Die beiden Gebäude (H15 und H17) sind in Hybrid-Konstruktion konzipiert: als Massivbau mit hangseitigen Wänden als Sichtbetonkonstruktion und Massivdecken aus Stahlbeton, umgeben von einem hochwärmegedämmten Holzbau für Außenwände und Dach.

Die Innenverkleidungen der Wände, die Innentüren sowie die Einbaumöbel sind aus Vorarlberger Weißtanne gefertigt. Die geölten Oberflächen sind dauerhaft, altern in Würde und können wieder aufgearbeitet werden. Herstellung und Einbau wurden bei einer regionalen Schreinerei beauftragt.

Low-Tech Einfamilienhaus H17 in Ermengerst - Bildnachweis Rainer Retzlaff Fotografie

Low-Tech Einfamilienhaus H17 in Ermengerst – Bildnachweis Rainer Retzlaff Fotografie

Teile des Innenausbaus wurden auch vom Bauherrn selbst übernommen. Die Fenster sind mit Holzrahmen ausgeführt. Als Wetterschutz dienen das auskragende Vordach sowie der Balkon. Die nicht durch Vorsprünge geschützten Fenster auf der Südseite wurden mit einem Aluminium- Wetterschenkel versehen. Die Fassade wurde außen, mit einer patinierten Zinkblechverkleidung, die auf einer Unterkonstruktion verschraubt wurde, verkleidet. Die langlebigen und wartungsfreien Blech-Paneele können einfach demontiert und recycelt werden.

Für die Außenwände und das Dach wurde eine Zellulose-Einblasdämmung verwendet. Dabei handelt es sich um einen Recycling-Dämmstoff, der aus Zeitungspapier hergestellt wird. Neben einer guten Wärmedämmung weist dieser auch eine gute Wärmespeicherfähigkeit auf. Das Dämmmaterial kann unmittelbar wiederverwendet und nach einem Ausbau an anderer Stelle wieder eingeblasen werden.