17Staatspreis Architektur und Nachhaltigkeit 2010: Gemeindezentrum St. GeroldFoto: Energieinstitut VorarlbergDas Gebäude machte sich stark und deutlich bemerkbar. Hervorgegangen aus einem gut vorbereitetem Wettbewerb wurde es mit möglichst viel Baumaterial aus der Region von re-gionalen Handwerkern und Firmen errichtet. In der Planungsphase wurden die Architekten und Fachplaner durch das Programm „nachhaltig Bauen in der Gemeinde“ unterstützt. Es sollte außerdem dem Passivhausstandard entsprechen und wurde im Auftrag von der Ge-meinde durch das Energieinstitut Vorarlberg als Passivhaus zertifiziert. Nach der ersten Heizperiode wurde ein deutlich höherer Energieverbrauch festgestellt. Die Presse schlagzeilte „Energieverbrauch um 500% höher als geplant“. Nach einer intensiven Suche nach den Ursachen durch den Experten Michael Braun (Energieinstitut Vorarlberg), die natürlich auch detaillierte Messungen erforderte, konnten drei Ursachen festgestellt und beseitig werden:1. Absenken der Solltemperatur der Wärmepumpe von den eingestellten 55°C auf die geplanten 37°C2. Reduktion des Luftvolumenstrom von den eingestellten 4.500 m2/h auf die geplanten 2.500m3/h3. Richtige Einstellung und Optimierung des Ansprechverhalten der BewegungsmelderDanach stimmte der gemessene Energieverbrauch mit dem berechnetem Energiebedarf überein. Selbstverständlich erfolgte eine Anpassung der Berechnung auf die realen Verhält-nisse: Klima, Innenraumtemperatur, innere Wärmequellen.
<
Page 9 |
Page 11 >