Frage des Monats: Was muss ich beim Hausbau energetisch beachten?

In unserer Energieberatung werden wir immer wieder gefragt, worauf man achten soll, damit ein Haus energieeffizient wird. Das entscheidet sich schon relativ früh im Planungsprozess. Hier sechs Punkte, die von Anfang an auf dem Plan stehen sollten.

Die Planung eines Gebäudes wird lange besprochen und immer wieder angepasst. Viele Überlegungen fließen ein und viele Entscheidungen werden auch erst im Lauf des Bauprozesses getroffen. Im Bewusstsein der Vorarlberger Bauleute ist Nachhaltigkeit stark verankert. In unserer Energieberatung werden wir daher immer wieder gefragt, worauf man achten soll, damit ein Haus energieeffizient wird.

Und das entscheidet sich schon relativ früh im Planungsprozess - nicht nur, wenn es um Dämmstärken geht. Hier unsere sechs Punkte, die von Anfang an auf dem Plan stehen sollten:

  1. Gebäudehülle zuerst optimieren
    Eine gute Dämmung von Dach, Außenwand und Bodenplatte reduziert den Energiebedarf dauerhaft. Und: Je niedriger der Heizwärmebedarf, desto kleiner kann die Heiztechnik dimensioniert werden. Bei Erdsonden-Wärmepumpen wirkt sich das zum Beispiel direkt auf die Bohrkosten aus.
  2. Kompakte Bauweise spart Energie
    Ein möglichst günstiges Verhältnis von Außenwandflächen zu Wohnraum reduziert Wärmeverluste – das zahlt sich langfristig aus. Was bedeutet das: Ein Haus muss kein Würfel sein. Aber jeder Erker und jeder Rücksprung vergrößert die Außenfläche im Verhältnis zum Wohnraum. Und erhöht damit den Wärmeverlust.
  3. Fenster bewusst planen
    Hochwertige 3-fach-Verglasung ist heute Standard. Große Südfenster bringen solare Gewinne – wichtig ist dabei gleichzeitig ein guter sommerlicher Hitzeschutz, damit's keine Klimaanlage braucht.
  4. Erneuerbare Heiztechnik von Anfang an mitdenken
    Wärmepumpen funktionieren besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden mit niedrigen Vorlauftemperaturen, zum Beispiel in Kombination mit einer Fußbodenheizung.
  5. Photovoltaik vorbereiten oder direkt installieren
    Ein Neubau bietet die ideale Gelegenheit für eine PV-Anlage – und ist förderungsrelevant! Auch wer die Installation auf später verschiebt, sollte technisch vorsorgen: Leerrohre und die richtige Dachausrichtung machen den Unterschied.
  6. Lüftung und Raumklima berücksichtigen
    Eine kontrollierte Wohnraumlüftung spart Energie und sorgt gleichzeitig für eine gute Luftqualität im Gebäude. Wird sie frühzeitig mitgedacht, kann der Leitungsverlauf optimiert und damit kostengünstig umgesetzt werden.


Unser Tipp: Viele dieser Entscheidungen fallen sehr früh im Planungsprozess – oft bevor sich Bauleute intensiv mit Energiefragen beschäftigen. Außerdem wirken sich viele dieser Maßnahmen auf die Wohnbauförderung aus. Eine frühzeitige Energieberatung hilft, Chancen nicht zu verpassen - oder gar spätere, teure Änderungen zu vermeiden. 

Dafür bieten wir unsere  Neubau-Beratung an, bei der diese und alle Ihre weiteren Fragen produktneutral beantwortet werden. Details und Anmeldung hier.

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veröffentlicht 17.03.2026 , zuletzt geändert 23.03.2026