Förderung für Photovoltaikanlagen bis 5kW

Die Bundesregierung fördert über den Klima- und Energiefond (KLIEN) neu installierte, im Netzparallelbetrieb geführte Photovoltaik-Anlagen (keine Inselsysteme). Bei diesen Anlagen sollte möglichst viel des produzierten Stromes verbraucht werden, ohne dass er in das Stromnetz eingespeist wird. Neben Einzelanlagen sind auch Gemeinschaftsanlagen förderungsfähig, welche von mindestens zwei Wohn- bzw. Geschäftseinheiten genutzt werden.

Einreichen können natürliche sowie juristische Personen (z. Bsp. Privatpersonen, Betriebe und Vereine).
Die Förderung wird in Form eines einmaligen Investitionskostenzuschusses ausbezahlt.
Die Fördersätze sind für Einzelanlagen und Gemeinschaftsanlagen unterschiedlich.

Förderhöhe Einzelanlagen:

  • 275 € je kW für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen
  • 375 € je kW für gebäudeintegrierte Anlagen

Bei Einzelanlagen werden maximal 5 kW einer Anlage gefördert. Die Anlage kann trotzdem grösser ausgeführt sein.

Förderhöhe Gemeinschaftsanlagen:

  • 200 € je kW für freistehende Anlagen/Aufdachanlagen
  • 300 € je kW für gebäudeintegrierte Anlagen

Bei Gemeinschaftanlagen werden maximal 50 kWpeak pro Gemeinschaftsanlage und anteilig max. 5 kWpeak pro Antrag (= pro Wohnbzw. Geschäftseinheit) gefördert. Die Anlage kann trotzdem grösser ausgeführt sein.

Registrierung und Antragstellung ist laufend bis 30.11.2018 möglich.
Eine Antragstellung ist erst nach Umsetzung der Maßnahme möglich. Zuvor ist eine Registrierung notwendig und innerhalb von 12 Wochen muss die Antragstellung erfolgen.

Detaillierte Informationen zur KLIEN Förderung finden Sie unter www.klimafonds.gv.at – Photovoltaik

Weitere Informationen zu PV und andere Förderungen sehen Sie hier.

Photovoltaik

Ein Fall für . . . eine Gesamtsanierung in Eigenbau

Jedes Jahr ziehen wir unter den eingegangenen Kundenbewertungen unserer Partnerbetriebe fünf Gewinner*innen, die als Dank für ihre Bewertung einen Gutschein für ein Abendessen im Hotel Krone in Hittisau überreicht bekommen. Die Gelegenheit nützen wir dabei und erzählen Ihnen die Bau- und Sanierungsgeschichten hinter den Bewertungen.

Preisübergabe_Guschl

Planer Tobias Reichart mit seinen glücklichen Kunden Anna Guschl und Christoph Grissmann bei der Preisübergabe mit Plattformleiterin Susanna Ajkovic

 

Dieses Mal geht es um ein junges Paar, das Durchhaltevermögen bewiesen hat und sich trotz skeptischer Meinung ihres Umfeldes ein tolles Zuhause in Lochau geschaffen hat. Wie es dazu kam und wie ihnen unser Partnerbetrieb Tobias Reichart dabei geholfen hat, lesen sie hier.

Wie kam es denn dazu, dass ihr nun hier auf dem Grundstück mit den beiden Häusern lebt?

Anna: Christoph wohnte in einer Mietkaufwohnung in Bregenz als ich ihn kennenlernte, und ich war auf der Suche nach einer Wohnung. Eines Tages habe ich die Anzeige dieser Immobilie gesehen – die beiden Häuser gehörten zusammen und wurden auch nur miteinander verkauft.

Chris: Das „Bachschlössle“ vorne haben wir die letzten Jahre in Eigenregie hergerichtet und vermieten es jetzt als Ferienwohnungen; im unteren Bereich wohnen wir noch selbst. Das anderen Haus aus den 1980er Jahren wird unser Zuhause – wir machen das Beste draus und ohne Annas Papa wäre das nicht möglich gewesen. Er ist gelernter Zimmerman und leitet das Projekt sozusagen.

Anna: Die Außenwelt hat unser Vorhaben von Anfang an eher als Risikoprojekt gesehen, da wir erst wenige Monate zusammen waren. Aber wir haben es gewagt und zuerst das „Schlössle“ gerichtet und umgebaut – dort haben wir wirklich viel selbst gemacht. Wir hatten auch echt stressige Phasen, aber nie gegeneinander- im Gegenteil. Das Ganze hat uns echt noch mehr zusammengeschweißt.

Chris: Wir sind durchaus Realisten und haben die viele Arbeit gesehen und Durchhaltevermögen bewiesen. Ich habe durch Annas Papa Dinge gelernt, die ich so nie kennen gelernt hätte – es war und ist einfach ein Familienprojekt und ganz eine tolle Erfahrung für mich/uns!

Anna: Beim „Schlössle“ mussten wir uns in die Gäste hineinversetzten. Wir haben die Pfetten sichtbar gelassen und eine Innendämmung sowohl im Dach als auch bei den Wänden angebracht, da wir als Vorgabe der Gemeinde keine Änderung der Kubatur nach außen hin vornehmen durften. Lediglich abreißen hätten wir es können, aber ohne wieder was an derselben Stelle errichten zu dürfen.

Hattet ihr denn einen Zugang zum Thema “Ferienwohnungen”?

Anna: Ja über meinen Onkel, der mit der Vermietung von Ferienwohnungen Erfahrung hat  – bei ihm haben wir uns schlau gemacht; und so hat es sich dann einfach ergeben; wir sehen dies als Absicherung für unsere Pension.

