economicum Session 6 – Alles Strom!?

Strombasierte Systeme werden eine immer wichtigere Rolle bei einer immer “grüner” werdenden Stromerzeugung spielen. Dieser Tag spannt einen Themenbogen von Informationen zu Forschungsvorhaben, Ergebnisberichte Szenarien, Erfahrungsaustausch zum Thema Varianten der Energieversorgungsysteme bis hin zu All-inklusive-Flatrate Modellen.
An diesem Tag werden neben technischen Möglichkeiten  auch organisatorische Lösungen wie Warmmietmodelle oder Flatrates inklusive Heizung, Warmwasser, Allgemein- und Haushaltsstrom sowie PV-Stromnutzung im Mehrfamilienhaus detailliert beleuchtet. Nach der Novellierung des ElWOG sind diese Möglichkeiten auch in Österreich leichter umsetzbar.

Ein Auszug zu den Themen und Fragestellungen:

  • Wie “grün” ist der Strom heute, wie “grün” wird er in Zukunft werden – im Sommer und im Winter?
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Gebäudeeffizienz und PV-Stromnutzung – ist Autarkie möglich?
  • Haben sich neue Vermarktungsmodelle von Warmmieten bis zur All-inklusive-Flatrate inkl. haushaltsstrom und PV-Strom bewährt?

Detaillierte Veranstaltungsinfo und Anmeldung erhalten Sie hier

economicum Session 6 – Alles Strom!?

Themen und Fragestellungen der 6. Session:

  • Wie grün ist der Strom heute, wie grün wird er in Zukunft werden –
    im Sommer und im Winter?
  • Sind dezentrale elektrische Systeme zur Warmwasserbereitung
    sinnvolle Alternativen zur zentralen Wärmeerzeugung?
  • Anwendung von PV-Strom zur Warmwasserbereitung (Power-to-
    Heat) als Alternative zu Solarthermie?
  • Gibt es Möglichkeiten der Lastverschiebung durch Bauteilaktivierung?
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Gebäudeeffizienz und
    PV-Stromnutzung – ist Autarkie möglich?
  • Welche neuen Möglichkeiten zur Nutzung von PV-Strom in
    Mehrfamilienhäusern gibt es nach Änderung der gesetzlichen
    Regelungen des ElWOG?
  • Haben sich neue Vermarktungsmodelle von Warmmieten bis zur
    All-inklusive-Flatrate inkl. Haushaltsstrom und PV-Strom bewährt?
  • Gibt es Alternativen zur rein elektrischen Energieversorgung?

Strombasierte Systeme werden bei immer „grünerer“ Stromerzeugung eine immer wichtigere Rolle für die zukünftige Energieversorgung von Gebäuden spielen.

Während fast alle Experten diese Meinung teilen, gehen die Einschätzungen, welche rein elektrischen Energieversorgungskonzepte technisch und wirtschaftlich am sinnvollsten sind, weit auseinander. Aus diesem Grund beschäftigt sich Session 6 des economicum mit strombasierten Energieversorgungssystemen.

Neben technischen Möglichkeiten werden auch organisatorische Lösungen wie Warmmietmodelle oder Flatrates inklusive Heizung, Warmwasser, Allgemein- und Haushaltsstrom sowie PV-Stromnutzung im Mehrfamilienhaus detailliert beleuchtet. Nach der Novellierung des ElWOG sind diese Möglichkeiten auch in Österreich leichter umsetzbar.

Wann | Wo | Dauer | Kosten:

Donnerstag, 5. Oktober 2017, 8.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr.
Energieinstitut Vorarlberg, Campus V Stadtstraße 33, Dornbirn, Seminarraum Süd
Euro 135,00 inkl. umfassendem Themenband nach der Veranstaltung per Postzusendung.
Mitglieder PH-Austria ermäßigter Beitrag Euro 100,– unter Bekanntgabe “Mitglied PH-Austria”.
Partnerbetriebe Traumhaus Althaus nehmen kostenfrei teil, Anmeldung erforderlich unter Bekanntgabe “Mitglied Partnerbetriebe”.

Zur Anmeldung geht es hier.

