Die baukonstruktive Entscheidung, bei der Tennishalle bewusst kleine Fensterflächen zu wählen, hat mehrere Gründe: Zum einen ist keine Verschattung des Gebäudes notwendig, wobei auch der sommerlichere Hitzeschutz eingehalten wird und somit eine aktive Kühlung der Halle entfällt.

Das optimale Temperaturniveau für den Spielbetrieb in der Halle bewegt sich zudem in einem Bereich zwischen 17 – 20 °C. Durch den extremen Dämmstandard wird dieser Umstand in jedem Fall problemlos erreicht und eine Überhitzung der Halle kann gleichzeitig vermieden werden.

Tennishalle Bad Schussenried - Low-Tech Gebäude - Bildnachweis: Franz Walser Holzbau

Zum anderen resultierte die Entscheidung daraus, die Lüftungs- und Transmissionswärmeverluste durch einen sehr guten Dämmstandard und möglichst wenig Fensterflächen auf ein Minimum zu reduzieren.

Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist die Vermeidung einer Blendung der Nutzer durch zu große Fensterflächen während des Trainings- und Spielbetriebs. Aus diesem Grund brachte man bei den oberen Sprossenfenstern der Halle  zusätzlich eine Milchglasfolie an. Das unter Umständen fehlende natürliche Tageslicht wird durch den Einsatz von Kunstlicht in Form von effizienter LED-Beleuchtung kompensiert. Die dimmbare Beleuchtung in zwei Stufen kann dabei pro Platz individuell und einfach durch Schalter bedient werden.

Hallenbeleuchtung
Lichtleistung pro Platz 2 kW (davor 10 kW)
Belegungsstunden pro Jahr 5.600
Gesamtstromverbrauch rund 10 MWh