Abwärmenutzung aus Indurstiearealen wird in den kommenden Jahren eine große Rolle bei der Erreichung der Ziele der Energieautonomie spielen. Melden Sie sich mit Ihrem Areal zum Potentialanalyse an!

Areale mit gemeinsamer Wärme- und Kälteversorgung entwickeln

Heute versorgt sich jedes Unternehmen und jeder Bürger selber mit Energie. Jeder kauft und verbraucht Strom, Öl, Gas. Synergien untereinander finden dabei keine Berücksichtigung.

Wenn sich in Zukunft jedoch Nachbarn miteinander über eine Wasserleitung vernetzen, entstehen neue Möglichkeiten. Ganz besonders, wenn diese Wasserleitung mit Niedertemperatur (8°C bis 20°C) geführt wird. Man spricht dann von einem sog. Anergienetz (mit A!) oder kalter Fernwärme.

  • Abwärme des Industriebetriebs erhöht die Temperatur des Wassernetzes. Industriebetriebe können riesige Mengen Abwärme auskoppeln, weil die Wassertemperatur mit max 20°C so gering ist.
  • Kühlmaschinen des Bürogebäudes und Industriebetriebs werden mit der kalten Fernwärme gekühlt und erreichen extrem hohe Kühleffizienz.
  • Wohnhäuser, Büro- und Verwaltungsgebäude können mit dem Wasser Wärmepumpen mit sehr großer Wärmeeffizienz betreiben.

Diese Vernetzung und gegenseitige Unterstützung bewirkt billige Energiekosten aller beteiligten. Weiters verbessert sich die Umweltbelastung des Areals ungemein, da Abwärme als CO2 neutral eingestuft ist.

Projekte in Vorarlberg

Auch in Vorarlberg findet man Konstellationen von Industrieabwärme in der Nähe von Wohnquartieren. Wir untersuchen im Projekt EIVRIG vier solcher Areale, ob alle Voraussetzungen gegeben sind, um zu wirtschaftlichen Bedingungen Anergieareale entstehen lassen zu können. In Rankweil wurde die Entscheidung bereits getroffen, dass das neue Industriegebiet Römergrund mit einem Anergienetz ausgestattet wird.
Den zukünftigen Nutzern ist heute schon zu gratulieren.