Kinder im Zentrum der Energieautonomie

Im Kindergarten Neunteln in Hohenems stehen im Gang vor der Toilette zwei Legotürme. Schalten die Kinder beim Verlassen der Toilette das Licht aus, dürfen sie vom einen der beiden Türme einen Legostein entfernen, weshalb der Turm ständig kleiner wird. Im Vergleich zum zweiten unverändert hohen Turm sehen die Kinder sofort, wieviel mehr Strom sie verbraucht hätten, wenn das Licht immer brennen würde.

Im Kindergarten Reute in Hohenems werden Ausflüge prinzipiell mit dem Bus gemacht. Mit kleinen Spielzeugautos verdeutlichen die Kinder, wie lange die Kolonne wäre, wenn die Kinder mit dem Auto zum Ziel gebracht werden würden. Der Effekt wird dabei nicht nur den Kleinsten sofort klar.

Diese zwei stehen für die vielen kreativen Beispiele, die von den fast 200 Pädagoginnen in 31 Kindergärten im Kindergartenjahr „Ein Königreich für die Zukunft“ umgesetzt haben, um den Kindern altersgerecht Hintergrund, Wertigkeit und Bedeutung von Energie im Alltag näher zu bringen.

Die Motivationslage der Pädagoginnen fasst Julia Reinberger vom Kindergarten Neunteln in Hohenems so zusammen:
„Wir wissen alle, dass Energiesparen wichtig ist, aber im Alltag vergessen wir es oft. Durch das Projekt wird unser Bewusstsein für einen sorgsamen Umgang mit Energie gestärkt, und es ist toll zu sehen, wie wir mit wenig Aufwand viel Energie sparen können!“

Beeindruckendes Engagement der Pädagoginnen

„Die Begeisterung der Kinder sowie das Engagement und die Kreativität der Pädagoginnen bei der Umsetzung des Jahresschwerpunktes sind immer wieder beeindruckend“, staunt unsere Projektleiterin Nicole Sperzel, deren Team die Pädagoginnen in Workshops auf das Jahresprogramm vorbereitet und mit Materialien und Fachbeiträgen während des ganzen Kindergartenjahres unterstützt.

Ein Königreich für die Zukunft - Engagierte Pädagoginnen im Landhaus empfangen. Bildnachweis: A. Serra

190 engagierte Pädagoginnen haben im vergangenen Kindergartenjahr fast 1.400 Kindern die Energieautonomie näher gebracht. Am 3. Juli hat sie Landesrat Christian Gantner gemeinsam mit unserem Geschäftsführer Josef Burtscher im Landhaus emfpangen. Bildnachweis: A. Serra

Den Pädagoginnen ist auch der Respekt von Landesrat Christian Gantner sicher, der sich für ihren wichtigen und beherzten Einsatz bedankt: „Was die Pädagoginnen neben ihren vielen anderen Aufgaben im Energie-Projekt leisten, ist fantastisch. Die Kinder sind ein wichtiger Schlüssel zur Energieautonomie, denn jetzt legen wir den Grundstein für die Haltung und das Verhalten der nächsten Generation. Außerdem nützen die Kinder gern die Möglichkeit, schon jetzt aktiv ihre eigene Zukunft mitzugestalten.“

Landesrat Christian Gantner bedankt sich bei den engagierten Pädagoginnen, die den Kindern kreativ und engagiert die Energieautonomie näher gebracht haben. Bildnachweis: A. Serra

Landesrat Christian Gantner bedankt sich bei den engagierten Pädagoginnen, die den Kindern kreativ und engagiert die Energieautonomie näher gebracht haben. Bildnachweis: A. Serra

Interesse an Technik und Naturwissenschaften wird angeregt

Ein wesentlicher Nebeneffekt ist laut Nicole Sperzel, dass in der Auseinandersetzung mit Energie das Interesse für Technik und Naturwissenschaften spürbar angeregt wird – insbesondere bei Mädchen. Im Hightechland Vorarlberg ein gern gesehener Aspekt, da sind wir uns sicher.