Wie seid ihr nun zu Tobias Reichart gekommen? (Anmerkung: Reichart BauplanungsgmbH)

Anna: Mein Papa und er kennen sich schon aus der Kindheit – am Pfänder aufgewachsen, „Pfänderkinder“ – und so hat er uns den Energieausweis fürs „Bachschlössle“ gerechnet und bei der Statik geholfen. Bei unserem eigenen Haus wollten wir aber nicht mehr nur nach und nach Entscheidungen treffen und so haben wir Tobias gefragt.

Sind nun durch ihn planerische Lösungen entstanden, an die ihr so nicht gedacht hättet?

Anna: Ja, Tobias war da ganz pragmatisch und sagte uns, wir sollen uns als erstes hinsetzen und unseren Tagesablauf aufschreiben: die ganze Woche mit Aufsteh- und Schlafenszeiten und eben allem, was so dazu gehört.
Danach lieferte er uns einen ersten Plan mit dem Wohnbereich und Kochen/Essen im Obergeschoß, die Schlafzimmer im Erdgeschoß, und einem versetzten Eingang nach hinten in den Norden mit einer Aufschüttung, sodass hier zum Hang hin ein Ausgang ins Freie entstanden wäre.

Warum ist es dann doch anders geworden und ihr habt die Raumaufteilung traditionell mit Wohnbereich im EG und Schlafräumen im OG gewählt?

Beide: Mag sein, dass sein Plan am sinnvollsten gewesen wäre, vor allem wegen der Helligkeit im Obergeschoß. Der Hang nimmt uns da im Wohnbereich im EG schon Licht. Aber es wäre viel teurer gekommen und wir hatten ein straffes Budget. Außerdem hätten sich viele andere praktische und für uns wichtige Dinge so nicht realisieren lassen, z.B. die Waschküche im EG für die Ferienwohnung, unser Hund sollte nur im EG sein, etc. Der Sitzplatz hier ist so z.B. auch viel günstiger gekommen – es mussten alle Bäume weg und wir haben den Hang gleich mit Natursteinen terrassiert. Hier an der Stelle im Garten haben wir am längsten Sonne, bis spät abends.

Anna: Tobias hat uns sogar geraten, zuerst einmal für eine Zeit lang ins Haus einzuziehen, damit wir die Begebenheiten kennen lernen. Das haben wir dann auch für ein halbes Jahr getan – ohne Steckdose im Bad und ohne Heizung und noch dazu sehr zugig. Aber es hat´s gebracht.

Tobias: Das Projekt war auch für mich spannend, da ich ja Anna und vor allem ihren Vater schon gekannt habe. Es hatte dadurch einen familiären „touch“, ein Miteinander auf Augenhöhe. Mir war es wichtig, Ideen zu bringen, aber diese auch nicht aufzuzwingen – auf die beiden Eingehen und ihre Wünsche ernst nehmen. Auch wenn aus dem ersten Plan nichts geworden ist, so wird es doch gut so wie es jetzt ist.

Chris: Außerdem hatten wir durch einen Bankenwechsel dann doch etwas mehr Geld zur Verfügung und konnten ein paar Dinge nun doch gleich machen – so wie etwa die Ölheizung austauschen und durch eine Wärmepumpe mit PV-Anlage ersetzen.

Tobias: Ursprünglich wolltet ihr ja die Ölheizung belassen und erst erneuern, wenn sie kaputt ist.

Chris: Ja. Ich kann nur nochmals betonen, wie zufrieden wir mit Tobias sind, denn wir konnten ihn alles fragen und er hat uns immer mit seinem Baumeisterwissen weitergeholfen. Der Mehrwert, dass wir Tobias miteinbezogen haben, lag auch darin, dass wir ihn auch fragen konnten, wen er uns z.B. für die Fenster empfehlen würde und wer ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis hat. Außerdem konnten wir mit ihm Angebote besprechen und im Anschluss im Plenum – sprich mit der Familie – diskutierten.

Tobias: Ich habe euch nur das „Werkzeug“ zur Verfügung gestellt und konnte euch mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber gemacht habt ihr es selbst. Harald, dein Vater, ist die treibende Kraft. Da sieht man auch wieder, was Lebenserfahrung ausmachen kann.

Anna: Ja, ohne ihn und sein Können hätten wir das alles wahrscheinlich gar nicht gekauft.

Tobias: Toll ist, dass so viel selber gemacht wurde und die Kosten immer im Hinterkopf geblieben sind. Die Gefahr besteht heutzutage leider, dass man alles haben will und machen lässt, sich dadurch aber überschuldet und in eine Krise gerät.

Chris: Ja, und die Leute rundherum haben nun in den letzten dreieinhalb Jahren gesehen, dass es bei uns passt, obwohl wir erst ein halbes Jahr zusammen waren, und dass wir das hinbekommen. Die skeptischen Stimmen sind schon lang verstummt und wir sind seit kurzem verlobt.

Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir wünschen euch viel Freude im neuen Eigenheim und alles Gute für die gemeinsame Zukunft!

