Die Geburtsstunde von e5: Karl-Heinz erzählt

Karl-Heinz – erzähl‘ uns deine Geschichte von e5! Wie und wann entstand die Idee ein Programm für Gemeinden zu entwickeln, die sich über die Maße hinaus für Energieeffizienz und Klimaschutz einsetzen wollen?

Mit der Übernahme des Bereichs Gemeindebetreuung im Energieinstitut Vorarlberg bekam ich vom damaligen Geschäftsführer Thomas Kopf den Auftrag zur Ausarbeitung eines Dienstleistungskonzepts für die Gemeindebetreuung. Das war 1997. Einer der Ansatzpunkte war die vom damaligen Umweltinformationsdienst des Landes durchgeführte „Bestandsaufnahme zu den Energiesparaktivitäten in Vorarlberger Gemeinden“:

  • In den Gemeinden sind keine langfristigen Energie- und Umweltkonzepte vorhanden
  • Klimaschutz beschränkt sich auf Einzelmaßnahmen
  • Zusammenhänge und Vernetzungen werden oft nicht erkannt
  • Querverbindungen werden nicht hergestellt
  • Viele bereits durchgeführte Maßnahmen geraten in Vergessenheit
  • Gemeinden machen zu wenig Öffentlichkeitsarbeit

Das kann man sich heute kaum mehr vorstellen, oder? Diese Mankos bzw. diese Potentiale, ergänzt durch die Erfahrungen meiner Kollegen und der eigenen Erfahrungen in der Gemeindearbeit, bildeten das Grundgerüst für ein „Das-können-wir-doch-ändern-Konzept“.

Wer waren sozusagen die Geburtshelferlein? Bei wem hast du dir Inputs geholt?

Stark beeindruckt hat mich damals das Programm 2000 des Schweizer Bundes – mit dem Ansatz ein Selbstbewertungsinstrument für Gemeinden im Pilotprojekt Energiestadt einzuführen. Auch hielt ich einen engen Kontakt zu Gemeinden in Vorarlberg, welche bereits Aktivitäten gesetzt hatten (zB.im Rahmen der Vorarlberger Klimakampagne oder als Klimabündnisgemeinde). Maßgeblichen theoretischen und praktischen Input zu den Gemeindeentwicklung und zum Projekt-  und Prozessmanagement holte ich mir von den Vorarlberger Gemeindeentwicklern Manfred Zumtobel und Helmut Bechter. Die Gemeinden Langenegg, Nenzing, und Mäder waren übrigens jene ersten drei Gemeinden, die sich bereits bei der ersten Pressekonferenz für eine Teilnahme aussprachen. Und natürlich brauchte es auch einen Auftraggeber: Damals wie heute in der Person von Landesrat Erich Schwärzler!

Pressekonferenz, Energieinstitut Vorarlberg, "5 Jahre              e5Gemeinden - e5Auszeichnungsveranstaltug", mit Landesrat              Ing. Erich Schwärzler

e5-Programmleiter Karl-Heinz Kaspar und LR Erich Schwärzler bei einer der ersten Pressekonferenzen zu e5. Man beachte die schicken Krawatten!

Welches war dein persönliches Highlight bei der „Geburtsstunde“ des e5-Programms?

Natürlich stellte ich mir in der Entwicklungsphase oft die Frage ob das, was ich da entwickelte, auch tatsächlich bei den Gemeinden ankommen würde. Umso mehr freute ich mich über den randvoll gefüllten Saal und das riesige Interesse der Gemeinden bei der ersten Präsentation des e5-Programms. Die Planung sah vor, mit drei bis vier Gemeinden zu beginnen. Im Frühjahr 1998 allerdings, also wenige Wochen nach dem Start, war das Kontingent von 12 Pilotgemeinden vollständig vergeben. Aus der Idee eines sanften Startes mit wenigen Gemeinden wurde ein Sprung ins kalte Wasser. Offensichtlich hatte ich mit dem e5-Programm den Bedarf der Gemeinden voll getroffen.

Zeig‘ uns doch dein Lieblingsbild vom ersten e5-Jahr. Gibt es eine Geschichte dazu?

ordner

Der erste Auftrag an die ersten e5-Gemeinden: Füllt den Ordner mit euren bisher durchgeführten Energieprojekten!

Meine Güte, mein Lieblingsbild? Da gibt es unzählig viele Bilder in meinem Kopf und nur einige wenige auf tatsächlichem Filmmaterial – damals gab es noch keine Digitalkameras, man schlug sich noch mit 36er Filmen herum. Ein Bild, welches sich bei mir eingeprägt hat ist jenes von zwei leeren roten Aktenordern.