„Ein Königreich für die Zukunft“ – Ausstellung im Landhaus

Im Zuge des Jahresschwerpunkts haben die meisten Kindergärten aufwändig gestaltete Projektbücher angefertigt. Sie dokumentieren die Ideen und Projekte der Kinder. In einer Ausstellung sind sie im Landhaus vom 03.07. bis 13.07.2018 und später bei uns im Energieinstitut Vorarlberg in Dornbirn zu sehen.

Ein Königreich für die Zukunft - Jahresausstellung 2017/18 Bildnachweis A. Serra

Die Ausstellung der aufwändig gestalteten Projektbücher ist zuerst im Landhaus und anschließend im Energieinstitut Vorarlberg zu bestaunen. Bildnachweis: A. Serra

Energie Lounge 2018 | Das Machbare tun

  • Energie Lounge 2017 - Bildnachweis Darko Todorovic. Hans-Georg Bächtold vorarlberg museum

    Energie Lounge 2018 | Das Machbare tun

    Mi. 21. November 2018
    vorarlberg museum
    Bregenz

    Harald Gmeiner im Gespräch über das Machbare mit dem Geschäftsführer der Architekturwerkstatt Dworzak-Grabher und Architekten Hugo Dworzak, der Architektin für nachhaltiges Bauen Anna Heringer, dem Krumbacher Bürgermeister Arnold Hirschbühl und Günter Morscher von der Geschäftsleitung der Morscher Bau- & Projektmanagement GmbH.

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  • Energie Lounge 2018 | Das Denkbare machen

  • energie lounge

    Energie Lounge 2018 | Das Denkbare machen

    Mi. 24. Oktober 2018
    Montforthaus Feldkirch
    Feldkirch

    Harald Gmeiner im Gespräch über das Denkbare mit dem Leiter des Instituts für Raum und Design Roland Gnaiger, dem bekannten Soziologen der Forschungsgruppe EnergyCultures an der Zeppelin Universität Martin Schweighofer, der Chefin der Abteilung Raumplanung und Baurecht der Vorarlberger Landesregierung und Projektleiterin bei vision rheintal Sabina Danczul sowie der Architektin und Lehrbeauftragten an der Universität Liechtenstein Julia Kick.

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  • Energie Lounge 2018 | Das Notwendige denken

  • energie lounge

    Energie Lounge 2018 | Das Notwendige denken

    Mi. 19. September 2018
    vorarlberg museum
    Bregenz

    Harald Gmeiner im Gespräch über das Notwendige mit dem bekannten Soziologen und Herausgeber des taz Futurzwei-Magazins Harald Welzer, dem Vorsitzenden der Jungen Wirtschaft Vorarlberg Alexander Abbrederis, Naturschutzanwältin Katharina Lins und Kriemhild Büchel-Kapeller vom Büro für Zukunftsfragen.

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  • economicum Session 7 | Die Wahrheit liegt in der Messung

  • Hubert Feldkircher.

    economicum Session 7 | Die Wahrheit liegt in der Messung

    Di. 25. September 2018
    Raiffeisenforum Friedrich Wilhelm
    Dornbirn

    Eine zentrale Erkenntnis unserer Forschung zum energie- und kostenoptimierten Bauen lautet, dass viele Wege nach Rohm führen. Ob ausgeklügelte oder reduzierte Haustechnik, Niedrig-, Passiv- oder Nullenergiehaus - am Ende entscheidet ...

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  • Christian Gantner ist neuer Obmann des Energieinstitut Vorarlberg

    Am 19. April 2018 wurde Landesrat Christian Gantner zum neuen Obmann des Energieinstitut Vorarlberg gewählt. Er übernimmt das Amt von Erich Schwärzler, der dieses fast 24 Jahre lang inne hatte und seinerseits der späteren Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer nachgefolgt war. Obmannstellvertreter bleibt illwerke vkw-Vorstand Helmut Mennel. Geschäftsführer Josef Burtscher freut sich auf die Zusammenarbeit mit Christian Gantner und erhofft sich durch dessen “Jugendhaftigkeit” Impulse und frische Zugänge auch zu neuen Themen auf dem Weg zur Energieautonomie.

