Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Heute hat uns die Frage ereilt, ob eine solarbetriebene Weihnachtsbeleuchtung Sinn macht. Hier die Antwort unserer Energieberatung.

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LED-Weihnachtsbeleuchtung braucht sehr wenig Strom. Die Leistungsaufnahme einer mittelprächtigen Lichterkette beläuft sich auf ein paar wenige Watt. Der Stromverbrauch während der Weihnachtszeit auf einige wenige Kilowattstunden. (Beispiel: Eine Lichterkette mit 8 Watt, die täglich von 17 bis 23 Uhr und von Anfang Dezember bis Mitte Jänner eingeschaltet ist, leuchtet 45 Mal 6 Stunden mit 8 W ergibt 2,2 kWh Strombedarf. Zum Vergleich: Damit kann man den Geschirrspüler zwei oder dreimal laufen lassen.

Wenn die Weihnachtsbeleuchtung am Haus angebracht ist, empfehlen wir eine Beleuchtung, die ganz normal mit einer Zeitschaltuhr (damit sie nicht die ganze Nacht brennt) an die Steckdose angesteckt wird. Eine Solarbeleuchtung ist hier nicht unbedingt sinnvoll, weil in der Solarleuchte eine Batterie und evtl. zusätzliche Elektronik verbaut ist, die es dann eigentlich nicht braucht. Für weiter entfernte Orte, an denen kein Strom verfügbar ist (Geräteschuppen, hübsche Tanne oder hübscher Strauch am Ende des Gartens), kann eine Solarbeleuchtung sinnvoll sein.

Und ganz generell: Wir schätzen die Bemühungen der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger auf dem Weg zur Energieautonomie sehr. Der Stromverbrauch für eine LED-Weihnachtsbeleuchtung (die gibt’s auch in schönem Warmweiß mit 2.700 K Farbtemperatur), die mit Maß und Ziel installiert und mit einer Zeitschaltuhr gesteuert wird, ist aber so gering, dass die Freude daran kein schlechtes Energiegewissen trüben soll. Ob die Nachbarn Freude an in allen Farben blinkenden Lichterketten haben, steht auf einem anderen Blatt Papier…

PS: Die Anfrage stammte vom ORF, den entsprechenden Beitrag können Sie auf der ORF-Website nachlesen.

veröffentlicht 18.11.2025 , zuletzt geändert 19.11.2025