Wie jetzt?  Leere Akten-Ordner?

In einem symbolischen Akt hat beim Start ins e5-Programm jede neue e5-Gemeinden zwei solche leere, rote Ordner von mir überreicht bekommen. Begleitet mit dem Hinweis „Das ist der erste Auftrag an euch. Überlegt euch welche Energieprojekte ihr bisher durchgeführt habt, dokumentiert diese kurz und füllt damit die Ordner. Daraus werden wir die erste Standortbestimmung machen.“

Heute muss ich schmunzeln, wenn ich an die Gesichter meiner Gegenüber denke. Umso freudiger dann ein halbes Jahr später die Gesichter, als ich die mehr oder weniger gefüllten Ordner wieder zurück bekommen habe – man war sichtlich stolz darauf was dann doch zusammengekommen ist.

Wo siehst du bislang – abgesehen von den Frisuren langjähriger Teammitglieder – die größten Veränderungen bei e5?

Du hast recht, bei unserem Äußeren kann man durchaus Veränderungen feststellen. Aber die weit größeren Veränderungen gab es wohl in den Gemeindestuben! Wenn ich heute erlebe welchen Stellenwert ein e5-Team, ein/e Energiebeauftragte/r in einer e5-Gemeinde hat, kann man sich kaum vorstellen welche Aufbauarbeit dazu notwendig war. Am Anfang war die größte Herausforderung den Energieverbrauch der Gemeinden selbst mal auf Vordermann zu bringen. Und nachdem zuerst „vor der eigene Türe gekehrt wurde“, konnte man sich daran wagen, die Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot zu holen, sie zu motivieren eigenverantwortlich Klimaschutz zu betreiben.

Das war ein sehr wichtiger Schritt, auch zu erkennen, dass der „Funke“ nicht von selbst auf die Bürgerinnen und Bürger überspringt. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde angekurbelt (Gutes tun und darüber berichten) und es wurden gemeinsam Umsetzungsprogramme und Aktionen als Hilfestellung für die Bürger initiiert (Solaraktion, Thermografie-Aktion, PV-Aktion, Solaranlagencheck, etc).

Und in Zukunft?

Es sind gesellschaftspolitische Prozesse die wir mit e5 begleiten. Das sind „dicke Bretter“ die viel Geduld, Beharrlichkeit und einen langen Atem brauchen, will man sie zum Erfolg führen. Abgesehen davon sind die Herausforderungen ja auch nicht geringer geworden. Bei allen Erfolgen die wir gemeinsam einfahren konnten, muss man auch erkennen, dass die „low hanging fruits“ meist schon  abgeerntet sind und es mehr und mehr an das Eingemachte geht. Wir sind darauf gut vorbereitet und können uns die Erfahrungen der Vergangenheit zu nutzen machen – daher bin ich voller Zuversicht!

Zum Schmunzeln: Impressionen der ersten e5-Jahre

 

Wer kennt diesen Herrn?

Wer kennt diesen Herrn? Antwort per E-Mail bis 5. Februar 2018 an praktikant_e5@energieinstitut.at. Wir verlosen eine prall gefüllte e5-Energiekiste unter den ersten 20 EinsenderInnen aus den e5-Teams.

Wer kennt diesen Herrn? Antwort per E-Mail bis 5. Februar 2018 an praktikant_e5@energieinstitut.at. Wir verlosen eine bis an den Rand gefüllte e5-Energiekiste unter den ersten 20 EinsenderInnen aus den e5-Teams (bitte auch e5-Team bekannt geben).

JUCHE! 2018 ist e5-Jubiläumsjahr

e5-20.rot. 300FREIGESTELLT

 

e5-Pioniere von damals, heute und morgen. Die Entwicklung der Projekte – damals ein Highlight und heute (hoffentlich) längst Standard. Sackgassen und Erfolgswege, Fehlschläge und Quantensprünge. Welche Visionen von heute werden in ein paar Jahren den Standard definieren? Was wird der Energieautonomie Vorarlberg 2050 zum Durchbruch verhelfen? Wie schaut für uns eine enkeltaugliche Zukunft aus?

Wir laden euch herzlich ein, mit uns einzutauchen. In die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des e5-Programms, dessen Herz ihr seid, ihr die Aktiven in den e5-Teams der Gemeinden. Juche!