    Die neue Führungsetage im Energieinstitut Vorarlberg: Obmannstellvertreter Helmut Mennel, Geschäftsführer Josef Burtscher und Obmann Landesrat Christian Gantner.

    Die neue Führungsetage im Energieinstitut Vorarlberg: Obmannstellvertreter Helmut Mennel, Geschäftsführer Josef Burtscher und Obmann Landesrat Christian Gantner.

    Erich Schwärzler tritt nach 24 Jahren als Vereinsobmann zurück

    Vermutlich ist es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht absehbar, dass der am 28. Oktober 1994 zum Obmann des Vorarlberger Energiesparvereins gewählte – frisch gebackene – Umweltlandesrat die Institution derart prägen und zu einem überregional etablierten Kompetenzzentrum entwickeln wird. Und doch dauert es nicht lange, bis einschlägige Ambitionen sicht- und erkennbar werden. Nicht lange nach der Amtsübernahme von seiner Vorgängerin – der späteren Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer – wird der Energiesparverein in Energieinstitut Vorarlberg umbenannt und zieht in das neu errichtete Competence Center Dornbirn an der Ach, wo es bis heute seinen Sitz hat.

    Seine Mission: Regional verfügbare erneuerbare Energieträger ausbauen. So zum Beispiel im Rahmen der ersten PV-Kampagne des Landes, der Sonnen-Schein-Kampagne 2004.

    Seine Mission: Regional verfügbare erneuerbare Energieträger ausbauen. So zum Beispiel im Rahmen der ersten PV-Kampagne des Landes, der Sonnen-Schein-Kampagne 2004.

    Es folgen Jahre des kontinuierlichen Ausbaus an Kompetenzen, die Kommunikation und die Bewusstseinsbildung, das Übersetzen, Näherbringen, Vermitteln von Wissen und Erkenntnissen rücken in den Mittelpunkt des Aufgabenspektrums. Außergewöhnliche Messeauftritte und große Kampagnen werden ausgerollt.

    Am liebsten inmitten der e5-Gemeinden:  seit 1999 hat Erich Schwärzler beim e5-Event die erfolgreichen Gemeinden ausgezeichnet.

    Am liebsten inmitten der e5-Gemeinden: seit 1999 hat Erich Schwärzler beim e5-Event die erfolgreichen Gemeinden ausgezeichnet.

    Unter die Ägide von Schwärzlers Obmannschaft fallen Schlüsselprojekte vom e5-Programm bis zur Energieausweiszentrale und vom Energiesparhaus bis zur Solaraktion. Die Gemeinden im e5-Programm adressierte er stets als wesentliche Motoren und Treiber hin zu einer nachhaltigen Energiezukunft.

    Voller Einsatz für die Energieautonomie: 2008 auf der Sonderschau der Dornbirner Frühjahrsmesse.

    Voller Einsatz für die Energieautonomie: Weltrekordversuch 2008 auf der Sonderschau “Energiezukunft” der Dornbirner Frühjahrsmesse.

    Ganz zuoberst aber jenes energiepolitische Ziel, das Vorarlberg für seinen Weitblick und insbesondere die Qualität des Prozesses überregional in den Fokus gerückt und das langfristig die Leitlinien für das einschlägige Tun gefestigt hat: die Energieautonomie Vorarlberg.

    Beim 10., 20. und 30. Geburtstag des Energieinstitut Vorarlberg hat Erich Schwärzler den Kuchen angeschnitten.

    Beim 10., 20. und 30. Geburtstag des Energieinstitut Vorarlberg hat Erich Schwärzler den Kuchen angeschnitten.

