06Studieren und probierenProbier amol Im Rahmen der Initiative „Probier amol“ haben 10.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger rund 2.000 Tonnen CO2 eingespart.Die Ziele waren ambitioniert, als vor drei Jahren des EU-Projekt EKO LIFE (Experimente und Kommunikation enkeltauglicher Lebensstile zur Förde-rung der Energieautonomie) gestartet wurde. So sollten innerhalb von drei Jahren anhand von sogenannten Experimenten in den Bereichen Ernäh-rung und Mobilität 1.700 Tonnen CO2 eingespart werden, indem mindestens 2.000 Personen ihr Verhalten in diesen Bereichen klimafreundlicher gestalte-ten. Darüber hinaus sollten 26.000 Menschen durch die begleitende Kom-munikationskampagne erreicht werden.Von Schlachtpartie bis Kilometer sparschweinZur Verhaltensänderung aktiviert wur-den die Teilnehmenden im Rahmen von Experimenten, die in 22 Vereinen, Unter-nehmen und öffentlichen Institutionen durchgeführt wurden. Ziel war es, auszu-probieren, ob sich tägliche Routinen in der Ernährung oder Mobilität für einige Wochen bewusst durch klimafreundliche-res Verhalten ersetzen lassen. 80 % der Teilnehmenden ist es gelungen, eine sol-che Änderung auch über das Experiment hinaus zu etablieren. Deren Erfolgsge-schichten aus den Experimenten wurden im Rahmen einer Kommunikationskam-pagne in der Öffentlichkeit verbreitet und verleiteten offensichtlich erfolgreich zum Nachahmen.Beitrag zur Energieautonomie schafft persönlichen NutzenDabei stand der Klimaschutz für die Teilnehmenden als Motivation nicht zwingend an erster Stelle. „Zehn Jahre lang bin ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren. Probier amol hat mich aufs Fahrrad gebracht. Jetzt fahre ich nicht immer, aber regelmäßig mit dem Rad von Götzis nach Hohen-ems. Ich bin flexibel, fast so schnell und abends komme ich entspannt heim“, fasst Judith Birk aus Götzis ihr Probier amol-Engagement zusammen. Breiter Zuspruch aus der BevölkerungAn der Initiative haben sich bislang rund 10.000 Vorarlbergerinnen und Vor-arlberger beteiligt – rund 550 direkt als Teilnehmende an den Experimenten. Bei vier von fünf Personen haben sich die Erfahrungen im Experiment dauerhaft in den Alltag übertragen.von Karin Feurstein-PichlerEnergieautonomie Vorarlbergkarin.feurstein@energieinstitut.atundWolfgang SeidelKommunikationwolfgang.seidel@energieinstitut.atJudith Birk hat im Rahmen von Probier amol umgesattelt und fährt mit dem Rad statt dem Auto zur Arbeit.
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