Elektrisch vom Laubbläser bis zum 40-Tonner

In kurzen Blitzlichtern besuchen wir Gemeinden und Betriebe, die längst aufgeladen haben: vom leisen Helfer am Gehsteig bis zum tonnenschweren Arbeitstier auf der Sammelroute. Was braucht es an Planungsknowhow und wo liegen überraschende Aha-Momente…

E-Laubblasgerät | Stadt Feldkirch 

„Die Stadt Feldkirch setzt seit Jahren erfolgreich auf Akku-Laubbläser. Diese sind deutlich leiser als Geräte mit Benzinmotor – ein großer Vorteil für die Nutzenden und die Anwohner*innen im Umfeld. Im Betrieb entstehen keine Emissionen und dank der einfacheren Mechanik ist der Wartungsaufwand gering. Es braucht weder Vergaser noch Zündkerzen oder einen Ölwechsel.“  
Thomas Güfel, Bauhofleiter Stadt Feldkirch

Im ÖBS-Shop – das ist der ökologische Beschaffungsservice des Gemeindeverband Vorarlberg – sind zahlreiche E-Bauhofgeräte erhältlich (sichtbar erst nach dem Login).

Stadt Feldkirch

E-Wegmacherkarren | Stadt Feldkirch 

„Das elektrisch betriebene Dreirad überzeugt durch hohe Effizienz und größere Strecken können in kurzer Zeit mit wenig körperlicher Anstrengung zurückgelegt werden. Die vielseitige Ladefläche erleichtert das Werkzeugmanagement und macht das Fahrzeug zu einem idealen Helfer für Wege- und Straßenarbeiten. Es arbeitet leise, emissionsfrei und trägt zu einem angenehmeren Arbeitsumfeld bei“.
Thomas Güfel, Bauhofleiter Stadt Feldkirch

Ein Beispiel für den vielseitig einsetzbaren E-Wegmacherkarren finden Sie hier

Lastenrad & TukTuks | Marktgemeinde Lustenau

„Lastenräder und TukTuks lassen sich flexibel an die Transportbedürfnisse der jeweiligen Dienststellen anpassen. Sie ersetzen innerorts oft ein Dienstauto, benötigen keinen Parkplatz und sind wirtschaftlich attraktiv, da Anschaffungs- und Betriebskosten deutlich geringer ausfallen. Zudem sind sie einfach zu bedienen und dürfen ohne Führerschein gefahren werden.
Herausforderungen bestehen derzeit noch bei den TukTuks, da deren Verarbeitungsqualität nicht immer optimal auf den kommunalen Einsatz abgestimmt ist und Reparaturen mitunter häufiger anfallen.“
Christian Kainz, Hausmeister Volksschule Kirchdorf

 Für Anfragen zum Thema Mobilität zahlt sich zumeist ein Anruf beim Mobilitätstelefon aus. Das Mobilitätstelefon steht allen Betrieben und Organisationen zu Verfügung, die eine Kurzanfrage haben. Mehr Infos hier.

E-Ladestapler | Marktgemeinde Hörbranz 

„Mit dem neuen E-Stapler arbeitet der Bauhof deutlich effizienter. Das Gerät verursacht keine CO₂-Emissionen, hat wesentlich weniger Verschleißteile als der alte Dieselstapler und überzeugt mit seiner langen Akkuzeit. Die Mitarbeitenden sind sehr zufrieden – sowohl mit der Leistung als auch mit der Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs.“
Alexander Ruppitsch, Bauhofleiter Hörbranz

12 Gemeinden sind Teil des Netzwerks Mission Zero Mobilität und tauschen sich regelmäßig zu den Maßnahmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement aus. Mehr Infos gibt's hier. 

Marktgemeinde Hörbranz

E-Transporter | Marktgemeinde Rankweil 

„Der Alke ATX wurde für die Abfallentleerung der Abfallbehälter im Ortsgebiet angeschafft. Aus Kostengründen haben wir uns beim Kauf für eine kleinere Batterie entschieden. Durch die vielen Stop and Go Fahrten, sowie Anhängerbetrieb ist deshalb ein Nachladen über die Mittagszeit notwendig.“
Wilifried Amann, Bauhofleiter Marktgemeinde Rankweil

Der ÖBS-Shop des Gemeindeverbandes bietet auch zahlreiche E-Nutzfahrzeuge an. Weitere Infos finden Sie her. 

Marktgemeinde Rankweil - Bernd Oswald

E-Polizeiauto | Stadt Hohenems 

Der Anlass für die Anschaffung war unser Umzug ins neue Rathaus mit eigener Photovoltaikanlage am Dach. Damit lag es nahe, auch im Fuhrpark ein Zeichen in Richtung nachhaltiger Stadtverwaltung zu setzen. Eine Herausforderung war anfangs die Planung der Ladeinfrastruktur. Ein klarer Mehrwert ist die Umweltfreundlichkeit – wir leisten damit einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im städtischen Bereich. Das Fahrverhalten des E-Fahrzeugs ist sensationell, die Leistung überwältigend und es eignet sich hervorragend für den täglichen Polizeidienst im Stadtgebiet.
Fruhmann Thomas, Kommunikation Stadt Hohenems

Weitere Informationen und Erfahrungsberichte aus erster Hand finden Sie auf der Homepage der Stadt Hohenems. 

