Die Fahrradstraße ermöglicht es in dicht verbauten Siedlungsgebieten eine attraktive Schnellverbindung für den Alltagsradverkehr einzurichten, ohne dass hohe Baukosten anfallen oder zusätzliche Freifläche verbaut werden muss. Mit Hilfe von Fahrradstraßen ist es möglich auch in bestehenden Siedlungsräumen ein durchgängiges Netz an Alltagsradrouten zu etablieren. Einen Überblick über weitere Instrumente zur Förderung des Aktiv-Verkehrs und der Siedlungsorientierten Gestaltung von Verkehrsräumen finden Sie unter Downloads.

Seit dem 1. April 2013 können Gemeinden in Österreich Straßenverbindungen mit großer Bedeutung für den lokalen oder regionalen Radverkehr als Fahrradstraße verordnen. Fahrradstraßen ermöglichen ein schnelles und sicheres Vorankommen für Radfahrende, ohne dabei den KFZ-Verkehr auszuschließen. 

Welche Regeln gelten in einer Fahrradstraße?

  • Für alle Fahrzeuge gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h, so dass Radfahrer nicht durch schnell fahrende Kraftfahrzeuge gefährdet werden.
  • Radfahrende dürfen auf Fahrradstraßen ganz offiziell nebeneinander fahren.
  • Auf einer Fahrradstraße können Radfahrende und Autofahrende gleichermaßen unterwegs sein.
  • Anrainer von  Fahrradstraßen können mit dem PKW ganz normal zu- und abfahren.
  • Die Durchfahrt ist für PKWs und LKWs standardmäßig nicht vorgesehen, kann bei Bedarf aber von der Gemeinde ermöglicht werden.

Einsatzkriterien für Fahrradstraßen

  • Fahrradstraßen sollten für Hauptradrouten eingesetzt werden. Daher sollte die Fahrradstraße nicht nur auf einer kurzen Distanz sondern über eine längere Strecke verordnet werden.
  • Um Radfahrenden ein gleichmäßiges Vorankommen zu ermöglichen, sollten querenden Straßen den Fahrradstraßen den Vorrang geben.
  • Die Kfz-Belastung auf der Fahrradstraße sollte nicht zu hoch sein.  
  • LKW Verkehr darf nur in geringem Maße stattfinden. Gegebenenfalls sind Kontrollen oder bauliche Maßnahmen notwendig.

Unter dem Bereich Downloads finden Sie einen umfassende Darstellung von Nutzen, Eignungs- und Anforderungskriterien an Fahrradstraßen sowie einen Überblick über die in der Straßenverkehrsordnung verankerten Instrumente zur Förderung des Aktiv-Verkehrs und der siedlungsorientierten Gestaltung von Verkehrsräumen.