Mit gutem Beispiel voran

„Man sollte möglichst vielen Leuten erzählen, was man tut – vor allem, wenn es etwas Gutes ist. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass es gut ist, was wir bei Wolford tun“, erklärt Andreas Röhrich, Leiter der Produktentwicklung bei Wolford.

Davon konnten sich die Teilnehmenden von Live im Betrieb, die der Einladung von Energieinstitut Vorarlberg und Terra Institute gefolgt waren, vor Ort bei der Firma Wolford AG in Bregenz selbst überzeugen:

Die Modeindustrie ist nach der Ölindustrie der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Welt.
Das Bregenzer Unternehmen Wolford zieht sich nicht aus der Verantwortung. Seit 2015 ist die Cradle to Cradle®-Philosophie ein wichtiger Baustein in der Unternehmensstrategie. Das bedeutet, dass für die Produkte nur Rohstoffe verwendet werden, welche recycelt oder biologisch abbaubar sind.

Bei einem BH etwa ist dies kein leichtes Unterfangen, besteht das Kleidungsstück doch aus hundert verschiedenen Komponenten, die alle gesundheitlich unbedenklich und abbaubar sein sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, war eine wichtige Voraussetzung, eine geschlossene Wertschöpfungskette in einem kleinen Umkreis zu gewährleisten. Die meisten Teile für die Produktion werden nun in der Region hergestellt.

Nachdem die Lebenszeit des Produktes zu Ende gegangen ist, kann es in einen Wolford-Shop zurückgebracht werden. Im Gegenzug erhält der Kunde einen Nachlass von zehn Prozent auf das nächste Cradle to Cradle®-Produkt. Anschließend wird das Produkt in einer industriellen Kompostieranlage zu Biogas oder Humus verwertet.


Flaschen im Kreislauf – ALPLA Kunststoff GmbH

Ein weiterer Vorarlberger Betrieb hat sich Recycling und Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben – oder eher auf die Flasche: ALPLA.
Als Global Player mit 20.000 Mitarbeitenden ist das Unternehmen für 0,5 Prozent der weltweiten Kunststoffproduktion verantwortlich und produziert etwa 50 Kilogramm Kunststoff in der Sekunde.

Flaschen im Kreislauf_cr Alpla

„Die unzähligen Bilder und Nachrichten der von Kunststoff verschmutzten Meere berührt auch das Unternehmen ALPLA“, erklärt Linda Mauksch, Corporate Sustainability Manager bei ALPLA, im Rahmen von „Live im Betrieb“.

ALPLA setzt daher stark auf Recycling und betreibt zwei eigene Recyclingwerke in Österreich und Polen und zwei Joint Venture in Deutschland und Mexiko. Die Kapazität der Betriebe liegt bei mehr als 65.000 Tonnen lebensmitteltauglichem rPET (recycletes PET) jährlich.

Der Großteil wird im Sinne der Kreislaufwirtschaft wieder zu neuen Flaschen verarbeitet.

Bereits jetzt kann ALPLA Flaschen herstellen, die zu 100% aus Recyclingmaterial bestehen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Entwicklung neuer Verpackungsmaterialien. ALPLA sieht dies als große Chance, um negative Umweltauswirkungen effektiv zu reduzieren. Deshalb arbeitet ALPLA auch mit pflanzenbasierten Biokunststoffen – zum Beispiel auf Zuckerrohrbasis.

 

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Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.energieinstitut.at/LiveImBetrieb

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