Programm und Tagesablauf

ab 8 Uhr Eintreffen, Kaffee
8:30 Begrüßung und Einführung in das Thema
DI Arch Helmut Krapmeier
8:45 Szenarien für Strombedarf und Stromerzeugung bis 2050
Potentiale zur Reduktion des Energiebedarfs und zur regerativen Stromerzeugung.
Dr. A. Palzer, Fraunhofer ISE, Freiburg
9:45 Szenarien zum künftigen Energiebedarf des Wohngebäudeparks in Vorarlberg
Wie können die Ziele der Energieautonomie 2050 im Wohngebäudesektro erreicht werden?
DI Arch Martin Ploss
10:45 PAUSE
11:15 Energetisch-wirtschaftliche Optimierung der Energieversorgung hocheffizienter Mehrfamilienhäuser
Varianten zur Energieversorgung von zwei Mehrfamilienhäusern in Wolfurt. Zwischenbericht zu einem laufenden Forschungsvorhaben.
B.Sc. Ferdinand Sigg, FH Rosenheim
Dr. Ing. Tobias Hatt, Energieinstitut Vorarlberg
12:15 MITTAGS-PAUSE
13:45 Aktiv Stadthaus Frankfurt
Haustechnikkonzept, Messergebnisse und Flatrate-Miete inkl. Heizung, Warmwasser, Haushaltsstrom und PV-Stromnutzung
Dr. B. Mahler, Geschäftsführer egs-Plan, Stuttgart
14:45 PAUSE
15:15

Passivhausprojekt mit 5 EUR/m2 Monats-Warmmiete
Niedrige Warmmiete trotz höchster Effizienz
Ing. Prok. E. Spiss, Neue Heimat Tirol, Innsbruck

16:15

Abschlussdiskussion und anschl. Apéro


Energie Lounge 2017

Wie schaut unsere Gesellschaft 2050 aus? Wie leben, siedeln und bauen wir in naher Zukunft?
In Mehr-Generationen-WGs, um dem steigenden Wohnbedarf gerecht zu werden, oder in Smart Homes, in denen Heizung, Klimaanlage per Smartphone von außerhalb gesteuert werden?
Sind 2050 Grundstücke in Vorarlberg noch verfügbar und erschwinglich? Und was tun mit dem gebauten Bestand?

Dies sind nur einige Fragen, denen wir uns an drei Abenden der Energie Lounge 2017 widmen. Gemeinsam werden Zukunftsszenarien gezeichnet und mögliche Zugänge gegeneinander abgewogen. Die Energieautonomie Vorarlberg als Werkzeug für eine zukunftsfähige Gesellschaft soll ebenso debattiert werden wie erstrebenswerte Quartierskonzepte oder die Mobilisierung leerstehender Gebäude.

 

20. September 2017 | 19-21:00 Uhr | Gesellschaft: So leben wir 2050
Vorträge: Wie leben wir 2050? Beispiel Lebensraum und Bauwerk Schweiz
Energieautonomie – Instrument für eine lebenswerte Zukunft?

18. Oktober 2017 | 19-21:00 | Quartier: So siedeln wir 2050
Vorträge: Bodenfreiheit für Alle?
VorarlbergCity – neue Urbanität in den Alpen?

22. November 2017 | Architektur: So bauen wir 2050
Vorträge: Lebendige Baukultur – was tun mit all den Gebäuden?
So sehen unsere Siedlungen im Jahr 2050 aus

 

Energie Loungeenergie lounge

Die Teilnahme samt Apéro ist kostenlos, wir bitten jedoch um verbindliche Anmeldung.
Entweder direkt auf der Veranstaltungsseite durch Klicken auf die einzelnen Termine oder per Mail an magdalenafink@energieinstitut.at

 

 

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Neue Studie: Ziele der Energieautonomie im Gebäudebereich machbar

In einer aktuellen Studie hat das Energieinstitut Vorarlberg gemeinsam mit zwei wissenschaftlichen Partnern untersucht, wie sich der Gebäudebestand in Vorarlberg entwickeln sollte, damit die Zielsetzung der Energieautonomie in diesem Sektor erreicht wird. Dabei wurden Energiebedarf und Treibhausgas-Emissionen des Wohngebäudeparks in vier Szenarien modelliert.

