Das economicum betrachtet in seiner elften Session das Thema Sanierung aus sehr entgegengesetzten Perspektiven, und zwar von der Alphütte bis an die Nordsee und zwischen liebevollen Detailbetrachtungen und industriellen Serienprozessen.


Perspektive 1: Das industrielle Umsetzen energetisch hochwertiger Sanierungen

von Standardgebäuden im Geschoßwohnbau, und zwar mittels vorgefertigter Standardmodule. Ziel ist es, deren Grenzkosten wie in der Automobilindustrie von der Arbeit in Richtung Material zu verschieben (und dadurch zu senken). Auch im Sinne der EU, die eine Erhöhung der Sanierungsrate und der energetischen Sanierungsqualität fordert – eine „industrialisierte Renovation wave“ quasi.

Als Beispiele zeigen und diskutieren wir Initiativen aus Deutschland und den Niederlanden, wo der Staat die Nachfrageseite (x Millionen zu sanierende Wohneinheiten) mit der Angebotsseite (Gelingt es, x Mio Wohneinheiten zum Preis von y zu sanieren?) zu einem Sanierungsmarkt zusammengebracht hat.

Braucht es zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudebereich bald die Sanierung wie am Fließband? Bildachweis: Bundesarchiv, B 145 Bild-F003562-0006 / Unterberg, Rolf / CC-BY-SA 3.0

Perspektive 2: Das individuelle, fast liebevolle Einzelfallbetrachten

von Sanierungen im anspruchsvollen, teils erhaltenswerten Bestand. Und zwar mit hohen Anforderungen an planerische und handwerkliche Fertigkeiten – vielleicht als zukunftsträchtige Nische für das Vorarlberger Handwerk? Wir besprechen drei wertvolle Sanierungsbeispiele aus Vorarlberg.

Den Blick über den Tellerrand, Impulse für die Diskussion liefern fachkundige Gäste aus den Niederlanden, Deutschland und Vorarlberg. Außerdem gibt’s ausreichend Raum für den in den letzten Monaten schmerzlich vermissten Austausch mit Fachkolleginnen und Fachkollegen. Und alles natürlich in gewohnter economicum-Qualität.

Was Sie nach dem economicum 11 wissen könnten

  • Ist die standardisierte, industrielle Fertigung von Sanierungsbauteilen erstrebenswert? Was sind die Vorteile?
  • Gibt es in Zukunft eine “Gigafactory” für Sanierungselemente? Und wenn ja, in Vorarlberg oder vielleicht im günstigeren Ausland?
  • Bleiben für das kleinstrukturierte, regionale und hochqualifizierte Handwerk in Vorarlberg dann nur noch die Nischen, in denen Sanierungen für jedes Projekt individuell erarbeitet werden müssen?

Die Referenten

  • Marc Großklos, Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt (D)
  • Stefan Oehler, Architekt, Bretten (D)
  • Maarten Hommelberg, Stroomversnelling, Utrecht (NL)
  • Bernhard Breuer, Mag.arch., Schruns
  • Martin Ploß, Energieinstitut Vorarlberg, Dornbirn

Organisatorisches

  • Datum, Zeit: Donnerstag, 23. September 2021, 9:00 bis 16:30 Uhr (Eintreffen ab 08:30 Uhr)
  • Ort: Montforthaus, Feldkirch
  • Anreise: Zehn gemütliche Minuten Fußweg vom Bahnhof. Kostenpflichtige Parkplätze vor Ort.
  • Kosten: 95,- Euro (inkl. reichhaltiger Pausenverpflegung, Mittagessen und Apéro sowie umfassendem Tagungsband im Nachgang)
    Für Mitglieder der Partnerbetriebe Traumhaus Althaus ist die Teilnahme kostenlos.
  • Covid-19: Die Veranstaltung findet natürlich unter Einhaltung der zum Zeitpunkt geltenden Richtlinien statt. Änderungen am Programm oder der max. TN-Zahl bleiben daher vorbehalten.
    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur unter Vorlage eines 3G-Nachweises möglich (getestet, geimpft, genesen)!

 

Buchungen sind für diese Veranstaltung geschlossen.