Mehr als 50.000 Berufspendelnde bewegen sich täglich in unserer Region über die Staatsgrenzen hinweg. Dazu kommt noch der nationale Pendelverkehr im Alpenrheintal. Die Folgen sind hohe CO2-Emissionen, Feinstaub- und Lärmbelastung. Im dreijährigen Interreg-Projekt „PEMO“ werden grenzüberschreitend Strategien und Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Pendlermobilität entwickelt und in der Praxis erprobt.

Zielsetzung von “PEMO”

Ziel von PEMO ist die Entwicklung und protypische Anwendung von Strategien, Konzepte und konkreten „Tools“ zur Reduktion des PKW-Aufkommens im Pendlerverkehr. Im Fokus steht dabei die Verlagerung von  PKW-Fahrten auf Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften.  Maßnahmen werden dabei sowohl auf der Ebene von Betrieben und Ausbildungszentren als auch im Bereich der Wohnorte/Regionen der Arbeits- und Ausbildungspendlerinnen und -pendler gesetzt.

Durch die Förderung von gesunder und umweltfreundlicher Pendlermobilität soll ein Beitrag zum Erhalt der Lebensqualität in der der dynamisch wachsenden Bodensee-Region geleistet werden. Gleichzeitig wird damit auch ein wichtiger Beitrag zum globalen Klimaschutz erbracht.

Projektstruktur

PEMO ist ein EU-Projekt an dem sich das Land Vorarlberg, der Kanton St. Gallen, das Fürstentum Liechtenstein und der Landkreis Lindau beteiligen. Das Projekt wird im Zeitraum 2016 bis 2018 vom Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein gefördert und vom Energieinstitut Vorarlberg in Kooperation mit CIPRA International geleitet.

Als assoziierte Projektpartner beteiligen sich folgende Organisationen am Projekt PEMO:
Deutschland: Stadt Lindau, Stadt Lindenberg, Landkreis Bodensee
Vorarlberg: Stadt Feldkirch, Stadt Hohenems, Marktgemeinde Lustenau,  plan b Gemeinden, Verkehrsverbund Vorarlberg, Netzwerk Wirtschaft MOBIL
Kanton St. Gallen: Verein St. Galler Rheintal, Buchs Marketing, Stadt St. Gallen
Land Liechtenstein: Gemeinde Gamprin, Gemeinde Ruggell, Gemeinde Schaan, Hilti AG, LieMobil

Schwerpunkte

  • Standardisierte Standortbestimmung: Status-Checks, Fahrzeugzählungen, Nutzerbefragungen und Benchmarks
  • Entwicklung und Erprobung von “Interventionen” auf betrieblicher und kommunaler Ebene: Schnupperpakete, spielerische Wettbewerbe, Belohnungsmodelle, gezielte Information von potentiellen Umsteigern
  • Umsetzung von infrastrukturellen Verbesserung: Abstellanlagen, Infosysteme, Wartzonen, Job-Räder, …
  • Förderung von (grenzüberschreitendem) Austausch und Kooperation: Gemeinden, Betriebe, Regionen und Verkehrsverbünde

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