht nur als Energieverbraucher, sondern mit ihren großen Dachflächen auch als Energieproduzenten eine Schlüsselrolle auf dem Weg zur Energieautonomie Vorarlberg spielen, “ versichert Landeshauptmann Markus Wallner.

Umso erfreulicher ist für Wallner, dass sich die Zahl der Anfragen von Unternehmen seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hat. Die Hauptthemen: Gasheizung ersetzen und Photovoltaik-Anlagen bauen. „Das bestätigt, dass die Unternehmen diese Verantwortung auch wahrnehmen wollen“, sagt Wallner.

Einkommensschwache nicht vergessen

Obwohl der Umstieg auf nachhaltiges, umweltfreundliches Heizen kräftig gefördert wird (siehe unten), können die finanziellen Möglichkeiten der Betroffenen mit den erforderlichen Investitionen nicht immer mithalten.

Landesrat Zadra verweist daher auf die Aktion „Sauber heizen für alle“: „Damit haben Bund und Land einen Fördertopf geschaffen, der jene Menschen unterstützt, die unter den Kostensteigerungen am meisten leiden, nämlich Personen in einkommensschwachen Haushalten. Hier übernimmt die öffentliche Hand bis zu 100 Prozent der Kosten für den Heizungstausch, gedeckelt mit einer maximalen Kostenobergrenze.“ Auch hier hilft die Energieberatung dabei, die geeignete Alternative zur Öl- oder Gasheizung zu finden.

Attraktive Förderungen für den Umstieg beim Heizen

  • Der Ersatz von Öl-, Gas- und Festbrennstoffheizungen wird – je nach Alternative – mit bis zu 11.500 Euro gefördert. Beim Anschluss an eine Nahwärme winken sogar bis zu 13.500 Euro. Außerdem können Sanierungsmaßnahmen am Gebäude oder der Heizung ab heuer steuerlich geltend gemacht werden.
  • In einkommensschwachen Haushalten werden bis zu 100 Prozent der Kosten für den Heizungstausch übernommen (wobei österreichweite Kostendeckel dafür sorgen, dass in Vorarlberg die Kosten für das neue Heizsystem in der Regel über diesem Deckel liegen).
  • Viele Vorarlberger Gemeinden unterstützen den Einsatz erneuerbarer Heizungen mit weiteren Zuschüssen. Siehe dazu: www.energieinstitut.at/buerger/foerderungen/gemeindefoerderungen/
  • Die Förderungen für Photovoltaik stehen ab 21. April auf neuen Beinen. An diesem Tag erfolgt der Förderstart im Rahmen des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG). Für die Photovoltaik stehen im Rahmen des EAG heuer 240 Millionen Euro bereit. Die neuen Förderungen sind ein hochwillkommenes Instrument, um die Ausbaugeschwindigkeit bei der Photovoltaik in Vorarlberg hoch zu halten, denn jede PV-Anlage auf einem Hausdach ist ein Schritt in Richtung Energieunabhängigkeit.
  • Unternehmen erhalten für zahlreiche Maßnahmen teils großzügige Förderungen. Alle Maßnahmen im Überblick auf www.energiecheck.at bzw. www.umweltfoerderung.at

Alternative zur Öl- oder Gasheizung zu finden.


Energieberatungskapazitäten werden aufgestockt

Der gegenwärtige Run auf die Energieberatung führt dazu, dass die Ratsuchenden trotz bereits deutlich aufgestockter Kapazitäten derzeit längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. „Alle verfügbaren Beraterinnen und Berater sind im Einsatz. Aber obwohl alle unsere Beschäftigten Enormes leisten, reicht das nicht aus, um die derzeit etwa um das Zehnfache über dem üblichen Niveau liegende Zahl der Anfragen zu bewältigen“, erklärt Energieinstitut-Geschäftsführer Josef Burtscher: „Wir haben bereits sieben neue EnergieberaterInnen im Einsatz und sind dabei, die Kapazitäten weiter auszubauen.“

Digitale Unterstützung bei der Heizungswahl

Neben den klassischen Vorort- und Telefonberatungen setzen die BeraterInnen im Energieinstitut stark auf digitale Kanäle. „Unsere Onlinewerkzeuge ‚Heizi‘ und ‚Hexit‘ helfen bei der Heizungswahl“, erläutert Engstler. „Auf unserer Website www.energieinstitut.at finden sich außerdem aktuelle Infovideos und grundsätzliche Überlegungen zum Ersatz von Öl- und Gasheizungen.“

„Rufen Sie uns nicht an, wir rufen Sie an!“

  • Die produktneutrale Energieberatung im Energieinstitut Vorarlberg gibt es seit über 30 Jahren.
  • Derzeit ist ein Team aus rund 30 Beraterinnen und Beratern im Einsatz. Die Vorort-Beratungen werden vor allem nebenberuflich von BeraterInnen durchgeführt, die im Hauptberuf etwa als Architektin oder Gebäudetechniker tätig sind. Die Beratungen per Telefon und E-Mail sowie Spezialfragen werden von den ExpertInnen im Energieinstitut Vorarlberg übernommen.
  • Eine Vorort-Beratung zur Heizungswahl nimmt inklusive An- und Abfahrt und Erstellung eines Protokolls etwa vier Stunden in Anspruch, weshalb gerade die nebenberuflichen BeraterInnen kaum mehr als zwei Beratungen pro Woche durchführen können.
  • 2021 haben über 3.500 Personen Fragen an die Energieberatung gerichtet, 759 Mal wurde vor Ort zur Heizungswahl beraten. Ein Rekordwert in der Geschichte der Energieberatung.
  • Anmeldung zur Energieberatung unter www.energietelefon.at
  • Tipps zur Heizungswahl, die Links zu „Heizi“ und „Hexit“ sowie aktuelle Förderinfos auf www.energieinstitut.at/raus-aus-oel bzw. www.energieinstitut.at/raus-aus-gas
  • Energieberatung für Klein- und Mittelunternehmen: www.energiecheck.at

Die dringende Bitte an alle Ratsuchenden der Energieberaterin:

„Auf der Website www.energietelefon.at können Sie uns Ihre Kontaktanfrage übermitteln. So hängen Sie am Energietelefon nicht in der Warteschleife und wir melden uns verlässlich bei Ihnen.“