Gemeinden als Klimaschutz-Motor: Drei Vorarlberger Gemeinden mit European Energy Award ausgezeichnet
Anfang Mai 2026 wurden in Salzburg in einer feierlichen Zeremonie die European Energy Awards (eea) verliehen. Insgesamt wurden 44 Gemeinden ausgezeichnet, drei davon sind aus Vorarlberg.
Für den European Energy Award qualifizieren sich alle Kommunen, die am e5-Programm für energieeffiziente Gemeinden teilnehmen. Ausgezeichnet werden jene, die mehr als 50 Prozent aller möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Einsatz erneuerbarer Energien und zum Klimaschutz umsetzen. 35 Gemeinden konnten diese Hürde nehmen und sich so den European Energy Award sichern. Erstmals mit dabei: die Vorarlberger e5-Gemeinde Bezau. Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig: "Viele engagierte Menschen in unseren Gemeinden leisten täglich einen wichtigen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz. Maßnahmen wie effiziente Straßenbeleuchtung oder gut isolierte, energiesparende Gemeindegebäude helfen uns Emissionen zu reduzieren, unterstützen die regionale Wirtschaft und entlasten die Gemeindebudgets.“
"Viele engagierte Menschen in unseren Gemeinden leisten täglich einen wichtigen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz.
Norbert Totschnig, Umwelt- und Klimaminister
35-mal Silber, mit dabei Bezau
Die Marktgemeinde Bezau ist im Jahr 2021 dem e5-Landesprogramm für energieeffiziente Gemeinden beigetreten. Bereits 2020 erfolgte der einstimmige Beschluss zu „Mission ZeroV“ und dem Bekenntnis für eine klimaneutrale Gemeindeverwaltung Bezau nach den Klimaschutzzielen auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene. Zudem zeigt sich das starke energiepolitische Engagement der Gemeinde in zahlreichen Aktivitäten – von der Richtlinie Bau und Energie mit Vorgaben, Empfehlungen und Förderungen zu Bauvorhaben von Bürger*innen bis zum Beschluss, dass alle kommunalen Gebäude mit mindestens 850 Punkte im kommunalen Gebäudeausweis (KGA) mit höchstmöglichen ökologischen und energetischen Standards errichtet bzw. saniert werden sollen.
Gold für Mäder und Wolfurt
Neun von 44 österreichischen Gemeinden haben mehr als 75 Prozent aller möglichen energie- und klimarelevanten Maßnahmen umgesetzt und wurden dafür mit dem European Energy Award in Gold prämiert. Darunter die Vorarlberger e5-Gemeinden Wolfurt und Mäder. Während Mäder unter dem Stichwort „+Sonnenenergiegemeinde 2030“ bis zum Jahr 2030 mehr Strom aus Photovoltaik erzeugen will, als alle kommunalen Gebäude, Anlagen und E-Fahrzeuge verbrauchen, ist das Bürger*innenbudget ein wichtiges Highlightprojekt der Gemeinde Wolfurt.
"Die Auszeichnung der e5-Gemeinden macht sichtbar, wie weit fortgeschritten die Gemeinden bei der Umsetzung der energiepolitischen Ziele bereits sind.“
Gregor Sellner, Programmleitung e5-Vorarlberg
Internationale Auszeichnung
Der European Energy Award (eea) ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, an dem aktuell 8 Nationen und mehr als 1.900 Städte und Gemeinden mit insgesamt 67 Millionen Einwohner:innen teilnehmen. Das österreichische e5-Programm ist am European Energy Award beteiligt und damit Teil dieses europäisch standardisierten Systems.
Die Auszeichnung ist an strenge Vorgaben geknüpft: Gemeinden müssen mehr als 50 Prozent aller möglichen Maßnahmen umsetzen, die darauf abzielen, die Energieeffizienz zu steigern, die Versorgung mit erneuerbaren Energien zu gewährleisten sowie zum Klimaschutz beizutragen. Werden mehr als 75 Prozent aller möglichen energie- und klimarelevanten Maßnahmen verwirklicht, erhalten Gemeinden den European Energy Award in Gold.