Auf unserem Blog teilen wir mit euch: 20 Beiträge zum Grübeln, zum Lachen, zum Mitmachen, spannende Daten und Fakten und (OBACHT) viele tolle Preise!

 

„Pressearbeit – ein Blick hinter die Kulissen“

  • Foto: Pixabay

    „Pressearbeit – ein Blick hinter die Kulissen“

    Do. 15. Februar 2018
    Medienhaus Vorarlberg
    Schwarzach

    Wie funktioniert Medienarbeit? Wie wählen RedakteurInnen ihre Beiträge aus? Wie komme ich an einen geeigneten Medienverteiler? Was steckt hinter der Erstellung eines Beitrags? Was ist der Unterschied zwischen Radio und ...

    weitere Informationen
  • Beratungsstelle Leerstand & Geisterhäuser

    „Ein guter Rat“ ist kostenlos

    Oft fehlt es an Ideen, Fachwissen oder dem letzten Quäntchen Mut, wenn es darum geht Leerstand „wiederzubeleben“. Ein Netzwerk an ArchitektInnen, RechtsberaterInnen und Baufachleuten bietet Interessenten eine kostenlose Erstberatung an, die über die ersten Hürden helfen kann. Das Netzwerk wurde mit Lustenauer Partnern gestartet und kann wachsen.

    Wiederbelebung der Geisterhäuser

    Das eine oder andere Geisterhaus wird mittlerweile schon mit Leben gefüllt. Bernhard Kathrein, der das Lustenauer Bauamt leitet und dort auch für die eigens eingerichtete Leerstand-Servicestelle „Ein guter Rat“ zuständig ist, freut sich über erste Erfolge: „Wir haben immer gesagt, dass wir schon mit einer Handvoll reaktivierter Gebäude zufrieden sind. Tatsächlich sind jetzt aber schon mehr als ein Dutzend in Bearbeitung. Die Initiative kommt irrsinnig gut an.“

    „Ein guter Rat Vor Ort“

    Begleitet wird die Initiative von der Reihe „Ein guter Rat vor Ort“, wo Bauherren Interessenten in bereits umgesetzte Projekte laden und über ihre Erfahrungen berichten. So wurde eine 100 Jahre alte Stickereihalle beispielsweise zu sechs Lofts umgebaut, die mittlerweile vermietet sind.

    „Derzeit wird Leerstand oft noch als Problem des privaten Eigentümers angesehen und nicht als Aufgabe der Gesellschaft. Leerstand ist jedoch ein vielschichtiges, soziales, kulturelles und ökonomisches Problem, denn Grund und Boden sind begrenzt“, so Bernhard Kathrein, Leiter des Bauamts Lustenau.

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    Foto: Lukas Hämmerle

    Publikation “Geisterhäuser/Leerstand”: Ein Thema – zwei Wege 

    Ein Buch mit zwei Seiten und vielen Hintergründen: Einerseits wird Lustenaus Leerstand von Architektin Julia Kick analytisch in Zahlen gefasst, andererseits werden leerstehende Geisterhäuser durch Kinderaugen betrachtet. Im Teil “Geisterhäuser” erforschten Kinder drei leerstehende Häuser und entdeckten dabei Spannendes. Dreht man das Buch um, gibt der Teil “Leerstand – Eine Betrachtung in Zahlen” einen faktischen Einblick in die aktuelle Leerstandslage Lustenaus und zeigt auf, wie man damit umgehen kann. Daten, Fakten und Lösungsansätze werden untermalt von zahlreichen Infografiken. Mehr Information

    Weiterführende Informationen

    http://derstandard.at/2000072163093/Eine-Gemeinde-und-ihre-Geisterhaeuser-Was-Lustenau-gegen-Leerstand-tut

    https://www.lustenau.at/de/buergerservice/service/bauen-und-wohnen/einguterrat

    e5-VorOrt in der Velostadt Winterthur

    Dass das Velo als Alltagsverkehrsmittel in Winterthur nicht mehr wegzudenken ist, verdeutlicht bereits der erste Lokalaugenschein:

    • Über 4.000 Fahrradabstellanlagen alleine am Bahnhof
    • Eine als Arbeitsintegrationsprojekt geführte, überwachte Velostation mit diversen Dienstleistungsangeboten
    • Eine neue Fuß- und Radwegunterführung
    • Eine 48-Stunden-Parkregelung für Fahrräder
    • Diverse Bike-Sharing Angebote
    • Eine Ampelschaltung, die das Rechtsabbiegen für Fahrradfahrende erlaubt 

    Christoph Oetiker, Sven Sobernheim, Daniel Brown und Sandra Probst vom Tiefbauamt führten uns durch Winterthur und gaben im Anschluss einen Einblick in die Strategien und Planungsgrundlagen der Stadt.