Vorgehensweise

Die Entwicklung des Wohngebäudeparks wird in vier Szenarien beschrieben, die verschiedene energiepolitische und gesellschaftliche Handlungsoptionen aufzeigen. Wichtige Randbedingungen wie Bevölkerungs- und Wohnflächenentwicklung werden – gestützt auf aktuelle statistische Daten und Prognosen – für alle Szenarien gleich angenommen. Der Wohngebäudepark wird durch insgesamt 70 Gebäudetypen verschiedener Baualtersklassen und Größen beschrieben. 40 dieser Typen beschreiben den derzeitigen Gebäudebestand, 30 weitere beschreiben mögliche zukünftige Gebäudetypen. Alle Gebäudetypen werden in den verschiedenen Szenarien in unterschiedlichen energetischen Qualitäten saniert bzw. neu errichtet.

Beispielhafte Gebäudetypen:

 

Die Sanierungsrate wird aus den technischen Lebensdauern der Bauteile der Gebäudehülle abgeleitet und liegt im Mittel zwischen 1,5 und 2%. Neben der Qualität der Gebäudehülle wird in den vier Szenarien auch die Effizienz der eingesetzten Energiever­sorgungs­systeme, der Energieträgermix sowie der Anteil an Solaranlagen und Komfort­lüftungen differenziert.

Kernergebnisse

Die Untersuchung zeigt, dass der Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser trotz eines Zuwachses der Gesamtwohnfläche von etwa 40% von 2010 bis 2050 in den am Kostenoptimum orientierten Szenarien Effizienz und Effizienz Plus im Jahr 2050 um bis zu 2/3 reduziert werden kann. Die Treibhausgasemissionen können in den beiden Szenarien um bis zu 87% reduziert werden.

Schlussfolgerungen

Die Studie zeigt, dass die Ziele der Energieautonomie im Wohngebäudepark erreicht werden können, wenn zukünftige Neubauten und Sanierungen sich am Kostenoptimum orientieren. Das Kostenoptimum liegt derzeit bei den energetischen Qulitäten, die im Modellvorhaben KliNaWo bestimmt wurden (KliNaWo Ergebnisse)) und wird sich in Zukunft bei weiter steigender Qualität von Komponenten wie Fenster, Wärmepumpen etc. in Richtung noch niedrigerer Energiekennwerte verschieben.

Die Studie zeigt, dass zur Erreichung der Energieautonomie-Ziele keine „Oder“-Strategien (Effizienz oder Erneuerbare), sondern „Und“-Strategien (Effizienz und Erneuerbare) zielführend sind. Die kostenoptimalen Lösungen kombinieren die folgenden Maßnahmen:

  • Effiziente Gebäudehüllen in etwa auf dem Niveau Passivhaus
  • Umbau des Wärmeerzeugungsmix´ in Richtung erneuerbarer Energien (Wärmepumpen, erneuerbare Nah- und Fernwärme, Biomasse)
  •  Hohe Effizienz der eingesetzten Haustechniksysteme (Heizung, Warmwasser, Lüftung..)
  • Steigende Anteile vor Ort erzeugter Energie (Thermie, PV…)
  • Weiterer Umbau des Österreichischen und des Europäischen Stromnetzes in Richtung erneuerbarer Energien

 

Energie Lounge 2017 | So bauen wir 2050

  • Energie Lounge 2016 Jürgen Loacker. Foto Darko Todorovic

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    Mi. 22. November 2017
    vorarlberg museum
    Bregenz

    Grundstücks- und Wohnungspreise steigen stetig. Für viele in Vorarlberg ist Wohnraum nicht mehr leistbar. Parallel hat sich der Bedarf an Wohnnutzfläche je VorarlbergerIn in den letzten 50 Jahren mehr als ...

    weitere Informationen
  • Energie Lounge 2017 | So siedeln wir 2050

  • Energie Lounge

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    Mi. 18. Oktober 2017
    vorarlberg museum
    Bregenz

    Die Bevölkerungszahl steigt bis 2050 kontinuierlich an, ebenso die Zahl der Haushalte, da immer mehr Menschen alleine leben. Altengerechtes Wohnen wird aufgrund demographischer Veränderungen mehr an Bedeutung gewinnen. Wie siedeln ...

    weitere Informationen
  • Energie Lounge 2017 | So leben wir 2050

  • Energie Lounge

    Energie Lounge 2017 | So leben wir 2050

    Mi. 20. September 2017
    vorarlberg museum
    Bregenz

    Das Leben der Menschen wird hektischer – es gibt mehr Dinge zu tun und das am besten gleichzeitig via Multitasking. Digitalisierung und Automatisierung sind im Alltag nicht mehr wegzudenken. Multifunktionale ...

    weitere Informationen
  • economicum Session 6 – Alles Strom!?