Hier erfahren Sie mehr über die Plattform Partnerbetrieb Traumhaus Althaus.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Fragen und Antworten zu gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlagen

    1. Welche Vorteile und welchen Nutzen haben gemeinschaftliche Stromerzeugungsanlage aus Sicht der Stromkunden?
    2. Welche Voraussetzungen müssen für die Umsetzung von gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage erfüllt sein?
    3. Wenn intelligente Zähler verwendet werden, wie schaut es dann mit dem Datenschutz aus? Können die anderen Bewohner sehen was ich verbrauche?
    4. Wer kann Betreiber einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage sein?
    5. Wie und wann wird die Abrechnung des gemeinschaftlich erzeugten Stroms durchgeführt? Kostet das etwas?
    6. Gibt es einen Unterschied zwischen Mieter und Eigentümer in Bezug auf eine solche Anlage?
    7. Wie funktioniert das System, wenn nicht alle in der Wohnanlage mitmachen möchten? Braucht es hier Einstimmigkeit / Mehrheitsentscheidungen?
    8. Wie wird eigentlich der PV-Strom zwischen den Abnehmern aufgeteilt (statisches und dynamisches Verfahren)?
    9. Kann der gemeinschaftlich erzeugte Strom auch am freien Markt gehandelt und verkauft werden?

1. Welche Vorteile und welchen Nutzen haben gemeinschaftliche Stromerzeugungsanlage aus Sicht der Stromkunden?

Durch den gemeinsamen Betrieb einer PV-Anlage  können auch Mieter und Eigentümer in Mehrwohnungshäusern Teil der Energieautonomie sein und den erzeugten Strom selbst nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der direkt verbrauchte Strom von der PV-Anlage nicht mit Netzentgelten und Steuern für den Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz belastet wird. Denn faktisch wird dieser Strom nicht aus dem Netz bezogen. So kann PV-Strom günstiger als der Reststrom bezogen werden.

2. Welche Voraussetzungen müssen für die Umsetzung von gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage erfüllt sein?

Die gemeinschaftliche Stromerzeugungsanlage muss per Gesetz an die Hauptleitung im Gebäude der teilnehmenden Berechtigten angeschlossen werden. Als Messgerät für Bezug und Einspeisung kommen intelligente Messgeräte (Smart Meter) zum Einsatz. Die Stromerzeugungsanlage sowie jede teilnehmende Partei besitzen einen eigenen Zählpunkt, der die Erzeugungs- oder Verbrauchswerte im Viertelstundenraster erfasst. Der Betreiber bzw. die Betreibergemeinschaft der Stromerzeugungsanlage schließt mit den teilnehmenden Mietern und / oder Eigentümern einen Betriebs- und Errichtungsvertrag ab. Hier wird beispielsweise eine Vereinbarung über die Aufteilung des erzeugten Stroms (dynamisch oder statisch) an die Teilnehmer getroffen. Diese vertraglichen Vereinbarungen sind dem zuständigen Netzbetreiber mitzuteilen. Für die Einspeisung des überschüssig erzeugten PV-Stroms und des Reststrombezugs werden ein Stromeinspeisevertrag sowie Strombezugsverträge mit dem Energieversorger und dem Netzbetreiber abgeschlossen. Die freie Wahl des Stromlieferanten darf für den Bezug der einzelnen Teilnehmer nicht eingeschränkt werden.

3. Wenn intelligente Zähler verwendet werden, wie schaut es dann mit dem Datenschutz aus? Können die anderen Bewohner sehen was ich verbrauche?

Datenschutz ist ein wichtiges Thema und betrifft bei einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage mehrere Beteiligte. Zum einen führt der Netzbetreiber die Saldierung der Messwerte durch. Dieser ist verpflichtet, die Datenschutzgrundverordnung einzuhalten. Zum anderen hat der Betreiber einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage die Datenschutzverpflichtungen einzuhalten. Wenn sich eine Personengruppe dazu entschließt, eine gemeinschaftliche Stromerzeugungsanlage zu errichten, so empfiehlt es sich einen unabhängigen Betreiber zu suchen, damit der Datenschutz entsprechend gewährleistet wird.

4. Wer kann Betreiber einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage sein?

Betreiber einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage können Gebäudeeigentümer, Wohnungseigentümer, Mieter oder auch Externe wie Energiedienstleister sein. Eine Option für einen gemeinschaftlichen Betrieb ist die Gründung eines Vereins, einer Genossenschaft oder Gesellschaft. Auch Energiedienstleister können mit Zustimmung der Eigentümer einer Liegenschaft das Dach und (falls vorhanden) die PV-Anlage mieten und betreiben. Alternativ kann der Energiedienstleister das Dach mieten und eine PV-Anlage mittels Contracting errichten und betreiben. Die Komplexität der Errichtung, des Betriebs und der Abrechnung ist  nicht zu vernachlässigen. Hier kann ein Mieterstrommodell gemeinsam mit dem Energiedienstleister deutlich einfacher sein, da diese Aufgaben dienstleistend übernommen werden.

5. Wie und wann wird die Abrechnung des gemeinschaftlich erzeugten Stroms durchgeführt? Kostet das etwas?

Die Saldierung der Messwerte erfolgt durch den Netzbetreiber, der die Reststrombezugsmenge dem jeweiligen Stromlieferanten meldet. Diese Abrechnungen erfolgen meist einmal jährlich. Die Kosten für die Einrichtung sowie die Abrechnung einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage sind durch die Systemnutzungsentgelte-Verordnung (SNE-VO) geregelt und können durch den Gesetzgeber jährlich angepasst werden. Für die erstmalige Einrichtung eines teilnehmenden Berechtigten wird ein Entgelt von 20,- € (netto), für jede Änderung des Aufteilungsschlüssels ein Entgelt von 20,- € (netto) und für die laufende Berechnung des verbrauchten bzw. eingespeisten Stroms im Viertelstundenraster ein Entgelt von 0,50 € (netto) pro Zählpunkt und Monat fällig.

