In einem europaweit einzigartigen Lehrgang wurden 24 neue kommunale Klimaschutzbeauftragte in Vorarlberg, Tirol und Südtirol ausgebildet. Der Lehrgang zur/zum kommunalen Klimaschutzbeauftragten findet auch 2021 wieder statt.

Klimaschutz fängt in der Gemeinde an, sind sich die fünf frischgebackenen kommunalen Klimaschutzbeauftragten aus Vorarlberg einig. Gemeinsam mit 19 Kolleginnen und Kollegen aus Tirol und Südtirol büffelten sie deshalb von September bis Dezember knapp zwei Wochen lang kommunale Klimaschutzthemen. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden standen dabei im Mittelpunkt.

Die frischen kommunalen Klimaschutzbeauftragten aus Vorarlberg, Tirol und Südtirol bei der Zertifikatsübergabe in Innsbruck. Bild: Klimabündnis Tirol/Reuter

Die frischen kommunalen Klimaschutzbeauftragten aus Vorarlberg, Tirol und Südtirol bei der Zertifikatsübergabe in Innsbruck. Bild: Klimabündnis Tirol/Reuter

Aus dem Klimaschutzlehrgang in die konkrete Umsetzung

Die Ideen aus dem Lehrgang finden auch sogleich Eingang in die Praxis: In Feldkirch wird es zukünftig spezielle Förderungen für Maßnahmen im Bereich Klimawandelanpassung geben, beispielsweise für Gründächer. Für Götzis wurde mit dem „Klimabaum-Konzept“ eine konkrete Entscheidungshilfe für die Grünraumplanung und die Neupflanzung von Bäumen im Siedlungsgebiet erarbeitet. Und in Rankweil entstand mit der Idee des „Rank’ler Bodenlehrpfads“ ein Vermittlungsangebot zum Thema Bodenschutz für Kinder und Jugendliche.

Damit die kommunale Klimaschutzarbeit noch besser gelingt

„Die Referentinnen und Referenten waren spürbar nah an der Praxis. Sie haben mir Werkzeuge in die Hand gegeben, mit denen ich in meiner Gemeinde konkrete Klimaschutzmaßnahmen noch besser umsetzen kann“, berichtet Nikola Kern von der Marktgemeinde Rankweil. „Der intensive Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen hat darüber hinaus meine persönliche Motivation weiter gestärkt!“

Nikola Kern von der Marktgemeinde Rankweil hat den Klimaschutzlehrgang 2019 erfolgreich absolviert. Bild: Klimabündnis Tirol/Reuter

Nikola Kern von der Marktgemeinde Rankweil hat den Klimaschutzlehrgang 2019 erfolgreich absolviert. Bei der Zertifikatsübergabe in Innsbruck wird sie flankiert von Carmen Jungmayr (li) und der Tiroler LH-Stellvertreterin Ingrid Felipe (re). Bild: Klimabündnis Tirol/Reuter

Gelernt haben die Teilnehmenden übrigens von Lehrgangs-Schirmherrin Helga Kromp-Kolb genauso, wie von den Gemeinden selbst: So wurden unter anderem das preisgekrönte Gemeindeamt und der Kindergarten in Zwischenwasser und das Altstoffsammelzentrum der e5-Stadt Feldkirch besucht.

Konkrete Perspektiven und Impulse stehen im Vordergrund

„Uns ist es wichtig, einen praxisnahen Lehrgang anzubieten, in dem sich die Teilnehmenden in eigene Klimaschutzprojekte vertiefen können. Daraus entstehen in den Gemeinden neue Perspektiven und Impulse im Klimaschutz“, hält Carmen Jungmayr, Bildungsleiterin im Energieinstitut Vorarlberg, fest und ergänzt: „Der Lehrgang fokussiert zwar auf Gemeinden, steht aber auch Teilnehmenden aus anderen Institutionen offen. So nehmen beispielsweise auch regelmäßig Personen aus dem kirchlichen Umfeld oder der Wirtschaft teil.“

Beim Klimaschutzlehrgang kommt auch die Atmosphäre nicht zu kurz. Bild: Klimabündnis Tirol

Beim Klimaschutzlehrgang kommt auch die Atmosphäre nicht zu kurz. Bild: Klimabündnis Tirol

Der nächste Lehrgang findet 2021 statt

Das Energieinstitut hat den Lehrgang gemeinsam mit dem Klimabündnis Tirol und dem Klimabündnis Südtirol bereits zum fünften Mal angeboten. Der nächste Lehrgang zum/zur kommunalen Klimaschutzbeauftragten findet 2021 statt. Bei Interesse melden Sie sich einfach per E-Mail an bildung@energieinstitut.at oder direkt bei Carmen Jungmayr (05572 31 202-75). Wir informieren Sie dann gern über den genauen Termin, sobald er feststeht.

Impressionen vom Lehrgang 2019