Nachhaltiges Bauen und Sanieren hat in Vorarlberg einen besonders hohen Stellenwert

Eine Umfrage* der Raiffeisen Bausparkasse zeigt: Nachhaltiges Bauen und Wohnen hat in ganz Österreich Bedeutung – in Vorarlberg ist das Bewusstsein dafür besonders stark ausgeprägt. Entsprechend hoch ist auch der Stellenwert von energieeffizienten Maßnahmen, Sanierungen und ökologisch hochwertigem Wohnraum.

Marcel Hagen
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In den letzten Jahren wurden bereits zahlreiche Investitionen in energieeffiziente Maßnahmen in der Bevölkerung umgesetzt – die am häufigsten umgesetzten Maßnahmen waren die Installation von PV-Anlagen, der Tausch eines alten Heizsystems auf eine energieeffiziente Variante sowie umfassende Sanierungsarbeiten. Und auch für die kommenden fünf Jahre sind laut Umfrage (siehe Abbildung unten) konkrete Vorhaben geplant: so wollen die Befragten auch zukünftig vor allem in Photovoltaik investieren und bestehende Heizsysteme auf klimafreundliche Alternativen umstellen. 

Auffallend ist: Während in Vorarlberg der Anteil an umfassenden Sanierungen etwas niedriger ist als im Bundesschnitt, haben überdurchschnittlich viele Befragte ihre Heizung bereits getauscht.

Nachfrage an Energieberatung konstant hoch

Diese Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen aus der Energieberatung. Die Nachfrage nach Informationen zu Photovoltaik und Heizungsumstellungen ist seit Jahren besonders hoch. Gleichzeitig zeigt sich, dass auch Fragen zu Dämmmaßnahmen, nachhaltigen Baustoffen und Fördermöglichkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Positiv hebt die Umfrage außerdem hervor, dass sich immer mehr Menschen gut zum Thema informiert fühlen – nicht zuletzt dank niederschwelliger Informationsangebote, Veranstaltungen wie der com:bau sowie praxisnaher Publikationen und Beratungsleistungen.

Besuchen Sie uns auf der Com:bau

Vom 6. bis zum 8. März in der Halle 13 (Stand 32). Wir beantworten Ihre Fragen zu Förderungen, energieeffizientem und ökologischem Bauen, Photovoltaik, Solarenergie oder klimafreundlichen Heizsystemen. Produktneutral und kostenlos. Mehr Infos zur com:bau

Mit unabhängiger Beratungs- und Forschungstätigkeit trägt das Energieinstitut Vorarlberg außerdem dazu bei, nachhaltiges Bauen im Land weiterzuentwickeln und praxisnah umzusetzen. Mit unabhängiger Energie- und Baumaterialberatung, Fachinformationen und konkreten Entscheidungsgrundlagen werden Vorarlberger Planer*innen, Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden bei ihren Umsetzungen unterstützt.

Servicepaket Nachhaltig:Bauen seit über 20 Jahren

Auch im kommunalen Bereich ist Vorarlberg Vorreiter: Mit dem Servicepaket Nachhaltig:Bauen in der Gemeinde begleitet das Energieinstitut seit über zwei Jahrzehnten Städte und Gemeinden bei der Errichtung zukunftsfitter Gebäude. Zahlreiche Bildungsbauten, Gemeindeämter und öffentliche Einrichtungen wurden so energieeffizient, ressourcenschonend und langfristig wirtschaftlich realisiert.

Potenzial Nachverdichtung und Sanierung

Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen nicht nur die Bereitschaft zu nachhaltigem Bauen in Vorarlberg. Im Bereich Nachverdichtung und Sanierung – Potenziale, die auch die Studie hervorhebt – zeigt sich außerdem Offenheit für Veränderungen. Viele Befragte können sich vorstellen, auf weniger Wohnfläche zu wohnen, bestehende Gebäude weiterzuentwickeln, Grünflächen zu erhalten und insgesamt ressourcenschonender zu Bauen und Wohnen.

Themen wie Dach- und Fassadenbegrünung bieten ebenso weiterhin Potenzial. Mit Initiativen wie dem Forschungsprojekt "Zukunftsgrün", Videos, Ratgebern und konkreten Praxisbeispielen unterstützt das Energieinstitut dabei, diese Möglichkeiten stärker ins Bewusstsein zu rücken und die Umsetzung zu erleichtern.

Wenn Einfamilienhaus, dann energieeffizient und mit geringem Ressourcenverbrauch

Gleichzeitig bleibt der Wunsch nach dem neu errichteten Einfamilienhaus in Vorarlberg präsent – möglichst energieeffizient, nachhaltig und mit geringem Ressourcenverbrauch, aber dennoch als Neubau. Hier gilt es, Bewusstsein für flächensparende Bauformen und ökologische, wie auch  energieeffiziente Maßnahmen weiter zu stärken.

*Die Erhebung wurde online durchgeführt, dabei wurden 2.203 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung von 18 bis 69 Jahren befragt. Die Stichprobe selbst wurde disproportional angelegt, d.h. bei der Datenerhebung wurden pro Bundesland mindestens 150 Interviews durchgeführt. Die disproportionale Stichprobe wurde vor der Analyse entsprechend den repräsentativen Anteilen in der Bevölkerung hinsichtlich Alter, Geschlecht und Bundesland gewichtet. Die Feldarbeit fand Ende 2024 statt.

veröffentlicht 02.03.2026 , zuletzt geändert 03.03.2026