    77 Vorstandssitzungen hat er geleitet, die kommende wird die letzte sein, der er beiwohnt. Wir bedanken uns bei Erich Schwärzler für sein Engagement und seine Fürsprache für das Energieinstitut Vorarlberg und wünschen ihm in seiner neuen Rolle als “Wälder Erich” alles Gute.

    Seine letzte öffentliche Amtshandlung als Obmann des Energieinstitut Vorarlberg: Die Verleihung des Energy Globe 2018. an die Lustenauer Kindergärten.

    Seine letzte öffentliche Amtshandlung als Obmann des Energieinstitut Vorarlberg: Die Verleihung des Energy Globe 2018 an die Lustenauer Kindergärten.

    max50 Nummer 63 ist da

    Die aktuelle max50-Ausgabe im Überblick

    “Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…” dichtete einst Eduard Mörike, während dieser Tage kein blaues Band, sondern das neue max50 in die Briefkästen der treuen Leserinnen und Leser flattert (wie Sie zu selben werden können, wenn Sie es noch nicht sind, lesen Sie unten). Und im Schnabel kein Brieflein trägt, sondern allerhand spannende Themen und zwei lesenswerte Gastbeiträge:

    Wir wissen, dass die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung nicht mehr aufzuhalten ist. Selbst wenn es gelingt, sie auf 2°C zu stabilisieren, bedeutet das für Vorarlberg massive Auswirkungen. Deswegen gewinnt die Anpassung an den Klimawandel an Bedeutung. Erste Strategien und Programme liegen vor, schreiben Monika Forster und Andreas Bertel.

    Dr. Renate Christ hat über lange Zeit das Sekretariat des Weltklimarates der Vereinten Nationen in Genf geleitet. In einem lesenswerten Gastbeitrag analysiert sie die Klima- und Energiestrategie des Bundes und stellt sich die Frage: “Mit Vollgas retour?”.

    Renate Christ und Adi Groß zu Besuch im Energieinstitut Vorarlberg

    Renate Christ, langjährige Leiterin des IPCC-Sekretariats in Genf, wirft in einem Gastbeitrag einen kritischen Blick auf die Klima- und Energiestrategie des Bundes. Hier im Bild anlässlich eines Besuchs im Energieinstitut Vorarlberg im November 2017.

    Das neue ElWOG bietet Mietern und Eigentümern in Mehrwohnungshäusern neue Möglichkeiten, in gemeinschaftlichen PV-Anlagen produzierten Strom gemeinsam zu nutzen und zu vermarkten. Michael Braun hat mit Christian Meusburger von der VKW über Wissenswertes rund um die ElWOG-Novellierung gesprochen.

    Ein großer Teil des Hefts widmet sich einem runden Geburtstag: Das e5-Erfolgsprogramm ist 20 Jahre alt geworden. Programmgründer und -leiter Karl-Heinz Kaspar hat mit Altlandesrat Erich Schwärzler über die Gründung und die Bedeutung des Programms für die Energieautonomie Vorarlberg gesprochen und in einem persönlichen Rückblick eine beeindruckende Zwischenbilanz zum Programm gezogen.

    Pressekonferenz, Energieinstitut Vorarlberg, "5 Jahre              e5Gemeinden - e5Auszeichnungsveranstaltug", mit Landesrat              Ing. Erich Schwärzler

    Seite an Seite haben Karl-Heinz Kaspar und Altlandesrat Erich Schwärzler das e5-Programm in Vorarlberg zum Erfolgsprogramm entwickelt. Heuer feiert es sein 20-jähriges Jubiläum.

    Karl Ladenhauf, ein Mastermind der Wohnbauförderung, fasst in einem Gastbeitrag die Neuerungen der Sanierungsförderung zusammen, und spart dabei auch nicht mit Selbstkritik.

