Die Stadt Dornbirn zeigt mit zahlreichen Kooperationen wie kommunale Themen zu aktuellen Forschungsschwerpunkten werden können. Damit leisten sie einen wirksamen Beitrag zum praxisorientierten Lernen an den Schulen und profitieren gleichzeitig von den spannenden Ergebnissen.

Kommunale Forschung an der FHV

Der Studiengang „Energietechnik und Energiewirtschaft“ der FH Vorarlberg schreibt seit 2014 Masterarbeiten und Energieprojekte aus. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dornbirn ist seither ein wichtiger Bestandteil. Insgesamt vier Masterarbeiten wurden bereits an die StudentInnen vergeben. Neben der Untersuchung des Abwärmepotentials auf dem Stadtgebiet und der Rentabilität eines Kleinwasserkraftwerks, wurden die Energieeffizienz und die alternative Faulgasnutzung der Abwasserreinigungsanlage von den Studierenden untersucht. Mit Erfolg! Die ersten Ergebnisse befinden sich bereits in Umsetzung.

Praxisorientiertes Lernen an der HTL

Die angedachte PV-Anlage auf dem Rathauszubau wurde zum Anlass genommen ein Kooperationsprojekt mit der HTL Bregenz ins Leben zu rufen. Dabei wurden die Schüler in den gesamten Prozess miteinbezogen: Von der Erstellung eines Lastprofils und der Dimensionierung der Anlage über die Wirtschaftlichkeitsberechnung und Angebotseinholung bis zur Erstellung des Bau- und Förderantrags. Die 20 kWp Anlage ging 2015 erfolgreich in Betrieb und wurde von den Schülern stolz begutachtet. 

Auch die Steuer- und Regelungstechnik des Kindergartens Mittebrunnen wurde gemeinsam mit Schülern der HTL Bregenz erneuert. Neben der Erhebung der Ist-Analyse und der Erstellung des  Leistungsverzeichnisses durften die Jugendlichen beim Schaltschrankbau selbst Hand anlegen. Und auch die Gemeinde profitiert: Nach nur einem halben Jahr Laufzeit konnte der Energieverbrauch des Kindergartens um knapp 10% gesenkt werden.

 Bekenntnis zur Zusammenarbeit: Auf dem Papier und in der Praxis

Die Zusammenarbeit mit Schulen und Forschungseinrichtungen hat die Stadt im Dornbirner Umweltprogramm festgeschrieben. Doch Papier ist geduldig! Deshalb braucht es in der Praxis einen „Kümmerer“, der die  SchülerInnen und StudentInnen inhaltlich und organisatorisch unterstützt. In Dornbirn ist das Andreas Müller, der selbst die HTL Bregenz besucht hat und weiß, wie schwer es ist praxisorientierte Abschlussarbeiten zu finden. Er vermittelt die Projekte und unterstützt die Lernenden wo es nötig ist.

„Die Zusammenarbeit mit der FHV und der HTL Bregenz ermöglicht es, den Schülern und Studenten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.“ Andreas Müller, Energiebeauftragter der Stadt Dornbirn

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