Stadt Hohenems

E-Geräteträger | Marktgemeinde Rankweil  

Auf der Suche nach einem Schmalspur Elektro-Nutzfahrzeug für den Bauhof sind wir auf das Allrad-Trägerfahrzeug Elion gestoßen. Das Fahrzeug dient hauptsächlich als Unterstützung in der Anlagenpflege. Bisher hatten wir, aufgrund der vielen zurückgelegten Kurzstrecken große Probleme mit vorangegangenen Verbrennungsfahrzeugen und somit einen hohen Serviceaufwand und Kosten. Hier ist der große Vorteil des Elektroantriebes und für unsere Nutzung ideal. Aus dem Förderungsprogramm aws IÖB-Toolbox wurden uns 50 % der Kosten des neuen E-Fahrzeuges gefördert. 
Wilifried Amann, Bauhofleiter Marktgemeinde Rankweil

Das Austria Wirtschaftsservice (aws) unterstützt öffentliche Beschaffer*innen mit seinem Förderungsprogramm von der Markterkundung über die Ausschreibung bis hin zur tatsächlichen Beschaffung.  Weitere Info's finden Sie hier. 

Marktgemeinde Rankweil, Bernd Oswald

E-Restmüllauto | Stadt Feldkirch

„Das E-Restmüllauto setzt auf innovative Technologien und ist ein sichtbares Symbol für den Klimaschutz. Es verbessert die CO₂-Bilanz, reduziert die Lärmbelastung und trägt so zu einer höheren Lebensqualität bei. In der Anfangsphase zeigen sich noch vereinzelt technologische Unsicherheiten oder Softwareprobleme – gleichzeitig entstehen wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Betrieb, Logistik und Ladeinfrastruktur, die für zukünftige Projekte im Bereich E-Mobilität von großem Nutzen sind.“
Marcel Längle Abteilungsleiter Abfallwirtschaft Stadt Feldkirch

Mehr Informationen und Erfahrungsberichte zum ersten E-Müllauto in Vorarlberg finden Sie hier

Stadt Feldkirch

E-Bus & TukTuk | Stadt Dornbirn 

„Unsere Entscheidung für E-Busse ist aufgrund wirtschaftlicher, betrieblicher und klimapolitischer Gründen gefallen. Mit der Bundesförderung (EBIN) von rund 4,5 Millionen Euro konnte die Umstellung nicht nur gut finanziert werden, sondern sogar günstiger als der Weiterbetrieb mit Dieselbussen. Im Alltag fahren die E-Busse effizienter, brauchen weniger Wartung und senken die variablen Kilometerkosten spürbar. Gleichzeitig sparen wir pro Jahr etwa 365.000 Liter Diesel und rund 941 Tonnen CO₂ ein – ein klarer Beitrag zur „Zero Mission Dornbirn“. Für Fahrgäste heißt das: kein Motorenlärm, kein Ruckeln, einfach ein ruhigeres, angenehmeres Fahrgefühl – und für unsere Fahrer*innen wird der Arbeitsalltag entspannter. Mit rund 300 Kilometern Reichweite meistern die neuen E-Busse die Dornbirns Topografie problemlos. Die größte Herausforderung lag darin, Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Betrieb sauber miteinander zu verzahnen – hier wurden wir bestens von illwerke vkw AG unterstützt, welche die Ladeinfrastruktur aufgebaut haben.“
Micheal Stabodin Geschäftsführer Landbus Unterland & Stadtbus Dornbirn

Was die Stadt Dornbirn noch antreibt, finden Sie hier gut zusammengefasst in einem Artikel vom ORF. Mit dem Förderprogramm EBIN werden Gebietskörperschaften und Unternehmen bei der Umrüstung von Bussen und Infrastruktur auf emissionsfreie Antriebe unterstützt. Informationen dazu gibt es hier. 

Stadt Dornbirn

E-LKW Gebrüder Weiss Lauterach 

„Mit Photovoltaikanlagen, dem verstärkten Einsatz von E-Lkw‘s und weiteren alternativen Antrieben gestaltet Gebrüder Weiss die Mobilität der Zukunft aktiv und nachhaltig mit. Bis Ende 2025 soll die österreichweite E-Lkw-Flotte auf 14 Fahrzeuge anwachsen, davon fünf in Lauterach. Für 2026 sind zusätzliche Investitionen geplant – unter anderem in weitere E-Lkw‘s und E-Transporter im Bereich Home Delivery.“
Fahrettin Öztürk, Lkw-Fahrer

Auch bei der Umrüstung von schweren Nutzfahrzeugen wie Lkw’s (z. B.: Fahrzeugklasse N1 oder N2) unterstützt der Bund mit einer Förderung. Informationen dazu finden Sie hier
Einen umfangreichen Erfahrungsbericht zur E-LKW-Flotte des Unternehmens Gebrüder Weiss finden Sie auf der Homepage der Energieautonomie Vorarlberg. 

Alexandra Serra

Dieser Beitrag ist als Kurzversion in der 78. Ausgabe unserer Institutszeitschrift max50 erschienen. max50 können Sie hier online durchblättern oder kostenlos abonnieren.

veröffentlicht 15.12.2025