6.  Gibt es einen Unterschied zwischen Mieter und Eigentümer in Bezug auf eine solche Anlage?

Grundsätzlich gibt es keine Unterscheidung nach der wohnrechtlichen Situation. Jede berechtigte Verbrauchsanlage darf Teil eines solchen Modells sein. Jedoch müssen Eigentümer der Liegenschaft der Errichtung einer Photovoltaikanlage zustimmen.

7. Wie funktioniert das System, wenn nicht alle in der Wohnanlage mitmachen möchten? Braucht es hier Einstimmigkeit / Mehrheitsentscheidungen?

Jede Partei in einem Gebäude mit einer gemeinschaftlichen Stromerzeugungsanlage hat die Wahl, sich daran zu beteiligen oder davon keinen Gebrauch zu machen. Wird eine PV-Anlage auf dem Dach einer Wohnungseigentümergemeinschaft errichtet, so verfügt der Errichter bzw. in weiterer Folge der Betreiber über Allgemeineigentum der Gemeinschaft. Das Zustimmungserfordernis ist abhängig von dem gewählten Vertragsmodell. Der Betreiber oder die Betreibergemeinschaft kann sich hier die Verfügung beispielsweise über einen Mietvertrag oder über einen Dienstbarkeitsvertrag sichern.

8. Wie wird eigentlich der PV-Strom zwischen den Abnehmern aufgeteilt (statisches und dynamisches Verfahren)?

Im ersten Schritt wird immer die erzeugte PV-Energie unter den teilnehmenden Verbrauchern anteilig zugeordnet. Die darüber hinaus erzeugte Energiemenge wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die anteilige Zuordnung des PV-Stroms erfordert die Messung der Erzeugung und des Verbrauchs in einem Viertelstunden-Intervall. Hier besteht die Möglichkeit, über einen statischen oder einen dynamischen Aufteilungsschlüssel zu bilanzieren. Die Wahl sowie die Mechanik des Aufteilungsschlüssels werden vertraglich festgelegt. Bei einem statischen Aufteilungsschlüssel erhalten die Teilnehmer jeweils einen festgesetzten Anteil an der erzeugten PV-Energie. Kann der Teilnehmer diesen Anteil pro Viertelstunde nicht gänzlich verbrauchen, wird der nicht genutzte Anteil des PV-Stroms in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Der dynamische Aufteilungsschlüssel ist im Gegensatz zum statischen Aufteilungsschlüssel flexibel und bedarfsgerecht. So verändert sich der Aufteilungsschlüssel je Viertelstunde abhängig von der Höhe der Gesamtenergieerzeugung und des Gesamtenergiebedarfs. Dieses Modell ist darauf ausgelegt, dass die Teilnehmer so viel wie möglich selbst verbrauchen. Dadurch werden Abrechnung und Vertragsgestaltung komplexer.

9. Kann der gemeinschaftlich erzeugte Strom auch am freien Markt gehandelt und verkauft werden?

Hier muss eine Marktzugangsberechtigung vorliegen. Diese besitzen meist nur Energieversorger. Zukünftig könnte es auch möglich werden, mittels Blockchain-Technologie Energie mit anderen zu teilen, allerdings ist hier der gesetzliche Rahmen noch nicht geschaffen.

 

Sind noch Fragen offen? Dann kontaktieren Sie uns, wir beantworten sie gerne. Kontakt siehe rechte Randspalte.

 

 

“Mieterstrom” – Die gemeinschaftliche Erzeugungsanlage

Bisher waren Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung vor allem auf Einfamilienhäusern und nur selten auf Mehrwohnungshäusern zu finden. Gründe hierfür waren neben technischen Herausforderungen  vor allem rechtliche Hürden, die es den Bewohnern nahezu unmöglich machten, sich zusammenzuschließen und auf Mehrwohnungshäusern gemeinschaftlich eine Photovoltaikanlage zu errichten, um den Strom selbst zu nutzen.

Kleine Ökostromnovelle ermöglicht gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen

Der Gesetzgeber hat im Sommer 2017 darauf reagiert und mit der “kleinen Ökostromnovelle” die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Seitdem ist es möglich, eine Photovoltaikanlage (aber auch beispielsweise Kleinwasserkraft & Blockheizkraftwerke) gemeinschaftlich zu betreiben. Da hierbei neben Wohnungs- und Gebäudeeigentümer auch Mieter angesprochen sind, wird oft auch umgangssprachlich vom „Mieterstrommodell“ gesprochen.  

PV-Anlage in Wolfurt

Neue Möglichkeiten für Mieter und Wohnungseigentümer, den Stromeigenbezug zu erhöhen.

So können sich nun etwa Mieter oder Eigentümer von Wohnungen in Mehrwohnungshäusern, aber auch in Bürogebäuden oder Einkaufszentren zusammenschließen, um gemeinsam eine PV-Anlage zu betreiben. All dies wohlgemerkt ist ohne große Änderungen der Elektroinstallationen im Gebäude möglich. Nur die PV-Anlage selbst und geeignete Messgeräte (Smart Meter) sind notwendig. Der Betreiber/Investor kann auch eine externe Firma oder ein Contractor sein.

Welche Vorteile haben gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen?

