17 Schulen in Vorarlberg sind mit dem Umweltzeichen zertifiziert und setzen damit ein klares Zeichen für eine nachhaltige und soziale Schulentwicklung. Sie setzen wertvolle Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung und lassen umweltrelevante Themen in den Unterricht einfließen.

Biologische, regionale Ernährung und Gesundheitsförderung sowie das Schaffen einer optimalen Lernumgebung sind weitere wichtige Kernthemen der Umweltzeichen-Schulen. Viele Gründe also für eine e5-Gemeinde, ihre Schulen zu bestärken, sich mit dem Umweltzeichen zertifizieren zu lassen.

Schüler lernen Umgang mit Ressourcen und Natur

An Umweltzeichen-Schulen lernen die Schüler*innen früh, wie man ressourcenschonend lebt und mit der Natur umgeht.

So werden die Schüler*innen bereits im Unterricht sensibilisiert für Themen wie Müllvermeidung, den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sowie Naturschutz und Artenvielfalt. Jede Schulklasse führt dabei auch eigene Projekte durch, bei welcher sie sich nochmals vertieft mit einem Thema beschäftigt.

Im großen Walsertal sind alle Volksschulen und die Mittelschule mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. (Foto: Markus Gmeiner)

Durch diese frühe Auseinandersetzung mit Umweltthemen erwerben die Schüler*innen die Kompetenz, auch im späteren Leben verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen – eine wichtige Voraussetzung für den Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Umweltkoordinator*in und Umweltteam

In jeder Umweltzeichenschule wird eine zuständige Umweltkoordinator*in bestellt und ein Umweltteam gebildet. Dieses kann sich aus dem Lehrpersonal, nicht-pädagogischem Personal und auch engagierten Eltern zusammensetzen.

Das Umweltteam erstellt ein Umweltleitbild für die Schule und setzt die erforderlichen Maßnahmen laut Umweltzeichen-Richtlinie um.

Damit dies gelingt, muss eine Schule engagierte Lehrer*innen haben, die bereit sind, Projekte im Unterricht umzusetzen, die den Schüler*innen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Handlungskompetenz für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen. Die Schule sollte außerdem in der Lage sein, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um ihr ökologisches Profil zu verbessern.

Das ist die Umweltzeichen-Richtlinie

Wie bei anderen Umweltzeichen-Zertifizierungen finden sich in der Richtlinie jeweils Maßnahmen, die für die Zertifizierung umgesetzt sein müssen und weitere Soll-Maßnahmen, bei welchen eine Mindest-Punkteanzahl zu erreichen ist.

So müssen beispielsweise alle Veranstaltungen ökologisch ausgerichtet sein, Informationen zu ressourcensparenden Verhalten vermittelt werden und eine laufende Energiebuchhaltung geführt werden.

Die Öko-Mittelschule in Mäder ist bereits seit 2004 mit dem Umweltzeichen zertifiziert. (Foto: Markus Gmeiner)

Die Re-Zertifzierung findet alle vier Jahre statt und erfolgt durch einen externe Auditor*in.

Die Zertifizierung ist sicherlich eine Herausforderung, aber auch eine große Chance für die Schule, sich als Vorreiter für nachhaltiges Handeln zu positionieren und das Schulpersonal, Schüler*innen sowie Eltern auf diesen Weg mitzunehmen. Eine Auszeichnung, auf die alle zertifizierten Schulen stolz sein dürfen.

Wie kann die e5-Gemeinde Umweltzeichen-Schulen unterstützen?

Schulen, die mit dem Umweltzeichen zertifiziert sind weisen hohe Standards auf und leisten dadurch auch einen wichtigen Beitrag zu einer lebenswerten Gemeinde. Das hohe, großteils ehrenamtliche Engagement des Schulpersonals ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Die Gemeinde kann die Schulen daher auf vielfältige Weise unterstützen und in ihrem Tun bestärken. Beispielsweise durch Ansprechpersonen in der Gemeinde, welche bei der Energiebuchhaltung und bei technischen Fragen unterstützen, durch Investitionen zur Verbesserung der Schulumgebung und nicht zuletzt durch Wertschätzung und ein offenes Ohr für die Anliegen der Schulen.

„Die Umweltzeichen-Schulen sind besondere, vorbildhafte Schulen, die sich für junge Menschen und die Umwelt einsetzen, da sie in vielen Bereichen — ob Bau, Ernährung oder Reinigung — nachhaltigen Parametern folgen. Durch die Einbindung des Schulpersonals, der Schüler*innen und auch den Eltern tragen sie Umweltthemen in die Mitte der Gesellschaft und helfen dadurch mit, unsere Zukunft nachhaltig zu gestalten.“

 

Mag. Helmut Eisele, Umweltzeichen-Berater in Vorarlberg

Zuletzt aktualisiert am 18. Juli 2022