Um im Label des Energieausweises die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes ausweisen zu können, war im Zuge der Überarbeitung der OIB-Richtlinie 6 auch eine Erweiterung des Labels auf der ersten Seite des Energieausweises erforderlich.

Erklärung der Indikatoren Ausweis_2011_WG1

  • Heizwärmebedarf (HWB): der Heizwärmebedarf beschreibt jene Wärmemenge, die in einem Raum bereitgestellt werden muss, um in auf einer normativ geforderten Temperatur von 20°C zu halten. Der HWB wird in „kWh/m2a“ (Kilowattstunden pro Quadratmeter [Bruttogrundfläche] und Jahr) angeführt
  • Primärenergiebedarf (PEB): der Primärenergiebedarf für den Betrieb berücksichtigt in Ergänzung zum Endenergiebedarf (EEB) den Energiebedarf aus vorgelagerten Prozessen (Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Speicherung) für die eingesetzten Energieträger.
    Der PEB wird in „kWh/m2a“ (Kilowattstunden pro Quadratmeter [Bruttogrundfläche] und Jahr) angeführt
  • Kohlendioxidemissionen (CO2): gesamte dem Endenergiebedarf (EEB) zuzurechnende Kohlendioxidemissionen für den Betrieb des Gebäudes einschließlich der Emissionen aus vorgelagerten Prozessen (Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Speicherung) der eingesetzten Energieträger. Die CO2-Emissionen werden in „kg/m2a“ (Kilogramm pro Quadratmeter[Bruttogrundfläche] und Jahr) angeführt
  • Oekoindex (OI-Index): der Oekoindex beschreibt die ökologische Qualität der thermischen Gebäudehülle und der Zwischendecken eines Gebäudes (Bilanzgrenzenkonzept BG0)
    Er wird durch den Anteil an nicht erneuerbarer Primärenergie (PENRT), der globalen Erwärmung durch Treibgase (GWP) und durch das Säurebildungspotential AP (Acidification Potential) der Baustoffe gebildet und je mit einem Drittel gewichtet. Je niedriger der OI-Wert desto weniger belastet das Gebäude die Umwelt.
  • Endenergiebedarf (EEB): der Endenergiebedarf entspricht – unter Zugrundelegung eines normierten Benutzerverhaltens – jener Energiemenge, die eingekauft werden muss.
  • Warmwasserwärmebedarf gibt an, wie viel Energieaufwand notwendig ist, um genügend warmes Wasser für das Haus oder die Wohnung bereitzustellen. Auch miteinbezogen sind hier die Verluste der Heizungsanlage und der damit verbundene Bedarf an Energie.

 

Der kurze Auszug der Erläuterungen zu den Begriffen zeigt Ihnen schon grob wie umfassend das Thema des Energieausweises ist. Nebenstehend finden sie ein Muster eines Energieausweises aus der EAWZ. Auch weitere Fragen oder Erklärungen finden Sie auf der Energieausweiszentrale (EAWZ).  Dorthin gelangen Sie hier.

Sollten Sie noch weitere Fragen haben oder irgendwelche Probleme in diesem Zusammenhang auftauchen, können Sie gerne Herrn DI Markus Liepert anrufen.