    Dabei machten sie deutlich was es heißt fahrradfreundlich zu planen und dass auch eine Stadt die sich mit dem Titel „Velostadt“ schmücken darf, mit Stolpersteinen und Herausforderungen konfrontiert ist.

    Ein spannender, grenzüberschreitender e5-VorOrt, der mit einem gemeinsamen Apéro ausgeklungen wurde!

    Impressionen 

     

    Und da war noch:

    Die e5-Exkursion nach Winterthur im Jahre 2006. Lange ist’s her – wer findet sich auch hier wieder?

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    Die e5-Exkursion nach Winterthur 2006 – wer findet sich auch hier wieder?

    e5-VorOrt in der Velostadt Winterthur

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    e5-VorOrt in der Velostadt Winterthur

    Fr. 12. Januar 2018

    Winterthur, seit 2007 European Energy Award GOLD-Trägerin, ist eine der fahrradfreundlichsten Städte der Schweiz und dafür weit über die Grenzen hinaus bekannt. Für den Masterplan Bahnhof erhielt die Stadt von ...

    weitere Informationen
  • Wohnungsreserven aktivieren, Qualitäten im Umfeld erhalten

    Möglichkeiten Wohnungsreserven zu aktivieren und die Qualität im Umfeld zu erhalten

    Innenverdichtung Mäder Egeten – Im Waul

    Einen Lösungsansatz zeigten Herbert Bork, von Stadtland und Rainer Siegele, Bürgermeister von Mäder. Durch gezielte Grundstückskäufe seitens der Gemeinde Mäder entstand eine große zusammenhängende Fläche, die es nun zu entwickeln galt. Kriterium sollte hierbei sein, die Bevölkerung, insbesondere die Nachbarn, in den Entwicklungsprozess mit einzubeziehen. Einem Bürgerinnengremium und den Gemeindevertretern wurden die von Architekten, Verkehrs- und Raumplanern in Workshops erarbeiteten Ergebnisse regelmäßig präsentiert. Herbert Bork von stadtland leitete diese Workshops und Feedbackrunden. Rückmeldungen flossen gleich wieder in den nächsten Workshop mit ein. Inhaltlich bietet der in den Workshops entstandene Masterplan zur Gebietsentwicklung Raum für verdichtetes Bauen durch Baugruppen sowie durch private und gemeinnützige Bauträger. Wesentlich waren auch gemeinsame Begegnungsflächen – indoor und outdoor – sowie die Errichtung einer Tiefgarage für das gesamte Gebiet mit dem Anspruch einer autofreien Zone im neu entwickelten Wohngebiet. Bürgermeister Rainer Siegele ist es aber auch wichtig, dass die Neubauten sich gut in das derzeitige Einfamilienhausgebiet einfügen.

    Forschungsprojekt BONSEI – Bestandsaktivierung im Gebiet Feldkirch Gisingen

    Christina Schneider, Mitarbeiterin des Energieinstitut Vorarlberg, zeigte aus dem aktuell laufenden Forschungsprojekt BONSEI, wie man mit einem Brief des Feldkircher Bürgermeisters, Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern dazu anregt über die Zukunft ihrer Immobilie nachzudenken. Aus klimarelevanten Gesichtspunkten empfiehlt sich selbstverständlich eine Nachverdichtung kombiniert mit einer thermischen Sanierung. Wichtig war es also, jene Bürger anzuschreiben, deren Häuser älter als 30 Jahre sind und welche aus energetischen Gründen sowieso einer bald nahenden Sanierung unterliegen würden. Etwa 10 Prozent der angeschriebenen Haushalte haben sich gemeldet um eine kostenlose Beratung zu erhalten. Ziel des Projektes soll es sein, den Bestand optimal zu nutzen, sowie eventuelle Möglichkeiten der Nachverdichtung und Sanierung aufzuzeigen. Manche Maßnahmen aus den Beratungen können hier durchaus erst in späteren Ausbauphasen stattfinden, jedoch ist es oft sinnvoll, die Weichen hierfür bereits zu einem früheren Zeitpunkt zu stellen.