  • Durch die gemeinschaftliche Errichtung und den Betrieb einer solchen Anlage können vormals reine Stromverbraucher gemeinsam Strom erzeugen und sich damit in einem gewissen Ausmaß selbst versorgen.
  • Soweit die teilnehmenden Parteien den erzeugten Strom selbst verbrauchen, sparen sie Energiekosten, Netzentgelte und Steuern, die beim Strombezug aus dem Netz anfallen würden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Erzeugungsanlage wird an die gemeinschaftliche Hauptleitung im Gebäude angeschlossen.
  • Zwei oder mehr Parteien beteiligen sich am Betrieb der Erzeugungsanlage.
  • Die Parteien treffen eine Vereinbarung über die Aufteilung des erzeugten Stroms (dynamisch oder statisch)
  • Für die Erzeugungsanlage wird ein eigener Zählpunkt eingerichtet.
  • Smart Meter (oder Lastprofilzähler) messen Erzeugung und Verbrauch der teilnehmenden Parteien.
  • Der Netzbetreiber (Vorarlberger Energienetze GmbH, Stadtwerke Feldkirch, EW Frastanz, Montafonerbahn AG, EV Kleinwalsertal) wird über die Aufteilung des erzeugten Stroms an die einzelnen Parteien informiert.
  • Die Parteien schließen einen Vertrag mit ihrem Energieversorger über die allfällige Einspeisung von überschüssigem Strom ins Netz.

Weitere Infos zum Thema finden Sie im Infoblock auf der rechten Seite.

Fachkongress_Innovative_Stromanwendungen

 

 

Lüftungsintegration in der Sanierung

Beim 1. Sanierungsforum der Plattform Partnerbetrieb Traumhaus Althaus ging es um das Lebensmittel Nr. 1 – nämlich Luft. Vor allem im Vergleich dazu, wie lange wir ohne Nahrung oder Wasser auskommen, wird klar, wieso Luft so wichtig ist. Wenn man bedenkt, dass ein Mensch im Leben 350.000 kg Luft “veratmet” (10 x soviel wie Nahrungsmittel), dann schadet es wohl nicht, wenn es sich hierbei um möglichst gute Luft mit geringer Schadstoffbelastung handelt.

Wie man selbst ein Gebäude aus dem Jahr 1937 erfolgreich und praktisch unsichtbar mit einer zentralen Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausrüstet, durften die Mitglieder der Plattform und die Energieberater des Energieinstitut am Beispiel Gemeindeamt Zwischenwasser begutachten. Andreas Böhler-Huber als Vertreter der Gemeinde führte durch das beispielhafte Gebäude, dessen Sanierung 2017 den Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit erhalten hatte. Bei den anschließenden Vorträgen und dem Austausch mit den Fachpersonen konnte schließlich nach Herzenslust gefachsimpelt werden.

Erfahren Sie mehr über die Plattform Partnerbetrieb Traumhaus Althaus hier.

Auf den Punkt gebracht:

  • Nachrüstung von zentralen Lüftungsgeräten in Theorie und Praxis
    (Dipl.-Ing (FH) Michael Braun M.Sc. MBA. Bereichsleiter Erneuerbare Energie und Haustechnik, Energieinstitut)
    Grundsätzlich unterscheidet man bei zentralen Anlagen zwischen solchen, die eine einzelne Wohneinheit mit Frischluft versorgen und solchen, die das für das gesamtes Gebäude tun.

    + Vorteile einer zentralen Anlage*: 1 Gerät, 1 x zentral warten und Filter tauschen; wenn man schon Leitungen in Decken, Böden oder Wänden unterbringen muss, können auch andere Kabel für Strom, Internet, Steuerungen, etc. mitverlegt werden

    – Nachteile einer zentralen Anlage: Platz muss da sein und ausreichend Traglast, weil die Anlage groß und schwer werden können; es braucht eine ausreichende Deckenhöhe für die Leitungsführung; überkreuzende Leitungen bedeuten, dass man mehr abhängen muss; im mehrgeschossigen Wohnbau muss der Brandschutz speziell berücksichtigt werden

    Tipp 1: Bei flachen zentralen Geräten (z.B. im Wohnungsgang) muss bedacht werden, dass Kondenswasser anfällt, dass über eine Abwasserleitung abgeführt werden muss

    Tipp 2: Die Leitungsführung für die Lüftung kann nicht nur innen, sondern auch außen in der Fassade erfolgen. Dies stellt dann zwar einen Schwachpunkt in der Dämmung dar, ermöglicht jedoch mitunter die Nachrüstung einer Komfortlüftung, die sonst z.B. aus Platzmangel nicht möglich gewesen wäre.

    Tipp 3: Je geringer die Höhe des Lüftungskanals bzw. je flacher er ist, desto größer ist der Druckverlust in der Leitung. Dadurch braucht es mehr Strom für die Einbringung der Luft.

    • Dezentrale Lüftungsgeräte als flexible Lösungen in der Sanierung
      (Hans-Peter Sattler, Vertrieb und Außendienst, liVento GmbH, Linz)
      Dezentrale Anlagen versorgen einen einzelnen Raum, max. zwei über eine Kopplung, mit Frischluft.

      + Vorteile einer dezentralen Anlage*: sehr geringer Platzbedarf, geringern Installationsaufwand direkt in den Außenwänden, höhere Flexibilität in der Platzierung; keine Anforderungen an den Brandschutz, keine Leitungsreinigung; Filter tauschen und Wärmetauscher reinigen kann auch in einer Wohnanalagen jede Partei selber machen; während der Wartung fällt nicht die gesamte Anlage aus

      – Nachteile einer dezentralen Anlage: Luftwechselleistung begrenzt (bei sehr großen Räumen mehrere Geräte notwendig), minimal geringerer Wirkungsgrad des Wärmetauschers, ev. etwas lauter

    * . . . zusätzlich zu den allgemeinen Vorteile einer Komfortlüftungsanlage

    Fazit:
    Aus lufthygienischer Sicht braucht es gute Gründe, bei einer Sanierung auf die Nachrüstung einer Komfortlüftungsanlage zu verzichten. Ist der bewährte Einsatz einer zentralen Anlage aus Platzmangel nicht möglich, so bieten die neuen, dezentralen Anlagen mit ihrer rasanten Weiterentwicklung in den letzten Jahren sowohl was Funktionalität als auch den Wirkungsgrad angeht eine gute und platzsparende Alternative.