    15% weniger Energieverbrauch bringt ein hydraulischer Abgleich, das berichten Florian Jochum und Markus Kaufmann über ein Pilotprojekt in verschiedenen Gebäuden. Und wie Vorarlberg zur Modellregion in Sachen Ressourceneffizienz werden kann, und warum das auf dem Weg zur Energieautonomie sinnvoll ist, schreibt Harald Gmeiner.

    Wie gewohnt können Sie auch die 63. max50-Ausgabe digital nachlesen, den Link dazu finden Sie auf der rechten Seite. Und wenn Sie sich noch nicht zu den treuen Abonnentinnen und Abonnenten zählen, das aber ändern möchten, schreiben Sie ein kurzes Mail an Marion Marte. Wir senden Ihnen diese und auch die zukünftigen Ausgaben gerne kostenlos zu.

    Und hier noch die im Heft versprochene Ergänzungen

    • Quellen Seiten 4/5:

      1) ÖKS 15 – Klimaszenarien für Österreich. Universität Salzburg, Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, Wegener Center der Universität Graz
      2) COIN Cost of Inaction, Wegener Center der Universität Graz http://coin.ccca.at
      3) Land Vorarlberg 2015, Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in Vorarlberg. Ziele, Herausforderungen und Handlungsfelder

    • Seite 10: Infoblatt “Konzeptbeschreibung betreffend die Beteiligung an einer gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage iS § 16a ElWOG” zum Download.
    • Seite 26/27/28: Die weiteren Informationen zum Projekt Heroes lesen Sie hier
    • Seite 29: Information Ressourceneffizienz finden Sie hier
    • Seite 30: Einen Überblick über Lehm als Baustoff finden Sie hier. Die Broschüre “Bauen mit Lehm” können Sie kostenlos in unserem Broschürenschop bestellen.

     

    Mit Ihrer Stimme gewinnt Probier amol den People’s Choice Award

    Unser Projekt “Probier amol / EKO LIFE” ist für den Life People’s Choice Award der EU nominiert! Als einziges österreichisches Projekt hat es die Auswahl ins Finale der besten Life Projekte in der EU geschafft. Was uns natürlich ziemlich stolz macht.

    Und Ihre Stimme ebnet Probier amol / EKO LIFE den Weg zu Ruhm und Ehre. Wenn Sie uns mit Ihrer Stimme unterstützen mögen, dann können Sie das hier tun.

    Über Ihre Unterstützung freuen sich
    Karin Feurstein und Wolfgang Seidel

    ps: Zur Probier amol-Website geht es hier.

    Probier amol - Sonja und Elmar Hämmerle aus Fußach

    Im Rahmen eines Probier amol-Experiments haben Sonja und Elmar Hämmerle aus Fußach ihre Ernährung bewusster gestaltet.

    Energy Globe 2018: Dank Kartoffelschalen nach München und retour

    Mit der 2017 neu errichteten Biogasanlage setzt die Firma 11er einen Meilenstein in Richtung Energie-Kreislaufwirtschaft und CO2-Neutralität. Die biogenen Abfälle in der Kartoffelverarbeitung werden in der neu errichteten Anlage zu Biomethan in Erdgasqualität umgewandelt und für den Transport der Rohkartoffeln aus den Lagern in Bayern nach Frastanz eingesetzt. Dadurch werden rund 5.500 Tonnen CO2 im Jahr eingespart. Mit den aus Kartoffelabfällen erzeugten Biomethan könnten rund 2600 PKW mit durchschnittlicher Jahreskilometerleistung von 15.000 km ein Jahr lang fahren. Überschüssiges Biogas wird in das Vorarlberger Erdgasnetz eingespeist.

    Energy Globe für 11er Energiekreislauf. Betankung eines LKW mit Biogas. Bildnachweis Energieautonomie Vorarlberg/Markus Gmeiner.

    Der 11er Energiekreislauf wurde mit dem Energy Globe ausgezeichnet. Neueste Errungenschaft: Die Produktion von Treibstoff für die LKW aus Produktionsresten. Bildnachweis Energieautonomie Vorarlberg/Markus Gmeiner.

