34 Teilnehmerinnen aus der energieregion vorderwald und dem Großen Walsertal arbeiteten knapp ein Jahr am Pilotprojekt „Gut – Genug: Einkaufen und essen was uns und dem Klima gut tut“, eines von 11 Leitprojekten der österreichischen Klima- und Energiemodellregionen im Jahr 2014.

Alltägliche Kaufentscheidungen

Die Teilnehmerinnen erhielten in vier gemeinsamen Treffen Hintergrundinformationen zu den Wirkungen alltäglicher Entscheidungen auf uns und unser Klima. Anschließend entwickelten sie Wege, um ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten. Ihre Erfahrungen gaben die Teilnehmerinnen in Form eines eigenen Projektes oder einer eigenen Veranstaltung weiter und wurden zu Multiplikatorinnen in den Gemeinden. Die Teilnehmerinnen verpflichteten sich an mind. drei Treffen teilzunehmen, als Aufwandsentschädigung erhielten sie bei der Abschlussveranstaltung 400 Euro in Einkaufsgutscheinen der Gemeinde.

Individuelle Wege

Gut – Genug bot den Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich den jeweils passenden eigenen Weg zu erarbeiten. Unterschiedlichste Themen wurden je nach Interessenslage in Projekten verarbeitet. Als erstes Projekt wurde beispielsweise das „S’Krims Krams“ in Hittisau umgesetzt, in dem gut erhaltene Alltagsgegenstände angenommen und gratis weitergegeben werden. In einem anderen Projekt wurde das Sortiment an nachhaltigen Lebensmitteln im fußläufig erreichbaren Nahversorger im Sulzberger Ortsteil Thal vergrößert.

Gut-Genug Projekte

Insgesamt wurden 22 Gut – Genug Projekte realisiert, darunter ein Gemeinschaftsgarten, ein Bonussystem für wiederverwendbare Einkaufstaschen, eine Obstbörse, unterschiedliche Schulprojekte, Selber-mach-Workshops, Vorträge und Exkursionen.

Deutliche Verhaltensänderungen

Im Zug einer begleitenden Wirkungsanalyse konnte nachgewiesen werden, dass die gewählte Methode zu deutlichen Verhaltensänderungen und konkreten Einsparungen (2,2 t CO2-equ. pro Teilnehmerin und Jahr) in den jeweiligen Lebensstilen der Teilnehmerinnen führte. Vor Beginn des Projekts nahmen weniger als die Hälfte der Teilnehmerinnen den Klimaschutz als größte Herausforderung wahr. Nach Abschluss des Projekts stieg dieser Wert auf fast 94%.

„Entscheidend war, dass die Teilnehmerinnen, allesamt für Haushalte mit Kindern verantwortlich, einer Verhaltensänderung von Anfang an sehr positiv gegenüber standen. Das überragende Engagement der Teilnehmerinnen bei der Umsetzung von eigenen Projekten übertraf dann alle in das Pilotprojekt gesetzte Erwartungen.“, so Monika Forster, Energieregionsmanagerin

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