Experten tauschen sich aus

Zu Beginn eines jeden Jahres werden die Energieberater und Mitglieder der Plattform Partnerbetrieb Traumhaus Althaus bezüglich der Neuerungen in der Wohnbauförderlandschaft fit gemacht. Dieses Jahr wurde die Gelegenheit zusätzlich genutzt, sich mit den Zuständigen Experten aus dem Landhaus auszutauschen und Feedback zur Weiterentwicklung aus Sicht der Praxis zu geben.

Sich in der Energie-, Neubau- und Sanierungsförderung auszukennen ist das tägliche Brot der Energieberater und Plattformmitglieder von Traumhaus Althaus. Umso wichtiger ist es, über die jährlichen Änderungen und Anpassungen informiert zu sein und dieses Wissen an Ratsuchende und Kunden weitergeben zu können.

Das Energieinstitut organisiert jedes Jahr eine Informationsveranstaltung, bei der die Neuerungen direkt von den Zuständigen des Landes vermittelt werden und die Möglichkeit besteht, Rückfragen zu stellen.

Besonders war dieses Jahr, dass die Gelegenheit für einen intensiven Austausch zwischen den anwesenden Praktikern und den Landesvertretern genutzt wurde. In einem Workshop wurden positive sowie negative Aspekte vor allem der Sanierungsförderung herausgearbeitet und besprochen.

Das Gute, das Schlechte und jede Menge Potential

Ein großes Lob sprechen die Energieberater und Partnerbetriebe den freundlichen, hilfsbereiten und lösungsorientierten Mitarbeitern der Förderstelle aus. Positiv wird einhellig gesehen, dass durch die Förderung gezielt energieeffiziente und ökologische Maßnahmen gestärkt werden. Auch die Qualitätssicherung durch unabhängige Stellen wird grundsätzlich als gut und wichtig gesehen, auch wenn die Ausführung/Häufigkeit noch verbessert werden kann. Dass es neben dem Darlehen bei Gesamtsanierungen eine Bauteilsanierung und den Bar-Einmalzuschuss gibt, bewährt sich in der Praxis immer wieder, wenn eine „große“ Lösung aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist.

Als problematisch v.a. für Gesamtsanierungsmaßnahmen erweist sich immer wieder die Einkommensgrenze, weil bereits arbeitende Kinder, die (vorerst) noch zu Hause wohnen, voll eingerechnet werden müssen. Das Haushaltseinkommen ist folglich zu hoch für eine Förderung. Hier wären Lösungsansätze wie z.B. zumindest eine Basisförderung in Zukunft wünschenswert.

Über Wünsche bzw. Potentiale für zukünftige Weiterentwicklungen wurde ebenfalls eifrig und kreativ diskutiert. So können sich die Praktiker gut vorstellen, dass die Förderstufen an sich gestrichen werden und sich die Basisförderhöhe stattdessen direkte durch Interpolation des Heizwärmebedarfs (HWB) errechnen lässt. Alle weiteren Kriterien könnten über diverse Boni direkt gefördert werden (wie z.B. Holzfenster, ökologische Dämmungen, nachhaltige Heizungssysteme, usw.). Das würde das System weniger kompliziert machen. Der direkte Zusammenhang zwischen Maßnahme und Förderung wäre dadurch auch für Bauleute leichter verständlich.

Zuletzt aktualisiert am 21. Dezember 2016