    Die Kartoffel fährt sich selbst

    „Die konsequente Umsetzung der Prozesskette bis hin zur Abdeckung des Transportes mit erneuerbarer Energie ist in Vorarlberg einzigartig, die Umsetzung ist beispielhaft ausgeführt“, begründet Josef Burtscher, Energieinstitut Vorarlberg-Geschäftsführer und Vorsitzender der Jury, die Entscheidung. „Die Kartoffel fährt sich quasi selbst mit ihrer Energie zur Verarbeitung“, ist 11er-Geschäftsführer Thomas Schwarz selbst noch ganz fasziniert von der Idee, mit der noch lange nicht Schluss ist. Denn derzeit finden laut Schwarz Versuche statt, Gärreste aus dem Fermenter in hochwertigen Kompost zur Bodenverbesserung umzuwandeln.

    Auch bewusstes Verhalten ausgezeichnet

    Neben intelligenten Prozessen ist auch der bewusste Umgang mit Energie eine wesentliche Strategie zur Energieautonomie. Deshalb wurde neben 11er ein zweites Projekt mit dem Energy Globe ausgezeichnet, nämlich die Energiemeisterschaft der Lustenauer Kindergärten. Auf Initiative der Gemeinde haben 90 Pädagoginnen mit 550 Kindern gezeigt, dass durch altersgerechte Angebote schon kleine Kinder zu wahren Energiesparmeistern werden können.

    Erich Schwärzler freut sich mit den Lustenauer Kindergartenkindern über den Energy Globe 2018. Bildnachweis Foto Serra.

    Erich Schwärzler freut sich mit den Lustenauer Kindergartenkindern über den Energy Globe 2018. Bildnachweis Foto Serra.

    Kinder als wahre Energiesparmeister

    „Die Kinder haben gemeinsam mit unseren Pädagoginnen allein durch den bewussten Umgang mit Energie über 100.000 Kilowattstunden Strom und Wärme eingespart“, lobt Bürgermeister Kurt Fischer den Einsatz der Großen und Kleinen. „Das Projekt animiert zum Nachmachen und kann jährlich wiederholt werden. Dabei wird das Verständnis der heranwachsenden Generation für die Wertigkeit von Energie bereits im frühen Alter geweckt,“ findet auch Energielandesrat Erich Schwärzler Gefallen an der Initiative aus Lustenau.

    Energy Globe Vorarlberg 2018 für 11er und die Marktgemeinde Lustenau. Bildnachweis Foto Serra.

    Hinter den ausgezeichneten Projekten stehen engagierte Menschen, die einen großen Beitrag zur Energieautonomie leisten. Bildnachweis Foto Serra.

    Der Energy Globe

    ist der weltgrößte Umweltpreis. Der Vorarlberg-Ableger wird vom Energieinstitut Vorarlberg kuratiert. Die Preisträger nehmen an der bundesweiten Verleihung teil, der Bundessieger wiederum an der weltweiten Auszeichnung.

    Bislang haben zwei Vorarlberger Projekte auch den Bundessieg geschafft (beide aus Hörbranz: das Trinkwasserkraftwerk der Gemeinde und der Reinigungsmittelhersteller Planet Pure).

    Die Post AG wurde für ihren Umstieg auf Elektromobilität jüngst als erster Österreichsieger mit dem Energy Globe World ausgezeichnet.

    Jüngste Preisträger in Vorarlberg

    2017 Passivhaus plus-Wohnanlage Langenegg (Morscher Bau und Projektmanagement, Mellau)
      energie.bewusst.götzis (Marktgemeinde Götzis)
    2016 Energiewerk Ilg (Tobias Ilg, Dornbirn)
    2015 Leiblachtaler Energiedetektive (Energieregion Leiblachtal)
      Low-Tech-Gebäude 2226 (Baumschlager Eberle Architekten, Lustenau)
    2014 Biologische Reinigungsmittel (Planet Pure, Hörbranz) – auch Österreichsieger