    Strategien zur sanften Verdichtung von Einfamilienhausquartieren in der Westschweiz

    Einen ähnlichen Ansatz zeigte auch Mariette Beyeler aus ihrem Projekt MetamorpHouse. Das Potential für zusätzlichen Wohnraum in bestehenden Einfamilienhäusern ist groß. Mariette Beyeler meinte sinngemäß, wird jedes zehnte untergenutze Wohnhaus in der Schweiz umgebaut, um eine Wohnung für vier Personen zu schaffen, würden fast 100 000 Einheiten  mit Platz für 400 000 Personen entstehen.

    Im Projekt MetamorHOUSE wurde Besitzern von Einfamilienhäusern im Projektgebiet durch öffentliche Veranstaltungen der Gemeinden gezeigt, welche Möglichkeiten es für die Weiternutzung von Immobilien gibt, besonders im Hinblick auf die Erhöhung der Bewohnerzahl durch die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. Angeregt durch diese Veranstaltungen konnten Interessierte sich für eine Beratung anmelden. Miteinander  erarbeitete man Möglichkeiten von Wohnungsteilungen, Aufstockungen und Anbauten. Selbstverständlich mussten diese Ideen anschließend von Architekten im Detail geplant werden. Wesentlich für die Errichtung von zusätzlichem Wohnraum im Bestand war hier immer wieder die Schaffung getrennt nutzbarer Außenräume sowie separater Zugangsmöglichkeiten.

    Der Ansatz ist der gleiche- sei es durch verdichteten Neubau oder durch die Verringerung von Mindernutzungen von Immobilien – Grundstücke sollten so sinnvoll genutzt werden, damit der Erhalt von Grünflächen außerhalb der Siedlungsränder gewährleistet bleibt. Wenn wir es dazu noch schaffen, unsere Bestände thermisch zu sanieren und so zu nutzen, dass mehr Menschen diese Fläche nutzen können, sind wir den Klimazielen wieder ein Stück näher.

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    e5-Energiebuch

    e5-Energiebuch – Blog

    “Körperkraftwert” im W*ORT in Lustenau (Februar 2018)

    Energie und Tanzen – wie passt das zusammen? Gemeinsam mit Kursleiterin Julia Hagen lernten die Kinder beim Workshop „Körperkraftwerk“ Anfang Februar nicht nur ihr eigenes Kraftpotenzial wahrzunehmen. Was ist Energie und wie kann ich sie selbst erzeugen? In einer Experimentierphase mit Tanz wurden verschiedene Rhythmen und Körperausdruck erlebt. Mit kräftiger, schneller, impulsiver Musik wurde Energie erzeugt – Körper aufgeladen und Energie abgeladen.

    Wie und wo ist die Energie geflossen? Seht selbst:

     

    “Energie zeichnen” – im W*ORT in Lustenau (Februar 2018)

    Anfang Februar 2018 stellten sich ein Haufen motivierter kiddies mit Kursleiter Christoph Hofer im Verein W*ORT die große Frage: Wie kann man Energie zeichnen? Ein Blitz? Eine Glühbirne? Eine Steckdose? Energie ist doch viel mehr? Aufladen und drauf los zeichnen war angesagt!

    Wer bislang der Meinung war, die Themen Energie und Kunst wären nicht miteinander in Einklang zu bringen, dem sei hiermit das Gegenteil bewiesen:

     

    “Energie auf deinem Teller” in der Volksschule Kirchdorf in Lustenau (Jänner 2018)

    Spielerisch befasste sich die Regenbogenklasse der Volksschule Kirchdorf aus Lustenau in dem Workshop “Energie auf deinem Teller” mit dem Thema Energie in der Landwirtschaft und der Ernährung. Sie lernten, welche Nahrungsmittel wann bei uns wachsen und warum in einem Stück Fleisch aus Argentinien mehr Energie steckt als in den Kartoffeln aus Vorarlberg und wie wir Energie sparen können, indem wir auf einen sorgsamen Umgang mit unseren Lebensmitteln achten.

