Durch aussenliegenden Sonnenschutz und der Nachtauskühlung kann auf eine aktive Kühlung verzichtet werden. Die polierten Lamellen im Innenraum dienen zum einen dem Blendschutz. Zum anderen lenken diese Lamellen das Sonnenlicht und die Sonnenenergie auf die Betondecken um, welche die eindringende Wärme gut speichern können. Die automatische Nachtauskühlung über die Lüftungsklappe auf dem Dach und die automatische Fensteröffnungen an zehn Fenstern sorgt für die angenehmen Temperaturen. Messungen zeigen, dass die Höchsttemperatur von 28 °C nicht überschritten wurde. Die Messung erfolgte im Ausnahmesommer 2015 bei sehr hoher Hitzebelastung und voll belegtem Gebäude.

Messdaten von Außen- und Innentemperatur über sieben Tage

Im Bild wurden sieben schwülheisse Nächte von 20 °C bis 22 °C und Tagestemperaturen bis 35 °C aufgezeichnet. Dennoch bewegten sich die maximalen Innentemperaturen je nach Stockwerk zwischen 23 °C und 25 °C im EG, 24 °C und 27 °C im 1. OG und zwischen 25 °C und 28 °C im 2. OG. Die ersten zwei „Normalhochsommertage” von 30 °C und Nachttemperaturen von 16 °C bis 18 °C ergeben nur mit Nachtauskühlung angenehme Innentemperaturen von 23,5 °C bis 25,5 °C.

Temperaturverlauf im Low Tech-Gewerbehaus Gasser, Chur (CH). Grafik Josias F. Gasser