Das Projekt „Elektrisch Mobil im Vorderwald“ nutzte die Vorerfahrungen des Pilotprojekts „Gut – Genug“ in der Energieregion Vorderwald, und bildete 17 Menschen aus acht Gemeinden zu AlltagsexpertInnen und MultiplikatorInnen aus. Zusätzlich wurde eine Begleitgruppe von 11 Personen mit einbezogen, die beratend und betreuend die TeilnehmerInnen unterstützte.

Ausbildung zu AlltagsexpertInnen

Unwissen und Halbwissen zu Themengebieten wie Ökobilanz, Strombereitstellung, notwendigen Reichweiten, Sicherheit oder Kosten von elektrischer Mobilität verzerren z.T. noch immer die öffentliche Wahrnehmung der Elektromobilität. In drei Ausbildungsworkshops und einer Exkursion in die Schweiz wurden deshalb die wichtigsten Themen rund um die Elektromobilität vorgestellt und intensiv bearbeitet. Wichtiges Ziel war es, das eigene Mobilitätsverhalten generell kritisch zu hinterfragen und auf Optimierungspotentiale zu überprüfen.

Begleitende Praxistests

Begleitend stand den TeilnehmerInnen eine Versuchsflotte unterschiedlicher Elektrofahrzeuge, von Pedelecs, über Elektromopeds, Elektromotorräder, PKWs und Lieferwägen zur Verfügung. Durch das Testen der Fahrzeuge konnten Erfahrungen gesammelt und die Anwendungsfreundlichkeit geprüft werden. 

15 konkrete Mobilitätsprojekte umgesetzt

Mit dem Vorwissen der Ausbildungsworkshops und der Hilfe der Begleitgruppe und der Projektleitung (Kairos und Energieregion Vorderwald) wurden von den TeilnehmerInnen anschließend 15 individuelle Projekte umgesetzt und in einer eigenen Schlussveranstaltung präsentiert. Die Mitwirkung und Projektumsetzung der TeilnehmerInnen wurde mit Einkaufsgutscheinen der Heimatgemeinden in Höhe von je 300 Euro honoriert. Das führte zu einer hohen Verbindlichkeit und einer hohen Qualität der umgesetzten Projekte.

Intensive Breitenwirkung für die Elektromobilität

Mit „Gut – Genug: Elektrisch Mobil im Vorderwald“ konnte eine intensive Breitenwirkung in der Bevölkerung erreicht werden. In den 15 Mobilitätsprojekten waren ca. 270 Personen direkt eingebunden, indirekt wurden fast 1.000 Menschen erreicht. Ein riesiges Feld von Menschen die unmittelbar von den Vorteilen und von der Praxistauglichkeit der Elektromobilität überzeugt werden konnten. Eine Auswirkung der Elektromobilitätsveranstaltung und die Folge des Engagements der Gut – Genug Teilnehmer, des Pfarrers und der Gemeinde zeigt sich in Sulzberg in konkreten Zahlen. Auf den Straßen der knapp 2.000 Einwohner-Gemeinde sind bereits 18 Elektroautos unterwegs.

Beispielhafte Projekte der TeilnehmerInnen

  • E-Mobilität in der Hauskrankenpflege Vorderwald
  • e-pimp your bike: Fahrrad elektrifizieren
  • Carsharing in der Nachbarschaft
  • lingeNOW: Ein Auto für viele
  • Elektro-Mobilitäts-Rap
  • „Bring ma mit!“: Mitbringdienst leicht gemacht
  • Elektromobilitätsveranstaltung in Sulzberg
  • Mobilitäts-Check an der Neuen Mittelschule Hittisau

„Als Gesundheits- und Krankenschwester liegt mir nicht nur die Gesundheit der Menschen am Herzen, sondern auch die Gesundheit der Welt. Für mich ist es besonders wichtig, mir dieser Verantwortung und der Möglichkeit, die Zukunft positiv mitzugestalten, bewusst zu sein.“ Michaela Bartenstein, Teilnehmerin Gut – Genug: Elektrisch Mobil

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Die ProjektteilnehmerInnen von Gut Genug: Elektrisch Mobil im Vorderwald