Live im Betrieb bei möbel.handwerk Feldkircher

Klimaneutrales Unternehmen: Ökologie und Effizienz in jeder (Holz)Faser! Das ist möbel.handwerk Feldkircher, wo zwölf Mitarbeiter*innen ausschließlich Massivholzmöbel produzieren – und das 100 % frei von fossilen Energien.

02.07.2024
17:00
Wo Dr. Walter-Zumtobel-Straße 3, 6850 Dornbirn
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Werkstatt Feldkircher möbel.handwerk

Tischlermeister Hubert Feldkircher (Feldkircher möbel.handwerk) macht keine halben Sachen. Seit über 10 Jahren entwickelt er Schritt für Schritt seinen Betrieb in Richtung Ökologie und Energieeffizienz. Im Neubau, der 2022 bezogen worden ist, gipfelt nun diese unternehmerische Einstellung und führt zu einem CO2–freien Unternehmen.

Neubau aus 100 % Holz

Bei der Planung des Firmengebäudes wurde von Hubert Feldkircher konsequent alles aus nachwachsenden Materialen spezifiziert, was überhaupt machbar ist. Beginnend bei der Statik mit tragenden Säulen aus Baubuche, über die Wände aus Holz-Ständer-Bauweise mit Zellulosedämmung bis zur Innenverkleidung aus 3-Schicht-Fichtenplatten und der Inneneinrichtung aus Vollholzmöbeln, wurden kein Stahl, keine Spanplatten und keine OSB-Platten verarbeitet. Sogar der Liftschacht ist aus Holz gefertigt, auf die übliche aussteifende Betonwand konnte verzichtet werden.

Diese Materialwahl bewirkt nun für alle Mitarbeitenden eine gesunde, inspirierende Arbeitsumgebung. Dabei stehen die geschätzten 10% Mehrkosten (im Vergleich zur klassischen Sandwich-Bauweise) einer extrem kurzen Bauzeit von 6 Monaten (vom Spatenstich bis zum Einzug) entgegen.

Umluft-Absaugung entlastet die Holzheizung

Durch die Entscheidung alle produzierten Möbel-Oberflächen nur mit Wachsen und Ölen zu behandeln, fallen keine Lösungsmittel an, die von einer Abluftanlage weg gelüftet werden müssten. Das spart viel Heizenergie. 
Die Heizung selber wird mit Abfallholz der Tischlerei betrieben. Die Holzabfälle werden gehackt und aus Brandschutzgründen zu faustgroßen Briketts gepresst. Wieder ein Beitrag zu null CO2.

Substratwahl erlaubt Dachbegrünung mit PV (und Batterie) zu kombinieren

Der Jahresertrag der 72 kWp Photovoltaik-Anlage ist höher als der gesamte Stromverbrauch des Unternehmens. Durch einen großen Batteriespeicher von 100 kWh ist es möglich 55% des gesamten Stromverbrauchs aus selbst hergestelltem PV-Strom zu decken (55 % Autarkiegrad). Der Rest wird als Ökostrom bezogen. 
Rund um die PV-Anlage sind mit unterschiedlichen Substrathöhen geschickt zwei Bereiche geschaffen worden: hoher Substrataufbau für einen Blumenbereich, daneben niedrige Substrathöhe für extensive Begrünung und PV-Anlage. 

Die eAutos des Unternehmens tanken tagsüber PV-Strom an den 10 eigenen Ladestationen, welche mit Lastmanagement versehen sind oder Nachts den Strom aus der Batterie. Mit diesen eAutos wird wiederum CO2-frei ausgeliefert. Von Mailand bis Berlin spannt sich das Vertriebsgebiet des Unternehmens.
Die Batterie hat übrigens noch einen zweiten Nutzen: allfällige Stromspitzen des Betriebes werden aus der Batterie bedient, und nicht aus dem Stromnetz. Dadurch reduzieren sich die Kosten für Stromspitzen aus dem Netz, die unerwartet hoch sind.

Sprecher: Hubert Feldkircher (GF Feldkircher möbel.handwerk)

Live im Betrieb bietet interessierten Entscheider*innen einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens.
Schauen Sie sich das Live an. Diese Konsequenz erlebt man selten!