Mit der Schaffung des bugo-Platzes ist es der e5-Gemeinde Göfis gelungen ein belebtes Ortszentrum mit großer Aufenthaltsqualität zu schaffen. Zudem konnte die Gemeinde durch Zukauf von Gebäuden ihre Nahversorger im Ort erhalten. Damit zeigt Göfis, wie eine Gemeinde aktiv zu einem lebendigen und nachhaltigen Dorfleben beitragen kann.

Göfis ist durch die Nähe zu Feldkirch, Rankweil und Frastanz ein attraktiver Wohnort, wodurch in den letzten Jahren viel Zuzug in die Gemeinde stattgefunden hat. Die Befürchtung der Gemeinde war daher, dass Göfis zu einer reinen Wohngemeinde wird und das gesellschaftliche Miteinander immer mehr in den Hintergrund rückt. So setzte sich die Gemeinde das Ziel ein lebendiges Ortzentrum zu schaffen — einen Treffpunkt für Jung und Alt.

Die Idee vom lebendigen Ortszentrum

Als Auftakt ist wohl der Zukauf eines alten Hauses im Göfner Zentrum durch die Gemeinde zu nennen. Das Gebäude wurde saniert und liebevoll zu einer Bücherei, der bugo, umgebaut.

Schnell wurde die neue Bücherei zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Nicht zuletzt auch aufgrund der attraktiven Öffnungszeiten, denn die Bücherei öffnet an Werktagen ganztätig ihre Tore. Zudem besteht im angeschlossenen Café kein Konsumationszwang — dies lädt zum Zeitung lesen, zum Austausch oder einfach zum Verweilen ein.

Vom trostlosen Parkplatz zum belebten Treffpunkt

Als zunehmend störend wurde allerdings der zugeparkte Platz vor der Bücherei und dem Café empfunden. Dieser wertete die Gesamtoptik und die Aufenthaltsqualität einfach ab. Die Gemeinde beschloss daher den Parkplatz rückzubauen und stattdessen einen attraktiven Platz für Veranstaltungen und Märkte zu schaffen.

Für diese Pläne gab es im Vorfeld kritische Stimmen und Bedenken aus der Bevölkerung – die Reduzierung von Parkplatzmöglichkeiten ist seit jeher ein schwieriges und emotional aufgeladenes Thema. Die Gemeinde entschloss sich dennoch das Projekt zielgerichtet umzusetzen und konnte den Umbau im Jahr 2015 erfolgreich abschließen.

Das Café der bugo-Bücherei lädt zum Lesen, Austauschen und Verweilen ein. Bild: Gemeinde Göfis

Begeisterung und Stolz in der Bevölkerung

Das Ergebnis spricht dabei für sich: Der Platz ist nun optisch deutlich aufgewertet und wird regelmäßig für Dorfmärkte und Kulturveranstaltungen genutzt. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten und im Sommer auch Liegeflächen, laden zum Verweilen und Begegnen ein.

Zusätzlich wurde auch der bugo-Garten eingerichtet. Dieser bietet besonders Kindern zahlreiche Möglichkeiten die Natur spielerisch zu erleben und sich kreativ zu entfalten. Kurz gesagt — der bugo-Platz hat die Gemeinde Göfis noch lebenswerter gemacht.

Nach kurzer Zeit waren auch die letzten Kritiker besänftigt — mittlerweile zeigt sich die Bevölkerung stolz über ihren neuen Treffpunkt. Ganz ohne Ausgleichsparkplätze war es aber auf Dauer doch nicht zu schaffen. So wurden etwas außerhalb neue Ersatzparkplätze errichtet. Dennoch konnte durch den bugo-Platz eine Verkehrsentlastung im Ortszentrum erreicht werden.

Weitere Maßnahmen gegen das Ortssterben

Göfis setzt schon länger Maßnahmen, um die Nahversorger und Gasthäuser im Ort zu erhalten. Hierfür wurden immer wieder Gebäude von der Gemeinde bzw. der Pfarre zugekauft und geeignete, zuverlässige Pächter gesucht. Dieser Initiative ist es zu verdanken, dass Göfis heute noch über eine Bäckerei, ein Gasthaus, einen Frisör und einen Lebensmittelnahversorger verfügt. Dies wiederum stärkt die Wertschöpfung im Ort, spart Fahrten mit dem PKW ein und stärkt die Gemeinschaft.

„Die bugo-Bücherei und der bugo-Garten sind zu beliebten Treffpunkten in unserer Gemeinde geworden und mittlerweile aus dem Dorfgeschehen nicht mehr weckzudenken. Und auch Veranstaltungen auf dem bugo-Platz, wie etwa die „bugo‘s sommersession“, bereichern das Kulturgeschehen in Göfis und steigern die Lebensqualität.“
Thomas Lampert, Bürgermeister Göfis

 

Zuletzt aktualisiert am 24. November 2020