Entwurfsansatz

Am spezifischen Standort wird anhand einer Horizontaufnahme der solare Eintrag auf die konzipierten Glasflächen erfasst. Mittels Bilanzierungssoftware werden die Solarerträge dem Wärmespeichervermögen der Bauteiloberflächen des Innenraumes gegenübergestellt. Nach Optimierung von Hülle, Gläsern und Speichermassen, kann die Dauer der  „ertragsfreien“ Zeit maximiert werden, in der es im Gebäude auch ohne Heizung noch behaglich ist. So reduziert sich der Heizbedarf auf minimale Zeiten im strengen Winter, bei strahlungsarmem Schlechtwetter.

Da gab es ja einen Schritt in der Planung, wo man die Speichermassen wieder etwas reduziert hat. Merkt man denn den Unterschied und hättet ihr jetzt gern mehr Masse?

Bauherr Andreas Gstöhl: Ich habe ja keinen Vergleich und weiß daher auch nicht wie es wäre, wenn wir noch mehr Masse hätten. Und ob wir im Winter noch weniger Holz brauchen würden, oder ob es im Sommer einen stärker kühlenden Effekt hätte. Für mich funktioniert es so wie es ist gut. Das A und O ist ohnehin im Winter wie im Sommer, dass die kalte oder die warme Luft nicht einfach irgendwo herein- oder hinausströmt.

Detail aus dem Low-Tech-Einfamilinehaus Gstöhl in Eschen (FL). Bildnachweis Universität Liechtenstein

Detail aus dem Low-Tech-Einfamilinehaus Gstöhl in Eschen (FL). Bildnachweis Universität Liechtenstein