    Stimmen:
    Dietmar-Metzler_2
      “Der Irrglaube, dass man Fenster in einem Haus mit Komfortlüftung nicht öffnen darf, hält sich überraschend hartnäckig. Fakt ist, dass das Bedürfnis dann einfach so gut wie nie da ist.” Dietmar Metzler, Metzler Fensterbau

     

     bra“Gibt es im Gebäude stillgelegte Kaminzüge, können diese als Steigschächte für die Leitungsführung der Lüftung verwendet werden. Dadurch sind keine
    Deckendurchbrüche nötig.” Michael Braun, Energieinstitut Vorarlberg

     

    Günter Giesinger 2
    “Das richtige Benutzerverhalten kann man leider nicht steuern. Da ist dann immer noch jeder selber gefragt.” Günter Giesinger, ehem. Bauträger

     

     

    Diese Veranstaltung wird im Zuge von GreenSan durchgeführt. GreenSan ist ein Projekt von Energieinstitut Vorarlberg, Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA), Energieagentur Ravensburg, Energieagentur St. Gallen und der baubook gmbh. Es wird gefördert von der Europäischen Union im Rahmen von Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein und der Energieautonomie Vorarlberg.

     

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Konkretes Know-How zu gewerblicher und industrieller Beleuchtung

Das Einsparpotenzial im Bereich von Beleuchtungssystemen ist oft unerkannt: In Europa sind rund 75 Prozent der Industrie- und Bürobeleuchtungssysteme veraltet oder ineffizient. Ein Kostenfaktor im gewerblichen und industriellen Bereich, der häufig unterschätzt wird, ist die Beleuchtung großer Flächen wie Hallen, Verkaufsflächen, Bürohäuser oder Industrieanlagen.

Lerninhalt

Am ersten Tag des Trainings (13. Juni 2018) lernen die Teilnehmer die Topeinsparmaßnahmen von Beleuchtungsystemen kennen, diskutieren mit Fachexpertinnen und Fachexperten und bekommen die Information aus erster Hand. Ein Schwerpunkt liegt auch auf dem Beschaffungsprozess von Leuchtmitteln, ein weiterer Schwerpunkt auf der Lichtqualität und der Schnittstelle zum Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutz.

Neu bei diesem Training ist darüber hinaus ein Fokus auf die Außenbeleuchtung von Gewerbe- und Industriestandorten.

Der zweite Trainingstag (14. Juni 2018) steht im Zeichen der Praxis. Neben der Besichtigung des Lichtlabors und Lichtforums bei Zumtobel können in einem Workshop konkrete Fallbeispiele diskutiert und kalkuliert werden.

Trainingsmethode

Am Praxistag werden konkrete Fallbeispiele präsentiert und bearbeitet. Individuelle Praxisbeispiele können von den TeilnehmerInnen vorab bis 16. Mai 2018 eingebracht werden. Die eingereichten Praxisbeispiele werden dann im Rahmen des Trainings am 14. Juni 2018 behandelt. (Mindestteilnehmerzahl: 15 Personen)

Zielgruppe  

Das Training richtet sich an Energiemanager, Berater und Auditoren sowie an weitere Interessierte.

Kosten

Für die zweitägige Schulung wird eine Teilnahmegebühr von Euro 580,- zuzüglich 10 % USt in Rechnung gestellt. Inkludiert sind Mittagessen und Pausenverpflegung und die Busfahrt zur Projektbesichtigung am 13. Juni 2018.

Hier geht´s zu weiteren Details und zur Anmeldung.

Praktische Grundschulung für Energieverantwortliche in Betrieben

Praktische Tools zur Einordnung des betrieblichen Energieverbrauchs und der möglichen Kostenreduktion sind rar gesät. Speziell in den sogenannten großen Betrieben (laut EEffG), welche 2019 wieder ein Audit durchführen müssen, kann man sich nicht gut genug vorbereiten.
Wer sich nicht um seine Einsparpotentiale kümmert, lässt unnötig Geld auf der Straße liegen.

Lerninhalte: Energiemanagementsystem Norm ISO 50001, Energieaudit, Energieberatungen

Am Vormittag der Grundschulung lernen die Teilnehmer die Hauptelemente der Energiemanagementsystem Norm ISO 50001 und den Umfang des Energieaudits sowie die Anforderungen an Energieberatungen nach dem EEffG kennen.
Am Nachmittag wird das klimaaktiv Datenerhebungstool „ProTool“ vorgestellt:

Pro Tool

ProTool ist ein von klimaaktiv entwickeltes Excel Tool, das für eine umfassende Erstanalyse der Energieeffizienz im Betrieb eingesetzt wird. Es ist ein einfaches Werkzeug, das den Anforderungen an Energieberatungen nach dem EEffG entspricht. Das Tool liefert:

  • Überblick über die energetischen Hauptverbraucher im Betrieb inkl. Mobilität
  • Input-Output Analyse
  • Energieeinsatz (Strom, Wärme, Treibstoffe) aufgeteilt nach Verbrauchergruppen
  • Erste Abschätzung des Einsparpotenzials und Bewertung nach Schulnoten
  • Umsetzungsempfehlungen mit Priorität

ProTool wird anhand von Praxisbeispielen vorgestellt und ausprobiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen das Tool im Rahmen der Grundschulung auch zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt.

