Angenommen ein Haus wird aus Holz gebaut, mit Holz gedämmt und auch mit Holz beheizt.
Das dazu notwendige Holz stammt aus einem Wald hinter dem Haus, wo es ständig nachwächst.

Wieviel Wald muss dann hinter dem Haus vorhanden sein, um alles Holz aus dem reinen Holzzuwachs nehmen zu können, also nachhaltig aus dem eigenen Wald zu wirtschaften?

Unser Modellhaus ist ein Reihenhaus in Holzbauweise. Der Wärmeschutz garantiert ausreichende Behaglichkeit und bei üblicher Wohnnutzung auch Schimmelfreiheit.

Das Haus hat 100 m2 beheizte Wohnnutzfläche und wird von drei Personen bewohnt. Geheizt wird es nur mit einem Kachelofen als Ganzhausheizung, der auch das Warmwasser bereitet. Vor dem Haus liegt ein keiner Vorgarten und hinter dem Haus ein 60 m2 großer Garten mit Liegewiese, Blumenbeet, Grillplatz und einem kleinen Teich. Das Grundstück ist 6 Meter breit. An diesen Garten schließt der Wald an, ebenfalls 6 m breit, aber sehr lang. Um die Länge dieses sechs Meter breiten Waldes geht es.

Hier fehlt Übergangssatz zu untenstehendem Text

1.    Schimmelvermeidung
Auch in der hintersten Ecke darf die Temperatur an der Oberfläche nicht kleiner als +12°C sein, wenn die Raumlufttemperatur +20°C ist. Das ist deshalb wichtig, weil bei 80% Luftfeuchte das Schimmelwachstum beginnt. Weil die Oberflächentemperatur auf der Innenseite der Gebäudehülle im Winter immer niedriger ist, als die Raumlufttemperatur ist das wichtig. Daher die 12°C Grenze.

2.    Behaglichkeit
Behaglich ist ein Raum, wenn die Flächen (Wände, Fenster) warm sind. Und sie müssen auch eine ähnliche Temperatur haben. Ab einem Temperaturunterschied von 4 °C beginnt man sich unbehaglich zu fühlen. (etwa, wenn das Fenster um vier Grad kühler ist als die Wand) Technisch bedeutet das, dass sowohl Wände als auch Decken, Böden und Fenster einen U-Wert von weniger als 0,8 Watt pro mund Kelvin (W/(m2K)) haben müssen. Dem entspricht ein Blockhaus (mit einer so-genannten „gestrickten“ Wand) mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung und thermisch getrenntem Glasrandverbund.
Berechnungskennwerte
1.600 m2 Nutzwald pro Kopf gibt es in Vorarlberg. 0,33 kg Holz wächst im Durchschnitt pro Jahr auf einem Quadratmeter im Wald. 4 kWh Energie stecken in einem Kilogramm Holz. Die Wärmeleitzahl von Holz ist 0,12 W/(mK), die der Holzspandämmung ist 0,049 W/(mK).  30 bis 50 Liter warmes Wasser verbraucht der Mensch pro Tag. Das sind im Jahr ca. 800 kWh ohne die Verluste der Heizung.
Aus diesen Werten und der Berechnung des Energiebedarfs des Hauses kann man nun jene Waldfläche ausrechnen, die notwendig ist, um das Haus zu errichten, die Holzschindel nach 40 Jahren zu erneuern sowie das Haus und das Warmwasser mit Holz zu heizen. 8 bis 12 Raummeter Holz braucht man im Jahr für Raumheizung und Warmwasser.
Rund 14.000 m2 groß oder mehr als 2 km lang muss der Wald im Normalfall sein. Gibt es Möglichkeiten Holz zu sparen – ohne Komfortverlust?

Wie kann man weniger Holz verbrauchen?
Wer auf kleinerer Fläche wohnt, wer weniger duscht, weniger Räume heizt oder sich im Winter auch im Haus warm anzieht und mit 19°C zufrieden ist, braucht natürlich weniger. Dieses Rezept schmeckt aber freiwillig nur wenigen Menschen.