Notwendige Veränderungen anstoßen – ja, aber wie?

Der Klimawandel schreitet voran. Wohlstandserkrankungen bringen unsere Gesundheitssysteme zunehmend unter Druck. Die Lösung scheint naheliegend: mehr zu Fuß gehen, mehr Radfahren, mehr Bewegung im Alltag. Doch wo müssen und wo dürfen wir ansetzen, um nachhaltig Verhaltensveränderungen anzustoßen?

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen es längst: Der motorisierte Individualverkehr ist einer der Hauptverursacher des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes. Wohlstandserkrankungen wie Übergewicht, Diabetes oder Herz- Kreislaufprobleme verursachen enorme Kosten. Bewegungsmangel ist dabei eine zentrale Größe. Zu Fuß gehen, mit dem Rad fahren oder Öffentliche Verkehrsmittel nutzen, bringt Bewegung in den Alltag, nützt der Gesundheit ebenso wie der Umwelt und dem Klima. Wo müssen wir ansetzen, um Verhaltensänderungen anzustoßen? Motivieren oder vorschreiben? Wo wird sanftes Anschieben zur Manipulation? Und wo braucht es klare Regeln und Rahmenbedingungen?

Die internationale AMIGO Fachtagung gibt Einblick in den wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Es kommen namhafte Expert*innen aus den Bereichen Umweltpsychologie und Public Health zu Wort. Philosoph Julian Nida-Rümelin stellt darüber hinaus die Frage, wie sozial erwünschtes Verhalten gefördert werden kann, ohne die individuelle Selbstbestimmung zu verletzen.

Die AMIGO Fachtagung “Auf dem Weg zu gesunder und umweltfreundlicher Mobilität” richtet sich an Kommunal- und Landespolitiker*innen aus dem Vierländereck Österreich, Deutschland,  Schweiz und Liechtenstein, an Verantwortliche für Mobilitätsmanagement und Gesundheitsförderung in Unternehmen und Kommunen sowie an Fachpublikum und Interessierte im Mobilitäts- und Gesundheitsbereich.

Zum Programm:
Am Vormittag erwarten Sie nachfolgende Key-Note Speaker:  

  • Umweltmediziner Prof. Hans-Peter Hutter  (Medizinische Universität Wien, Zentrum für Public Health) erläutert, wie aktive Mobilität der eigenen Gesundheit, aber auch dem Klima nützt. 
  • Umweltpsychologe Dr. Sebastian Seebauer (LIFE, Institut für Klima, Energie und Gesellschaft) zeigt Möglichkeiten der Verhaltensbeeinflussung auf.
  • Philosoph Prof. Julian Nida-Rümelin stellt die Frage, wie sozial erwünschtes Verhalten gefördert werden kann, ohne die individuelle Selbstbestimmung zu verletzen.

Am Nachmittag gibt die Fachtagung einen Einblick in Projekte, die erfolgreich zum zu Fuß gehen oder Radfahren im Alltag anstoßen. Es referieren unter anderem Mag. Thomas Wernbacher, MSc MA (Donau Universität Krems), Dr.  Katharina Gangl (IHS) und Dr. Sebastian Seebauer (LIFE, Institut für Klima, Energie und Gesellschaft). 

Die Anmeldung zur Fachtagung ist ab Ende August möglich.
Nähere Informationen zur Tagungen folgen. 

Informationen zum Projekt AMIGO Aktive Pendlermobilität