08MobilitätPEMO macht Lust auf intelligente MobilitätIm Interreg Projekt „PEMO – Nachhaltige Pendlermobilität“ werden Konzepte und Strate­gien zur Verlagerung von Pendlerverkehr auf sanfte Mobilitätsträger entwickelt und umgesetzt.Zehntausende Berufs­ und Ausbildungs­pendler bewegen sich täglich im Vier­ländereck Deutschland – Österreich – Schweiz – Liechtenstein. Die meisten davon mit dem eigenen Auto. Die Folgen sind überlastete Straßen, Lärm­ und Luft verschmutzungen. Dinge, die wiederum mit hohen Folgekosten und reduzierter Lebensqualität in der Region verbunden sind.Untersuchungen zeigen, dass für viele dieser Pendler brauchbare Alternativen in Form von Bus, Bahn, Rad oder Fahr­gemeinschaften nutzbar gemacht werden könnten. Was also braucht es, damit Pendler tatsächlich verstärkt mit Rad, Bus, Bahn oder Fahrgemeinschaften unterwegs sind?Vom Wissen zum Tun!Das vom Energieinstitut Vorarlberg geleitete Interreg Projekt PEMO setzt auf die Kombination von Information und Motivation auf der individuellen Ebene – gepaart mit Imagearbeit auf sozialer Ebene und ergänzt durch sogenannte „flankierende Maß nahmen“ im Bereich Infrastruktur, ÖV­Angebot und betrieblichen Abläufen. Basis dieses kombinierten Ansatzes ist die Erkenntnis, dass reine Informations­tätigkeit gerade im Mobilitätsbereich nur selten zur tatsächlichen Verhaltens­veränderung führt. Neben konkreten Verbesserungen wie Rad­Abstellanlagen oder bessere Bus­Verbindungen soll auch verstärkt am Thema „Mobilitäts­kultur“ von Betrieben und Gemeinden gearbeitet werden.Vernetzung, Austausch und viel UmsetzungsaktivitätUm die genannten Themen umsetzen zu können, wird im Projekt auf eine sehr gute Vernetzung unterschiedlicher Partner gesetzt:Intelligente Mobilität als Teil der Unternehmenskultur.Live und vor Ort: PEMO setzt auf individuelle Mobilitätsberatung in den Betrieben.von Martin ReisMobilität, stellvertretender Geschäftsführermartin.reis@energieinstitut.atIn Zusammenarbeit von großen Arbeit­gebern, engagierten Standortgemeinden und Verkehrsverbünden werden an mehreren Pilotstandorten bereits beste­hende Instrumente und Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Mobilitäts­verhaltens von Berufs­ und Ausbildungs­pendlern weiterentwickelt und erprobt. Dabei wird der Fokus auf größere Be­triebsareale und Ausbildungszentren sowie einer vertieften, auch grenzüber­schreitenden Kooperation von Gebiets­körperschaften, Trägerorganisationen des öffentlichen Verkehrs und großen Arbeitgebern gelegt.
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