Zielgruppe  

Das Training richtet sich an Energiemanager, Berater und Auditoren sowie an weitere Interessierte.

Kosten

Für die eintägige Schulung wird eine Teilnahmegebühr von Euro 290,- zuzüglich 10 % USt in Rechnung gestellt. Mittagessen und Pausenverpflegung sind inkludiert.

Hier geht`s zu weiteren Details und zur Anmeldung.

econ calc light – Kurzschulung Wirtschaftlichkeitsberechnung

  • econ calc Bild

    econ calc light - Kurzschulung Wirtschaftlichkeitsberechnung

    Di. 15. Mai 2018
    Energieinstitut Vorarlberg
    Dornbirn

    Bei dieser Kurzschulung wird an Praxisbeispielen gezeigt, wie in kurzer Zeit z.B. Heizsysteme, Dämmstoffdicken oder PV-Anlagen bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit bei Gebäudevarianten verglichen werden können.

    weitere Informationen
  • Ein Fall für . . . ein Plusenergie Haus

    Jedes Jahr ziehen wir unter den eingegangenen Kundenbewertungen unserer Partnerbetriebe fünf Gewinner*innen, die als Dank für ihre Bewertung einen Gutschein für ein Abendessen im Hotel Krone in Hittisau überreicht bekommen. Die Gelegenheit nützen wir dabei und erzählen Ihnen die Bau- und Sanierungsgeschichten hinter den Bewertungen.

    Dieses Mal geht es um einen ambitionierten Bauherren, der aus der Not sozusagen eine Tugend machte. Wie sich bei der Glückwunschübermittlung herausstellte, waren neben der bewerteten Fensterbaufirma Tischlerei Alfred Feuerstein aus Bludenz auch noch zwei weitere Partnerbetriebe – die Architektin Andrea Vogel-Sonderegger und Müller Ofenbau – am erfolgreichen Projekt beteiligt. Wir sprachen mit Otto Rinner, der Architektin und Stefan Feuerstein von der Tischlerei Feuerstein.

     

    KBS Gewinner_Rinner+ Fa_Feuerstein_Gewinnübergabe

    Der glückliche Gewinner der Kundenbefragung mit Stefan Feuerstein und Thomas Capelli vom Partnerbetrieb Tischlerei Alfred Feuerstein mit Plattformleiterin Susanna Ajkovic

     

    Herr Rinner, ein zu großes Haus, keine entsprechende Wohnung in der Region in Aussicht – keine leichte Situation.

    Otto Rinner: Ja, das war wirklich nicht ganz so einfach. Aber das Haus mit dem umliegenden Garten war einfach viel zu groß und eine Wohnung im passenden Standard war nicht zu finden. Somit beschloss ich, es an eine junge Familie zu verkaufen und mir stattdessen mein kleines Traumhaus nach eigenen Vorstellungen zu bauen.

    Eine mutige Entscheidung – wie sind Sie das Projekt angegangen?

    Otto Rinner: Zuerst machte ich ein Architekten-Benchmark, von denen im 2. Durchgang noch drei ideale Partner übrig blieben. Und wie es der Zufall so wollte, lernte ich dann Andrea Vogel-Sonderegger auf einer e5-Exkursion kennen. Im gemeinsamen Gespräch stellten wir fest, dass wir sowohl menschlich als auch fachlich auf der selben Wellenlänge sind. Andrea ist ja auf die Planung von ökologischen Passivhäusern und Sanierungen spezialisiert. Alles passte also zusammen und so entstand eine Partnerschaft und bis zum Projektende sogar eine Freundschaft.

    Andrea Vogel-Sonderegger: Ganz genau. Die Konstellation hat sehr gut gepasst. Otto brachte sehr viel Wissen in die Planung ein und konnte so einen Teil der Bauleitung selbst machen. Das war aus Kostensicht eine Ersparnis für Otto und auch für mich effizienter. Das Projekt war für mich als Planerin und eben auch aus menschlicher Sicht “a g`freute Sach”.

    Was waren denn die wichtigsten Anforderungen, die an das Bauprojekt gestellt wurden?

    Otto Rinner: Meine Pflichtenheftforderung bzw. meine Werte hatten zusammengefasst folgende Reihenfolge: 1. ein Plus-Energie-Haus, 2. Barrierefreiheit und 3. ökologische Baumaterialien. Außerdem wollte ich die Planung so anlegen, dass sich der Bungalow bei Bedarf auch erweitern lässt. So könnte ein Kind irgendwann mal aufstocken, wenn es das möchte.
    Damit das mit dem Plus-Energie-Haus klappt, habe ich mich auch vom Energieinstitut – mit dem Passivhaus Projektierungspaket – und auch bei den Materialen beraten lassen. Besonders wichtig waren mir eine sehr hohe Wohnqualität, ein perfektes Raumklima und der Einsatz von heimischen Materialien. Holz und Lehm waren dabei naheliegend.

    Andrea Vogel-Sonderegger: Und nicht nur die Materialien sollten aus der Region sein, auch bei den Handwerkern war dir das sehr wichtig. Immer wieder hast du hier Ideen eingebracht und hartnäckig nachgefragt, ob es denn nicht auch regionale Alternativen gibt.

    Das hat dann ja auch wunderbar geklappt, oder?