  • twilight-532720_1280

    economicum Session 6 - Alles Strom!?

    Do. 05. Oktober 2017

    Strombasierte Systeme werden eine immer wichtigere Rolle bei einer immer "grüner" werdenden Stromerzeugung spielen. Informationen zu Forschungsvorhaben, Ergebnisberichte Szenarien, Erfahrungsaustausch von Varianten der Energieversorgungsysteme bis hin zu All-inklusive-Flatrate Modellen.

    weitere Informationen
  • FH Vorarlberg: Einblick in aktuelle Energieforschungsprojekte

    Im Rahmen des “Energie Update” informiert die Fachhochschule Vorarlberg einmal im Jahr über aktuelle Forschungsprojekte im Energiebereich. Am 6. April ist es wieder soweit: Das Energie Update 2017 zeigt in zwei Vorträgen, welchen Einfluss eine Masterarbeit auf die potentielle Energieautonomie der Dornbirner Abwasserreinigung hat und wie die Einspeisung erneuerbarer Energie ins Stromnetz optimiert werden kann. Darüber hinaus informieren das Forschungszentrum Energie, das Josef Ressel Zentrum, die Studiengänge Energiewirtschaft und Elektrotechnik sowie Studierende über weitere aktuelle Themen und Projekte.

    Das Energie Update 2017 findet am 6. April ab 17:30 Uhr in der FH Vorarlberg statt. Weitere Details zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung (die Teilnahme ist kostenlos) finden Sie hier.

    Stromleitung

    AlpS KliNaWo – Ergebnisse

    KliNaWo – Klimagerechter Nachhaltiger Wohnbau

    Inhalt des von der Arbeiterkammer Vorarlberg und der VOGEWOSI initiierten Projekts ist die Entwicklung und der Praxistest eines Gebäudekonzepts für Mehrfamilienhäuser, das die Zielsetzungen der Energieautonomie Vorarlberg auf möglichst wirtschaftlichem Wege erreicht, so dass leistbares Wohnen für die Mieter und Wohnungskäufer nachhaltig sichergestellt werden kann.

    Zwischenergebnis Jänner 2017

    In dem wissenschaftlich begleiteten Planungs- und Optimierungsprozess lassen sich die Zwischenergebnisse des Projektes wie folgt zusammenfassen:

    • Das Energieniveau hat einen geringen Einfluss auf die Bauwerks- und Errichtungskosten.
    • Die Bauwerks-Mehrkosten der hocheffizienten Gebäudevarianten (Passivhaus mit Solarthermie) gegenüber denen im Mindest-Energieniveau (Bautechnik­verordnung ohne Solarthermie) liegen bei 4-6% und diese hocheffizienten Varianten weisen eine Reduktion des Primärenergiebedarfs von 72% auf.
    • Die im Projekt KliNaWo sehr detailliert ermittelten Mehrkosten stimmen mit den Angaben innovativer Bauträger überein.
    • Mehrkostenangaben in Höhe von bis zu 26%, wie in einer vielbeachteten deutschen Studie publiziert sind nicht nachvollziehbar. (Quelle: Walberg, D. et al.: Kostentreiber für den Wohnungsbau; Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V., Kiel, 2015)
    • Die im Projekt KliNaWo als Resultat modularer Ausschreibungen ermittelten Mehrkosten werden im Lebenszyklus auch ohne jegliche Förderung mehr als kompensiert.
    • Die Kostenoptima des Primärenergiebedarfs und der CO2-Emissionen liegen im Bereich von Passivhäusern.
    • Derartige Primärenergiekennwerte können mit unterschiedlichen Energiekonzepten erreicht werden.
    • Die Kostenoptima des Primärenergiebedarfs liegen ohne Förderung je nach Wärmeversorgungssystem um 42 bis 56% unter der Mindestanforderung der BTV.
    • Die Variantenauswahl nach Lebenszykluskosten statt nach Bauwerkskosten ist sinnvoll und sollte verstärkt als Vergabekriterium eingesetzt werden.

    Der vollständige Zwischenbericht sowie weitere Infos sind unter den downloads auf dieser Seite verfügbar.

    Sie wollen den Baufortschritt verfolgen, dann schauen Sie unser Bautagebuch an.