Karl-Heinz Kaspar, Gründer und 21 Jahre lang Leiter des e5-Landesprogramms für energieeffiziente Gemeinden, ist am 19. Oktober von Landeshauptmann Markus Wallner mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes geehrt worden. Mehr als verdient – durch sein Engagement, seine Ausdauer und Leidenschaft schaffte er es die politischen Akteure in den Gemeinden zu motivieren sich vehement für erneuerbare Energieträger, Umwelt- und Klimaschutz einzusetzen. Heute ist das e5-Landesprogramm und die Veränderungen die es quer über das Land angestoßen hat nicht mehr wegzudenken.

Die Laudatio bei der Übergabe des Verdienstzeichens hielt der ehemalige Energielandesrat Erich Schwärzler, der von der Gründung 1998 bis fast zum Ende von Kaspars gesundheitsbedingt 2019 beendeter Tätigkeit politischer Wegbegleiter des e5-Landesprogramms war. Er hob vor allem die Menschlichkeit, Zielstrebigkeit und Begeisterungsfähigkeit eines für das Land wichtigen Pioniers hervor und gratulierte Karl-Heinz Kaspar zu seinem Lebenswerk.

Wir freuen uns von Herzen mit Karl-Heinz über diese verdiente Anerkennung und Wertschätzung.

Laudator Alt-Landesrat Erich Schwärzler, Landesrat Johannes Rauch, Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner nehmen Karl-Heinz Kaspar in die Mitte. Bild: A. Serra

 

Das e5-Landesprogramm – von der Idee zum nationalen und internationalen Erfolgsprogramm

Im Sommer 1997 schrieb Karl-Heinz Kaspar in Anlehnung an das Schweizer Modell „Energiestadt“ sein Konzept für das „e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden“ und präsentierte es am 1. April 1998 den Vorarlberger Gemeinden.

Die ursprüngliche Idee, maximal 10 Gemeinden innerhalb von 5 Jahren in das e5-Programm aufzunehmen, wurde bereits nach zwei Monaten erreicht. Und bereits im selben Jahr führten Tirol und Salzburg das e5-Programm unter der Anleitung von Karl-Heinz ebenfalls ein. Weitere Bundesländer folgten und Karl-Heinz initiierte 2004 die Gründung des Vereins „e5-Österreich“, welcher seither das e5-Programm österreichweit koordiniert und verbreitet.

Die Erfolgsstory wurde auf europäischer Ebene weitergeschrieben. Unter aktiver Mitarbeit von Karl-Heinz entstand 2002 der European Energy Award®, welchem das e5-Programm zum großen Teil als Vorlage diente.

Die Energieautonomie Vorarlberg als Partnerin

Das e5-Landesprogramm war seit jeher eng mit dem Land verbunden. Im Jahr 2011 startete die Energieautonomie Vorarlberg. Die e5-Gemeinden waren von Anfang an als enge Partnerinnen mit den Zielsetzungen der Energieautonomie Vorarlberg verwoben und unterzeichneten entsprechende Erklärungen.

Einen wesentlichen Einfluss hatte Karl-Heinz auch auf die KEM-Regionen. Seine 2013 abgeschlossene Masterthesis „Qualitätsmanagement für Energieregionen“ dient heute als Basis des Qualitätsmanagements für alle 105 österreichischen Klima- und Energiemodellregionen.

Danke Karl-Heinz für dein unermüdliches Engagement!

Zuletzt aktualisiert am 29. Oktober 2021