Hier bekommen Sie einen Überblick zu den Förderungen die Sie in Vorarlberg für den Einbau einer Wärmepumpe erhalten können.

Eine Wärmepumpe nützt praktisch ein unerschöpfliches Potential. Denn in der Luft, im Erdreich und im Grundwasser sind gewaltige Energiemengen gespeichert. Diese erneuern sich durch Sonneneinstrahlung, Niederschläge und Erdwärme permanent. Das Potential ist deshalb praktisch grenzenlos und liegt auch noch „vor der Haustüre“. Damit die Wärmepumpe tatsächlich Umweltfreundlich arbeitet, muss sie mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad betrieben werden. Die Kennzahl für eine effiziente Wärmepumpe wird mit der Jahresarbeitszahl ausgedrückt, kurz JAZ, welche über 4 liegen sollte.

Wer die Installation von Wärmepumpen in Vorarlberg fördert

  • das Land Vorarlberg (Details dazu im Folgenden)
  • die Vorarlberger Energieversorger (Details dazu hier)
  • einige Vorarlberger Gemeinden (Förderungen der Gemeinden finden Sie hier)
  • der Bund, wenn eine Öl-, Gas- oder Stromdirektheizung im Bestand ersetzt wird (Details dazu hier)

Wärmepumpenförderung Land Vorarlberg

Das Land Vorarlberg unterstützt die Installation von Wärmepumpen in Wohnbauten im Rahmen der Energieförderung. Unterschieden werden folgende Systeme:

  • Sole/Wasser  (Erdsonden-, Energiepfahl-, Erdkollektoranlagen)
  • Wasser/Wasser (Grundwasseranlagen)
  • Wärmepumpen mit der Energiequelle Abluft aus Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Förderhöhen für Bestandgebäude

Förderungen für Heizanlagen im Einzugsgebiet von Biomasse-Nahwärmesystemen sind nur möglich, wenn ein Anschluss zu ortsüblichen Kosten nicht möglich ist.
Folgende Maßnahmen sind im Bestandsbau (Die Baubewilligung des betroffenen Gebäudes muss mindestens 10 Jahre zurückliegen) förderbar.
Die Förderung beträgt maximal 50 % der förderfähigen Kosten und ist begrenzt mit:

Holzheizungen,
Hausanschluss an Nahwärmesysteme
und Elektrisch betriebene
Heizungswärmepumpen
Eigenheime (maximal 2 Wohnungen) Mehrwohnungshäuser (mindestens 3 Wohnungen) und Gemeinschaftsanlagen
Basisförderung € 2.000 pro Gebäude € 1.000
pro Wohnung € 400
Bonus für den Ersatz fossiler Heizsysteme
(Öl-, Gas- und Elektrodirektheizungen)
€ 2.000 pro Gebäude € 4.000

Bonus für den Ersatz fossiler Heizsysteme und Elektrodirektheizungen:
Dieser Förderbonus wird gewährt, wenn im Zuge der Heizungserneuerung eine Öl-Zentralheizung, Gas-Zentralheizung oder Elektrodirektheizung durch ein im Rahmen dieser
Richtlinie förderbares Heizungssystem ersetzt wird. Die Kosten für die fachgerechte Entsorgung sind mittels Rechnungen und Zahlungsbelegen nachzuweisen. Bei Öl-Zentralheizungen ist auch der Öltank zu entfernen.

Förderhöhen für Wärmepumpen im Neubau bis 31.12.2021

Sole/Wasser und Wasser/Wasser Wärmepumpen

Die Förderung für Neubauten mit Baueingabe bis spätestens 31.12.2021 erfolgt nach der
Energieförderungsrichtlinie 2020.
Download der Energieförderrichtlinie 2020 hier:

Holzheizungen,
Hausanschluss an Nahwärmesysteme
und Elektrisch betriebene
Heizungswärmepumpen
Eigenheime (maximal 2 Wohnungen) Mehrwohnungshäuser (mindestens 3 Wohnungen) und Gemeinschaftsanlagen
Basisförderung (Baurecht) € 1.500 pro Gebäude € 750
pro Wohnung € 400
Bonusstufe 1 (HWB <= 30) € 2.000 pro Gebäude € 1.000
pro Wohnung € 600
Bonusstufe 2 (HWB <= 24) € 3.500 pro Gebäude € 1.750
pro Wohnung € 800

Förderkriterien

An die Förderung sind mehrere Kriterien zur technischen Ausführung geknüpft:

  • Die erforderliche Jahresarbeitszahl (JAZ) bei der Erzeugung von Raumwärme beträgt mindestens 3,5.
    Der Nachweis erfolgt mit dem Programm „JAZcalc“.
    Der Download ist gratis über folgenden Link möglich:
    www.erdwaerme-info.at – JAZcalc
  • Die Entzugsleistung bei Sonden ist maximal 40 W/m
  • Die Entzugsleistung bei Erdkollektoren ist maximal 15 W/m oder 30 W/m2
  • Die Wärmepumpe muss mit einem Wärmemengenzähler zur Erfassung der gesamten erzeugten Wärmemenge sowie einem separaten Stromzähler ausgestattet sein.
  • Die Kombination mit einer Solaranlage ist im Neubau Förderungsvoraussetzung. Anstelle der Solaranlage kann bei Wärmepumpen auch eine Photovoltaikanlage installiert werden.
  • Heizungsumwälzpumpen müssen die Effizienzklasse A aufweisen.
  • Die Anlage muss das Hauptheizsystem des Gebäudes sein.
  • Weitere Kriterien können Sie der Energieförderrichtlinie entnehmen

Der Förderantrag kann bis 6 Monate nach der Inbetriebnahme beim Land Vorarlberg eingereicht werden.
Alle Details zur Förderung von Wärmepumpen finden Sie auf der Website vom Land Vorarlberg Energieförderung.

Zuletzt aktualisiert am 12. April 2021