    Andrea Vogel-Sonderegger: Auf jeden Fall. Das war mitunter auch der Grund, warum wir uns beim Fensterbau für die Firma Feuerstein entschieden haben, der jetzt wiederum der Grund dafür ist, dass wir hier in dieser Runde beisammensitzen.

    Otto Rinner: Ich kenne die Firma Feuerstein gut von meiner Arbeit bei Hilti und wusste über die gute Qualität seiner Fenster Bescheid. Dass er auch ein Partnerbetrieb ist, hat die Entscheidung noch leichter gemacht. Und beim ersten Vergleich hat sich das auch bestätigt. Die Qualität war und ist wirklich perfekt. Auch mit der Beratung waren wir sehr zufrieden. Stefan hat mir auch die praktische Aluschalen-Beschichtung empfohlen. Daher auch die gute Bewertung.

    Stefan Feuerstein: Wir haben uns abgesehen von den Fenstern auch um die Fensterbänke und eben die einheitliche Beschichtung gekümmert. So ist ein optisch stimmiges Ganzes entstanden, das auch im Alltagsgebrauch eine praktische Handhabung, z. B. beim Putzen, ermöglicht. Auch die Innentüren kommen von uns.

    Vom Fenster also zum Innenraum: Herzstück des Bungalows ist ein Lehmofen.

    Otto Rinner: Lehm und ein Lehmofen sind für mich wesentlich für das Raumklima. Sie bereichern das Ambiente und macht es „hoamelig“. Außerdem habe ich einen kleinen Wald ganz in der Nähe und kann mich so regional selbst versorgen.

    War von Anfang an klar, dass es ein Lehmofen sein soll?

    Otto Rinner: Ich wollte vom ganzen Wohnraum aus das Feuer sehen, die Strahlungswärme genießen und gleichzeitig die benötigte Restenergie vom Passivhaus erzeugen. Kaminöfen, Ganzhaus- oder andere Heizungen erfüllten meine ästhetischen oder baubiologischen Anforderungen nicht. Ich kannte auch Harald und Bertram Müller persönlich (Anm.: Müller Ofenbau, Ludesch). Da sie aus meiner unmittelbaren Umgebung sind und auch Partnerbetrieb, fiel die Entscheidung dann schnell.

    Reicht der Lehmofen denn für die Wärmeerzeugung aus?

    Otto Rinner: Dazu muss ich erst etwas erklären. Ein Passivhaus braucht fast keine Heizung, die Sonne wärmt durch die Passivhaus-Fenster und erzeugt die benötigte Heizenergie. Eine 7,2 kWp Photovoltaik- und 10 m²-Solaranlage am Dach versorgen Haus und Solarspeicher im Technikraum. Damit sollte ich übers Jahr gesehen mehr Energie erzeugen, wie ich insgesamt verbrauche – ganz im Sinne der Energieautonomie. Wenn´s länger schlecht und kalt ist, brauche ich fallweise diesen tollen Lehmo und ein bisschen Holz.

    Wir danken für das Gespräch und wünschen viel (energieautonome) Freude im neuen Eigenheim.

    Hier erfahren Sie mehr über die Plattform Partnerbetrieb  Traumhaus Althaus.

    (Beitrag erstellt in Zusammenarbeit mit Julia Weger,  WEGWEISER-Büro für gute Ideen, Schwarzenberg)

     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
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    Das Energieinstitut Vorarlberg ist auf der com:bau 2018

    Egal, ob Sie sich ganz grundsätzlich über Energieeffizienz und Ökologie beim Bauen informieren möchten, oder konkrete Detailfragen haben – egal, ob Sie Ihre Ideen oder Ausführungspläne mitbringen: die Profis von Energieinstitut Vorarlberg und Land Vorarlberg beantworten Ihre Fragen auf der com:bau produktneutral und praxisnah. An unserem Stand in der Halle 11 (Stand 18) finden Sie genug Platz und Gesprächspartner, um Ihre Anliegen in Ruhe zu besprechen. Und wenn die Zeit nicht reicht, vereinbaren Sie einfach einen Folgetermin bei Ihnen zuhause. Die meisten Gemeinden übernehmen die Kosten für eine Beratungsstunde vor Ort (Details dazu hier).

    Die Förderprofis vom Land Vorarlberg informieren über die aktuelle Wohnbau- und Energieförderungen. Ob ganz allgemein oder zu Ihren konkreten Plänen. Die Energieberater beantworten alle Fragen zu Energieausweis, Dämmstoffstärken, Heizsystemen, Baumaterialien, Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher – und was Ihnen sonst noch rund um Ihr Haus oder Ihre Wohnung energetisch unter den Nägeln brennt. Das Qualitätsnetzwerk Partnerbetriebe Traumhaus Althaus informiert über die Ansprüche, die Sie an Ihre Handwerker stellen können und sollten.

    Darüber hinaus referieren unsere Expertinnen und Experten im Rahmen des bau:forums (Halle 12) auf der com:bau zu folgenden Themen:

    • Welche Vorteile bringen die Wohnbau- und die Energieförderung des Landes? (Samstag, 10:30 Uhr)
    • Welche Heizung passt zu mir und meinem Haus? (Samstag, 11 Uhr)
    • Was bringt die neue Batteriespeicherförderung (Samstag, 13 Uhr)
    • Wieviel Dämmung verträgt mein Haus? (Samstag, 14 Uhr)
    • Wie startet man eine Gebäudesanierung? (Sonntag, 13:30 Uhr)

    Details zu den Vorträgen finden Sie hier.

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    Besuchen Sie uns auf der com:bau 2018. Wir freuen uns auf Sie!