     

    energiewerkstatt.schule in der Volkschule Krumbach (Herbst 2017)

    „Was ist Energie?“ „Wie können wir Energie selbst herstellen?“ und „Welche Energiequellen gibt es?“ Diesen und vielen anderen Fragen ist Carmen Jungmayr in der energiewerkstatt.schule mit den SchülerInnen der 3. + 4. Klasse der Volkschule Krumbach nachgegangen: An verschiedenen „Forschungsstationen“ wurde der Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und Treibhauseffekt begreiflich gemacht sowie die Verwendung von Energiemessgeräten erklärt. Jedes Kind konnte ein Energiemessgerät ausleihen und zu Hause selbst Stromverbraucher messen. Als Hausaufgabe wurden Energiemessungen (vorbereitetes Messprotokoll) zu Hause durchgeführt. Zum Abschluss wurden die Kinder mit einer „Energie-Urkunde“ ausgezeichnet. Mehr Informationen zur energiewerstatt.schule

     

     

    Achtung, fertig, los! Oder besser gesagt: KLIMA, LECKER, LOS! (Herbst 2017)

    Rund 170 Schülerinnen und Schüler machen sich im Schuljahr 2017/18 gemeinsam auf den Weg in eine klimafreundliche Zukunft. Dass dabei jedes einzelne Kind einen wertvollen Beitrag leisten kann, erfahren sie ein Jahr lang hautnah:  Beim Energieerlebnisprogramm „energiewerkstatt.schule“ machen sie sich auf die Suche nach versteckten Energiefressern in der Schule und zu Hause und werden so zu Energiedetektiven. Beim Sammeln von Klimameilen wird das Elterntaxi gegen einen erlebnisreichen Schulweg zu Fuß oder per Bus eingetauscht. In den Schulgärten bauen die Kinder ihr eigenes Obst und Gemüse an und lernen wie saisonale Lebensmittel weiterverarbeitet werden. Außerdem erstellen sie eine Broschüre zu den „Kostbarkeiten“ in der Gemeinde Riefensberg – denn was nicht im eigenen Garten wächst, kann meist auf kurzem Weg in der Region gekauft werden. Eingeläutet wurde das Jahr mit einer Baumpflanzaktion, bei der jedes Kind einen eigenen Baum setzt. Mehr Informationen zum Projekt KLIMA, LECKER, LOS!

    Teilnehmende Schulen: Volksschule und Sonderpädagogische Schule Langenegg, Volksschule Krumbach, Volksschule Riefensberg

    Das Projekt “e5-Energiebuch”

    Vorbild für das Projekt ist das im letzten Jahr in der Marktgemeinde Lustenau in Kooperation mit W*ORT und Chilidesign entstandene Mitmachbuch zum Thema „Wasser“  welches bei den Kindern auf große Resonanz gestoßen ist:

    “Endlich sind die Informationen so aufbereitet, dass es die Erwachsenen auch verstehen”,  so der Leiter des Wasserwerks Lustenau

    Das Buch unter dem Motto „Wer? Wie? Energie!“ entsteht JETZT – und ihr könnt mitwirken

    Vorarlbergs Gemeinden – allen voran die e5-Gemeinden – haben in Sachen Energie und Energieeffizienz einiges vorzuweisen, solche zukunftsweisende Projekte sollten die Basis für die Mitmachanleitungen im Buch bieten – das ist die Idee. 

    Jetzt habt ihr bis Ende März 2018 die Möglichkeit eure Leuchtturmprojekte in das Mitmachbuch einzubringen. Die Inhalte werden von Kindern der Volksschule (8 – 10 Jahre, 3. + 4. Schulstufe) in Workshops erarbeitet, gestaltet und umgesetzt. So entsteht nach und nach ein Mitmachbuch von Kindern für Kinder in ganz Vorarlberg. Die Workshops werden im W*ORT in Lustenau angeboten oder können individuell von jeder Gemeinde für die eigene Volksschule gebucht werden. Jetzt Mitmachen!

    Das fertige Mitmachbuch, mit Beiträgen aus allen beteiligten Gemeinden soll im Juni 2018 fertiggestellt werden und kann dann gegen einen Druckkostenbeitrag den VolksschülerInnen als Unterrichtsvorlage oder zur Freizeitgestaltung zur Verfügung gestellt werden. 

    Alle relevanten Informationen dazu findet ihr im beiliegenden  Informationsfolder im Downloadbereich auf der rechten Seite.

    Blog: Was bisher geshah

    Aktuelle Informationen zum Mitmachen sowie Workshop-Berichte, Filme, Fotos, und vieles mehr findet ihr auf unserem Blog

    Vom Workshop zur Buchseite

    Wie soll denn jetzt eigentlich aus Ergebnissen eines Workshops eine Seite für ein Buch entstehen? Genau so:

    Vom Workshop zum Buch

    Wie aus einem Workshop eine Buchdoppelseite entstehen kann, zeigt dieses gelungene Beispiel des Mitmachbuchs “WER WIE WASSER”