MissionZero zeigt Wirkung
Energie sparen, CO2-reduzieren, klimaneutral bis 2040? Dabei spielen die Gemeinden eine zentrale Rolle. Bereits 23 Vorarlberger Gemeinden - davon 20 e5-Gemeinden - haben mit MissionZero die klimaneutrale Gemeindeverwaltung beschlossen.
Hinter "MissionZero" steht die Idee, die CO2-Emissionen im eigenen Wirkungsbereich spätestens bis zum Jahr 2040 höchstmöglich zu reduzieren. Für Gemeinden ist es ein hilfreiches Instrument, die jährlichen Entwicklungen durch gezieltes Monitoring im Auge zu behalten - und dabei ihre kommunale CO2-Emissionen zu reduzieren sowie die Energieeffizienz zu steigern.
MissionZero wirkt
Mittlerweile haben bereits 23 Vorarlberger Gemeinden den Beschluss zu MissionZero gefasst und setzen gezielte Maßnahmen um. Dazu zählen zum Beispiel die Energieeffizienz zu steigern, fossile Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen oder den gemeindeeigenen Fuhrpark, wo möglich, auf Elektrobetrieb umzurüsten.
"8.700 MWh Energie und 600 Tonnen CO2 im Jahr 2024 eingespart"
Das Energieinstitut Vorarlberg hat die bereits vorliegenden Monitoringberichte von 18 Gemeinden aus dem Jahr 2025 analysiert. Daraus zeigt sich folgendes Bild: Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Endenergiebedarf zum Beispiel in den Bereichen Wärme, Strom und Fuhrpark erneut gesunken, auch bei den CO2-Emissionen ist ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Insbesondere konnte der Verbrauch vor allem durch energetische Sanierungen, effiziente Heizsysteme, LED-Umstellungen und verbesserte Gebäudebewirtschaftung gesenkt werden. Gründe für die rückläufigen CO2-Emissionen sind beispielsweise auf den Ausstieg aus Öl- und Gas, den Bezug von 100 Prozent Ökostrom sowie den zunehmenden Einsatz von E-Fahrzeugen zurückzuführen.
Auch beim Anteil der erneuerbaren Wärme gibt es große Fortschritte, wenn auch noch mit Luft nach oben. Während viele kleinere Gemeinden bereits eine nahezu vollständige erneuerbare Wärmeversorgung (Biomasse, Wärmepumpen, Nahwärme) erreichen, ist der Anteil erneuerbarer Wärme in Marktgemeinden und Städten im Schnitt niedriger, steigt aber kontinuierlich durch neue Nahwärmenetze und Heizungstausch. Der Umstieg auf erneuerbare Wärme bleibt somit ein entscheidender Hebel für die Erreichung der klimaneutralen Gemeindeverwaltung.
Energieverbrauch und CO2-Emissionen nehmen ab
Im Jahr 2024 haben die MissionZero-Gemeinden insgesamt
- 119.150 MWh Energie verbraucht - das sind rund 8.700 MWh weniger als noch 2023
- 11.189 Tonnen CO2 emittiert - das sind rund 600 Tonnen weniger im Vergleich zum Vorjahr
- Die an MissionZero teilnehmenden Gemeinden konnten ihren CO2-Ausstoß seit dem Start der Initiative um 20 bis 50 Prozent senken.
Die MissionZero-Gemeinden leisten für ihre anfallenden CO2-Emissionen einen Kostenbeitrag. Dieser kommt wiederum zusätzlichen Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zugute. Im Jahr 2025 belief sich der Beitrag auf 70 Euro pro Tonne CO2. Dieses "MissionZero-Budget" kommt wiederum für zusätzliche Energieeffizienz- und Klimaschutzmaßnahmen zugute.
Folgende Vorarlberger Gemeinden haben sich für MissionZero bzw. eine klimaneutrale Gemeindeverwaltung entschieden:
- Bezau, Bludenz, Brand, Bregenz, Bürs, Dornbirn, Feldkirch, Frastanz, Göfis, Götzis, Hard, Hittisau, Langenegg, Lauterach, Lochau, Mäder, Nüziders, Nenzing, Rankweil, Satteins, Schnifis, Schoppernau, Wolfurt
Diese Gemeinden haben bereits 100 Prozent der kommunalen Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt:
- Hittisau, Langenegg, Mäder und Schnifis
Ist auch Ihre Gemeinde an MissionZero und einer klimaneutralen Gemeindeverwaltung interessiert? Das Energieinstitut und die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare Energie Vorarlberg (AEEV) unterstützen Gemeinden bei der Beschlussfassung und Umsetzung.
Hier finden Sie weitere Informationen sowie einen Leitfaden zur Umsetzung in den Gemeinden.