17Ergebnisse: SzenarienvergleichAbbildung 8: Installierte Leistung der wichtigsten Wandler erneuerbarer Energien (Sonne, Wind) im Jahr 2050 für vier untersuchte Szenarien (Quelle: [9])Für das erste der vier untersuchten Szenarien resultiert eine installierte Leistung für Wand-ler von Sonne und Wind in Strom von rund 365 GW in 2050. Ausgehend von der heute instal-lierten Leistung von etwa 90 GW bedeutet dies eine Vervierfachung dieses Wertes bis 2050. Eine weitreichendere Absenkung um etwa 70 GW ist möglich, wenn ein Ausstieg aus der Koh-leverstromung bis 2040 realisiert wird. Durch Verdrängung von Kohle – mit vergleichsweisen hohen spezifischen CO2-Emissionen – können andere Bereiche im Energiesystem mit fossilen Energieträgern versorgt werden, ohne auf regenerative Energien zurückgreifen zu müssen. Eine erhebliche Erhöhung der installierten Leistung ist notwendig, wenn die CO2-Emissionen stärker fallen sollen, nämlich auf 85 % – dann liegt die summarische installierte Leistung für Stromerzeugung aus Sonne und Wind bei 412 GW – oder auf 90 % mit einer summarischen installierten Leistung von 536 GW. Der Umbau des Energiesystems bedeutet einerseits, dass neue, zusätzliche Anlagen im Bereich der Energiewandlung und –speicherung installiert werden – z. B. Photovoltaik- und Windenergieanlagen oder stationäre Batteriespeicher und Anlagen zur Wasserstoffherstel-lung – und bedeutet andererseits, dass vorhandene Systeme beispielsweise im Bereich der Wärmeversorgung für Gebäude durch neue und teilweise andere Geräte ersetzt werden – z. B. der Ersatz von Gaskesseln durch Wärmepumpen. Dies erfordert entsprechende Inves-titionen einschließlich Ersatzinvestitionen für Altanlagen, die nach Ablauf der Lebensdauer aus dem Betrieb genommen werden. Diesen Investitionen stehen aufgrund der Schritt für Schritt abnehmenden Nutzung fossiler Brenn- und Kraftstoffe sinkende Kosten für den Im-port und die lokale Erzeugung fossiler Energieträger gegenüber. stellt die kumulativen Kosten von 2015 bis 2050 für den Umbau des Energiesys-tems gegenüber. Aus heutiger Sicht ist schwer absehbar, wie sich langfristig die Importkosten für fossile Energieträger entwickeln. Insbesondere wenn im globalen Maßstab Klimaschutz-politiken wirksam werden, wird dies einen Preisdruck in Richtung nicht oder nur geringfügig steigender Preise für fossile Rohstoffe erzeugen. Um dieser Unsicherheit Rechnung zu tra-gen wird die Kostenanalyse für unterschiedliche Preisentwicklungen durchgeführt.actionGoTo:20,
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