Heiße Sache! Energie und Wärme unter der Lupe
Wie bleibt Wärme im Haus? Im neuen Workshop „Heiße Sache!“ erforschen Schüler*innen mit Experimenten, Dämmmaterialien und Wärmebildkamera, wie Energie, Wärme und energieeffizientes Bauen zusammenhängen.
Was Wärmeleitung bedeutet, lässt sich erklären – oder selbst ausprobieren. Genau darauf setzt der neue Workshop des Energieinstitut Vorarlberg für Schüler*innen der Sekundarstufe I. Zwei Stunden lang dreht sich alles um Energie, Wärme und die Frage, wie Gebäude möglichst wenig Energie benötigen.
Ausprobieren statt nur zuhören
Im Mittelpunkt des Workshops steht das eigene Experimentieren. Bei einer Dämm-Challenge versuchen die Schüler*innen beispielsweise, eine mit heißem Wasser gefüllte Flasche mit unterschiedlichen Materialien möglichst gut zu dämmen. Anschließend wird gemessen und verglichen: Welche Materialkombination hält die Wärme am längsten?
An mehreren Experimentierstationen geht es weiter. Die Schüler*innen untersuchen unterschiedliche Dämmstoffe, messen Oberflächentemperaturen verschiedener Materialien, nehmen ihre Umgebung mit der Wärmebildkamera unter die Lupe und überlegen anhand eines Sanierungspuzzles, wie ein Gebäude energetisch verbessert werden kann. So werden Zusammenhänge zwischen Wärmeverlust, Dämmung, Heizsystemen und Energieverbrauch sichtbar und begreifbar.
Energiewende ist auch ein Berufsfeld
Neben dem Experimentieren wirft der Workshop auch einen Blick auf die Menschen, die beruflich an der Energie- und Wärmewende arbeiten. Anhand konkreter Beispiele aus dem Energieinstitut lernen die Jugendlichen unterschiedliche Tätigkeitsfelder kennen – von Energieberatung und Architektur über ökologisches Bauen bis hin zu Mobilität und erneuerbaren Energien. Damit zeigt der Workshop auch, dass die Energie- und Wärmewende vielfältige berufliche Perspektiven bietet.
„We’ve got the power!“
Der Workshop ist Teil des FFG-Projekts „We’ve got the power! Klima-, Energie- und Wärmewende erforschen und gestalten“. Ziel des Projekts ist es, Kinder und Jugendliche auf praxisnahe Weise mit Forschung, Technologie und Innovation in Berührung zu bringen. Sie sollen Energie und Wärme auf eigene Faust entdecken, Zusammenhänge der Energie- und Wärmewende verstehen und Möglichkeiten kennenlernen, wie sie eine nachhaltige Zukunft mitgestalten können. Gleichzeitig werden Bezüge zu Forschungs- und Arbeitsfeldern in der Region hergestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer genderreflektierenden und diversitätssensiblen Berufsorientierung sowie auf der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen, Forschung und Unternehmen in Vorarlberg.
Das Projekt läuft von Juli 2025 bis Dezember 2027 und wird vom Verein Amazone koordiniert. Projektpartner*innen sind B-NK GmbH, Catharina Fineder, das Energieinstitut Vorarlberg und die Fachhochschule Vorarlberg.




