Hier bekommen Sie einen Überblick zu den Förderungen die Sie in Vorarlberg für den Einbau einer Holzheizung erhalten können.

Holzheizungen, auch Biomasseheizung genannt, werden mit Pellets, Stückholz oder Hackschnitzel beschickt. Holz ist ein nachwachsender Brennstoff. Bei der Verbrennung wird zwar CO2 freigesetzt, dieses wird jedoch während der Wachstumsphase wieder im Holz gebunden. Somit ist eine Holzheizung nahezu CO2-neutral. Mit der Installation einer Holzheizung schützen Sie nicht nur die Umwelt, sondern Sie stärken auch die regionale Wirtschaft.

Derzeit gibt es für Holzheizungen in Vorarlberg folgende Förderungen:

  • Energieförderung vom Land Vorarlberg
  • Holzheizungsförderung vom Bund, bei Ersatz der alten Heizung
  • Biomasseförderung der Gemeinde

Energieförderung Land Vorarlberg

Holzheizungen werden vom Land Vorarlberg im Rahmen der Energieförderung gefördert.

Hier sind die wichtigsten Eckdaten zusammengestellt.

Unterschieden werden folgende Systeme:

  • Automatische Hackgut- und Pelletsheizungen
  • Stückholzheizungen mit Pufferspeicher
  • Kachel- und Kaminöfen als Zentralheizung

Bei der Förderhöhe wird unterschieden zwischen Basisförderung, Bonusstufe 1 und Bonusstufe 2. Die Bonusstufen können bezogen werden, wenn das Gebäude die vorgegebenen Heizwärmebedarf-Grenzwerte (HWB) unterschreitet. Für Neubau und Altbau gelten unterschiedliche HWB-Grenzwerte.
Beim Altbau wird für die Basisförderung kein HWB-Grenzwert vorgegeben.

Förderbonus Altbau bei Substitution von Öl-, Gas- und Elektrodirektheizungen:
Werden in Altbauten Öl- oder Gas-Zentralheizungen oder Elektrodirektheizungen durch eine dieser Holzheizungen ersetzt und das alte Heizsystem entfernt, gibt es einen Förderbonus von € 2.500.

Förderhöhen für Eigenheime bis maximal 2 Wohneinheiten:

Automatische Hackgut- und Pelletsheizungen,
Stückholzheizungen mit Pufferspeicher,
Kachel- und Kaminöfen als Zentralheizung,
Hausanschluss an Nahwärme

Förderstufe Heizwärmebedarf Neubau Heizwärmebedarf Altbau Förderhöhe maximale Förderung
Basisförderung Baurecht kein Grenzwert € 1.500 25 %
Bonusstufe 1 max. 30 max. 50 € 2.000 30 %
Bonusstufe 2 max. 24 max. 30 € 3.500 35 %

Förderhöhen für Mehrwohnungshäuser ab 3 Wohneinheiten:

Bei Mehrwohnungshäusern gelten die gleichen HWB-Grenzwerte wie bei den Eigenheimen.
Die Förderhöhe ergibt sich aus dem Sockelbetrag je Gebäude und dem Förderbetrag je Wohneinheit.
Details dazu können Sie der Energieförderrichtlinie im Downloadbereich entnehmen.

Förderkriterien:

An die Förderung sind mehrere Kriterien zur technischen Ausführung geknüpft:

  • Die Kombination mit einer Solaranlage ist im Neubau Förderungsvoraussetzung.
  • Heizungsumwälzpumpen müssen die Effizienzklasse A aufweisen.
  • Die Anlage muss das Hauptheizsystem des Gebäudes sein.
  • Bei Stückholzheizungen, Pellets- und Hackgutheizanlagen sind die Emissionsgrenzwerte gemäß UZ-37 einzuhalten. Das gilt als erfüllt, sobald der Heizkessel in der Datenbank Baubook gelistet ist.
  • Bei Kachelöfen und Kaminöfen muss der feuerungstechnische Wirkungsgrad mindestens 85% sein.
  • Weitere Kriterien können Sie der Energieförderrichtlinie entnehmen

Der Förderantrag kann bis 6 Monate nach der Inbetriebnahme beim Land Vorarlberg eingereicht werden.

Alle Details zur Förderung finden sie unter www.vorarlberg.at – Förderung Holzheizungen

Holzheizungsförderung vom Bund, bei Ersatz der alten Heizung

Für 2018 ist noch keine Bundesförderung bekannt gegeben.

2017: Die Bundesregierung fördert zusätzlich über den Klima- und Energiefond (KLIEN) neu installierte Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte, die einen bestehende fossile Kessel oder elektrische Nacht- oder Direktspeicheröfen ersetzen, sowie Pelletkaminöfen, wenn dadurch der Einsatz fossiler Brennstoffe reduziert wird. Eine Förderung ist ebenfalls möglich, wenn eine mit Holz befeuerte Heizung, die mindestens 15 Jahre alt ist (Baujahr vor dem Jahr 2001), gegen Pellet- und Hackgutzentralheizungsgeräte getauscht oder der Brennstoffverbrauch der 15 Jahre alten Holzheizung durch die Errichtung eines Pelletkaminofens reduziert wird.

Einreichen können ausschließlich Privatpersonen, eine überwiegend private Nutzung der geförderten Anlage muss gewährleistet sein.

Förderhöhe:

  • € 2000 bei Ersatz eines fossilen Kessels durch eine Pellet- oder Hackgutheizung
  • € 800 bei Ersatz einer alten Holzheizung (vor 2001) durch eine Pellet- oder Hackgutheizung
  • € 500 für Pelletkaminöfen

Erst ist eine Registrierung notwendig und innerhalb von 12 Wochen muss die Antragstellung erfolgen.

Detaillierte Informationen finden Sie unter www.klimafonds.gv.at – Holzheizungen

Biomasseförderung der Gemeinde

Viele Gemeinden fördern zusätzlich zur Landesförderung die Installation Holzheizungen.
Die Förderhöhe und die Bedingungen sind in jeder Gemeinde unterschiedlich.
Detail erfahren Sie bei Ihrer Gemeinde oder hier. Liste Biomasseförderungen der Gemeinden