Die Auslegung der Heizflächen erfolgte nach einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, während die Auslegung des Wärmeerzeugers nach PHPP erfolgte. Dies hat eine Überdimensionierung der Heizflächen zur Folge, während der Wärmeerzeuger bewußt zu klein dimensioniert ist. Große Heizflächen ermöglichen ein schnelles Wiederaufheizen nach Nutzungsunterbrechungen an Wochenenden und nach Ferienzeiten. Die großen Heizflächen erlauben auch ein niedriges, an ein Passivhaus angepasstes, Temperaturniveau des Vorlaufs, so kann die Wärmepumpe in einem optimalen Bereich arbeiten.

KITA Oberlinhaus Kempten. Bildnachweis Hermann Rupp / Studio für Fotografie

Bildnachweis Hermann Rupp / Studio für Fotografie

“Beim Oberlinhaus kam eine Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage zum Einsatz. Als Wärmequelle wird das Erdreich genutzt. Angesichts der hochwärmegedämmten Passivhaushülle kommen wir mit einer sehr niedrigen Heizleistung aus. Die zentrale Lüftungsanlage verfügt über einen Accubloc, mit dessen Hilfe die Wärme- und Feuchterückgewinnung erfolgt. Eine Nachheizung der Zuluft ist aufgrund des hohen Wärmerückgewinnungsgrades nicht notwendig. Die Zuluft wird zentral in die Verkehrswege des Gebäudes eingeblasen. Dadurch konnten Lüftungskanäle eingespart werden – was letztlich auch der Lufthygiene dient.”
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Hans Räth, Hochbauamt der Stadt Kempten

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am 5. August 2020